Frage von Lucas943, 37

Hallo, ich wurde zum Täter Opfer Ausgleich vorgeladen (Als Täter). Bin ich somit nach Ausgang automatisch vorbestraft bzw im Strafregister eingetragen?

Es ging eine Auseinandersetzung in einem Club voraus und endete mit einem Faustschlag ins Gesicht und einem kleinen Cut (Kein Bruch, keine Prellung). Mit was für Ausgleichszahlung kann ich rechnen? Hat jemand ähnliche Beispiele ?

Und bezüglich der Vorbestrafung möchte ich wissen, ob es Auswirkungen hat, wenn ich mich zum Beispiel nach meinem Studium auf einen Job bewerben möchte und das Führungszeugnis angefordert wird. Würde so etwas dadrin stehen und somit meine Chancen auf den Job gleich Null stellen?

Antwort
von Berkut, 17

Hallo, vorbestraft bist du meines Wissens erst mit einer rechtskräftigen Verurteilung. Eine Täter-Opfer-Augleich ist allerdings eine außergerichtliche Einigung, die wahrscheinlich mit einer Entschuldigung und Schmerzensgeld oder ähnlichem von deiner Seite endet (siehe §46a StPO). Der Ausgleich ist daher, wenn du dich vor einer "Vorstrafe" fürchtst, ideal.

Sollte der Ausgleich "schiefgehen" und es zur gerichtlichen Verhandlung kommen, und solltest du bei dieser zu einer Geldstrafe von mehr als 90 Tagessätzen oder einer Freiheitsstrafe verurteilt werden, würde dies auch in einem Führungszeugnis auftauchen. Die Strafe könnte jedoch auch nach einem gewissen Zeitraum nach §46 BZRG getilgt werden.

Einfach gesagt: Einigt euch, dann wird das schon gutgehen.

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