Hallo Ich wollte mal fragen ob es THEORETISCH möglich ist ein Motocross zu einer Enduro umzubauen, Wenn ja, was müsste geändert werden?

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2 Antworten

Motor, Fahrwerk, Kabelbaum, lichteinheiten. Das dumme aber ist, selbst wenn du das gemacht hast ( da haste aber schon 2mal so viel ausgegeben, als eine enduro neu kostet ) stehste vor dem TÜV-problem. Da eine Motocross keinen Fahrzeugschein hat ( du wirst auch nie einen bekommen ) wird sie erst gar nicht zum tüv zugelassen. also keine vorstellung beim tüv- keine strassenzulassung. 

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Ja, geht, ist aber zweifelhaft was da raus kommen soll. Das Fahrzeug wird da durch ja nicht straßentauglich, nur rechtkonform. Aber eine richtige Cross ist es dann auch nicht mehr, du kannst also ned mehr MX damit fahren und  auf der Straße auch ned. Was du bekommst ist eine Sportenduro die sich viel zu crossig fährt.

Und es ist mit nem Aufwand verbunden der für ne Privatperson nicht zu stemmen ist. Selbst für eine Firma die reichlich Erfahrung mit  so was und nen gut befreundeten Typprüfingenieur beim TÜV hat ist das ein riesen Aufwand. Und es lohnt sich niemals für ein einzelnes Mopped. 

Alleine die Kosten für eine Typzulassung des Rahmens liegen in nem Bereich in dem du dir mehrere Enduros kaufen kannst. (du mußt 2 identische Rahmen einreichen, von denen einer auf dem Prüfstand zerstört wird).


- Geändert werden müßte die komplette Motorabstimmung, der Motor muß sanfter, standfester, erheblich  leiser und erheblich abgasärmer werden. 

- Das Getriebe muß erheblich weiter gespreizt werden (breiter Abstufung der Gangradpaare).

- ein stärkerer Stromerzeuger muß rein.

- ein Gleichrichter und eine Laderegelung für nen Akku muß rein.

- ein Akku.

- ein Sicherungskasten.

- ein Kabelbaum muß eingezogen werden, mit Anschlüssen für Tachobeleuchtung, Licht, Blinker, Bremsleuchten , Rücklicht, Hupe, Zündschloss, Batterie Laderegler.

- Lenkerarmaturen mit Schaltern für die Elektrik

- Bremspumpen mit Schaltern für die Bremsleuchten.

- Bremsbeläge die die hohen Temperaturen beim fahren auf der Straße aushalten.

- Zündschloss, Lenkschloss.

- Refletoren, Lampen, Spritzschutz.

- Ständer. (großes Problem, am Ŕahmen darf ned geschweißt werden)

- Kettenschutz

- Bereifung.

- Spiegel

- Tacho und Signalleuchten für Blinker, Fernlicht, Leerlauf. (Das wird witzig, weil wo greifst du das Signal für den Leerlauf ab ?) 


sooooo, irgendwas hab ich garantiert vergessen. Und das muß natürlich alles geprüft und abgenommen werden. Alleine der Abgas- und Lärmtest kostet gut 5000€. Die Rahmenprüfung noch viel mehr. Auch praktische Fahrtests wo Fahrstabilität und Bremswerte ermittelt werden sind sehr Personal- und Zeitaufwändig.  Und so ein Prüfingenieuer verlangt 3 Stellige Stundensätze. 

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