Frage von JazzMontag, 117

Hallo ihr lieben, ich muss arbeitsbedingt mit meiner Tochter (8 Monate) wegziehen. Ich habe mit meinem EX-Partner gemeinsames Sorgerecht. Darf er das Verbieten?

Antwort
von Andretta, 66

Soweit ich weiß, bestehen Sorge- und Aufenthaltsbestimmungsrecht unabhängig voneinander.

Entscheiden solltest Du aber immer auch zum Wohle des Kindes, das ja auch ein Recht auf den Vater hat.

Kommentar von JazzMontag ,

Er darf dir kleine ja jedes zweite Wochenende haben so wie es jetzt schon vereinbart ist.

Kommentar von Andretta ,

Ich weiß, es ist die gesetzliche Regelung.  

Ich persönlich finde das ein bisschen mager. 

Aber ich kenne ja nicht die Verhältnisse bei Euch. 

Und am Ende war das ja auch gar nicht Deine Frage.  

Alles Gute Euch :-) 

Kommentar von atzef ,

Da weißt du leider nichts. Das Aufenthaltsbestimmungsrecht ist im Sorgerecht eingeschlossen.

Kommentar von Andretta ,

Charmant formuliert, Atzef. 

Aber offensichtlich hast Du Recht und ich hing noch auf einem alten Stand fest, es wurde ja einiges reformiert. Sorry dafür! 

Auszug aus der Website der Kanzlei Hasselbach:

Das Aufenthaltsbestimmungsrecht ist als Teil des Sorgerechts (§ 1631 Abs. 1 BGB) eine Angelegenheit von erheblicher Bedeutung. Das bedeutet, dass beide Elternteile nur gemeinsam darüber entscheiden können, wo sich das (minderjährige) Kind wie lange aufhalten und wo es wohnen darf. Die gemeinsame Entscheidung bedeutet jedoch nicht, dass vor jedem Ortswechsel des Kindes eine Genehmigung des anderen Sorgeberechtigten eingeholt werden muss. Vielmehr muss eine grundlegende Übereinstimmung gegeben sein, die bereits dann vorliegt, wenn nicht zu erwarten ist, dass der andere Teil erhebliche Bedenken gegen die Ortswahl hat. Erhebliche Bedenken sind ganz besonders dann anzunehmen, wenn der fragliche Ort mit dem Kindeswohl nicht vereinbar scheint.

Kommentar von maja11111 ,

das war schon immer so, dass abr teil des sorgerechtes ist. da gibts keinen alten stand.

Kommentar von maja11111 ,

das abr ist teil des sorgerechtes. da die eltern das sorgerecht gemeinsam ausüben, haben sie auch gemeinsames abr. müssen sich also beide einigen oder einer muss klagen. dabei hat der vater vielleicht sogar gute karten, da er das soziale umfeld erhält.

Antwort
von maja11111, 32

dir nicht, aber er kann dir verbieten das kind mitzunehmen. wenn er also ein schlüssiges betreuungskonzept in der tasche hat und das kind zu sich holt, hindert dich nichts daran wegzuziehen und dann dem umgang regelmäßig nachzukommen. was also sind seine vorhaben in der hinsicht? was sagte er zu deiner idee des umzuges und wieviel distanz entstünde dadurch?

Antwort
von Menuett, 42

Wie weit ziehst Du denn weg?

"Verbieten" ist gut, aber dann muß er sie auch nehmen, wenn er das verbieten will.

Wenn ein Umzug arbeitsbedingt notwendig ist, dann stimmen Richter dem Umzug grundsätzlich zu.

Bei Umzügen unter 150km hat der Vater ebenfalls kaum eine Chance, den Umzug zu verhindern.

Kommentar von JazzMontag ,

Es sind ca 350 km.

Kommentar von Menuett ,

Das ist schon eine Nummer.

Würde er das Kind denn überhaupt nehmen wollen?

Kommentar von maja11111 ,

es reichen 2 km wenn der vater das will.

Kommentar von Menuett ,

Das ist falsch. Innerhalb der gleichen Stadt/Gemeinde kann sie ohne seine Unterschrift umziehen.

Kommentar von maja11111 ,

auch diese aussage ist falsch. für jeden umzug und ummeldung bedarf es der unterschrift des vaters.

Antwort
von SiViHa72, 58

Ich meine, er muss dem zustimmen.

Kommentar von chillathai1991 ,

Ja muss er wenn er sagt er will das nicht dann wird es schwer... anders würde es bei einem alleinigen Sorgerecht aussehen

Antwort
von Goodnight, 47

Ja darf er.

Antwort
von atzef, 53

Natürlich.

Wer solte ihm das wiederum verbieten?

Du musst dich allerdings nicht an das Verbot halten.

Kommentar von JazzMontag ,

Er selber hat keinen Platz in der Wohnung wo die kleine Leben könnte und ihren Lebensmittelpunkt hat sie auch bei mir. Er darf sie weiterhin sehen und man kommt mit dem Zug schnell hin und her und mit dem Auto auch.

Kommentar von atzef ,

Das klingt alles danach, dass er sich auch vor Gericht nicht durchsetzen könnte. Mach dir keinen dicken Kopf!

Kommentar von Menuett ,

350 km - da kommt man nicht schnell hin und wieder zurück.

Kommentar von maja11111 ,

das ist schön. du wirst also dafür sorgen, dass kind jedes zweite we und 2-3 mal die woche zum vater kommt. du fährst dann nämlich auf deine kosten.

Kommentar von maja11111 ,

natürlich muss sie das. sie kann das kind nicht anmelden, nicht abmelden, nicht in eine kita anmelden und weiterhin kann er das kind im eilverfahren zurückklagen - nennt sich rückführung. oder er behält es im nächsten umgang ein und legt fest das sie nun bei ihm verbleibt mit passender klage im eilverfahren auf alleiniges abr. bei der hausnummer die du hier der km rätst, bekäme er auch sicher recht.

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