Frage von Potstinchen, 64

Hallo, ich werde mich ab dem 01.11. Selbstständig machen u.werde nicht mehr als 500€ verdienen. Die Krankenkasse möchte 420€ von mir. Weiß jemand einen Rat?

Antwort
von kevin1905, 16

Hauptberufich Selbständige erzielen ein monatliches Einkommen von mind. 2.178,75 €. Darauf ist der Beitrag zur Kranken- und Pflegeversicherung zu erheben.

  • 14% KV-Beitrag von 2.178,75 € = 305,03 €
  • zzgl. Zusazbeitrag von im Schnitt 1,1% = 23,97 €
  • 2,35% PV-Beitrag = 51,20 €
  • wenn über 23 und kiderlos erhöht sich der PV Beitrag auf 2,6%.

Wären in Summe mind. 380,20 €, also verstehe ich nicht woher deine 420,- € kommen.

Als Gründer kannst du beantragen, dass die Mindestbeitragsbemessungsgrundlage auf 1.452,50 € herabgesetzt wird.

Ein niedrigeres Einkommen darf bei hauptberuflich Selbständigen nicht angesetzt werden

Vgl.: § 240 SGB V.

Antwort
von DerHans, 5

Eine "Selbständigkeit" bei der du nicht mal genug verdienst, um deine Krankenkasse zahlen zu können, ist ein schlecht bezahltes Hobby

Ein solches Hobby kannst du dir leider nicht leisten.

Kommentar von DerHans ,

Mit nur einem Auftraggeber bist du sowieso als "scheinselbständig" anzusehen. Das wird also von der Krankenkasse gar nicht akzeptiert.

Antwort
von Apolon, 16

Eine Selbständigkeit mit solch geringem Einkommen lohnt sich nicht!

Antwort
von tryanswer, 33

Dann solltest du deine Geschäftsidee noch mal grundlegend überdenken oder dir eine Anstellung suchen. Wenn du nur 500 EUR verdienst, wird sich die Selbstständigkeit nie lohnen.

Antwort
von priesterlein, 38

Mehr verdienen. Jeder Selbständige ist darauf angewiesen, zu schauen, wo er Geld herbekommt. Mit 500 Euro ist man noch lange nicht in der Lage, selbständig zu agieren.

Hast du beispielsweise schon eingerechnet, was du mehr an Haftpflicht- und anderen Versichrungen brauchen wirst? Hast du diesbezüglich schon mal einige Versicherungen oder einen Versicherungsmakler kontaktiert?

Kommentar von Potstinchen ,

Im Moment habe ich einen Kunden und in 6 Monaten kommt noch einer dazu. Der Rest ist geklärt und läuft. Es geht mir nur um die Krankenversicherung. Bei einem Midijob von 451€ müsste ich ja auch nicht so viel einzahlen. Diese Jobs gibt es hier leider nicht. Es gibt nur Minijobs und dann werde ich wieder nach meinem Mann berechnet der in der PKV ist. Man....aller Anfang ist schwer. Ich habe 32 Jahre Vollzeit gearbeitet. Die Firma bei der ich 25 Jahre war ist in die Insolvenz gegangen und die Neuen haben ein Jahr lang einen sogenannten Wissenstransfer durchgezogen und mich völlig fertig gemacht und danach freigestellt. Ich habe immer gutes Geld verdient und werde es auch wieder aber diesmal für mich. Das nur zu dem Hintergrund! 

Kommentar von priesterlein ,

Wechsel halt die Krankenversicherung, wenn du es kannst. Es gibt auch einen Notfalltarif und Tarifanpassungen, aber dazu müsstest du mit der Versicherung reden.

Kommentar von DerHans ,

Als Selbständige bleibt ihr gar keine andere Wahl als sich freiwillig bei der gesetzlichen Krankenkasse zu versichern. Die kosten alle das gleiche.

Als Existenzgründer besteht aber die Möglichkeit sich in den ersten 3 Jahren zum Mindestsatz zu versichern. Dabei gilt dann die Maßgabe, jährlich das Einkommen nachzuweisen und evtl ist dann Nachzahlung fällig.

Kommentar von priesterlein ,

Ich bezahlte bei einer gesetzlichen Kasse das drei- bis vierfache von dem, was ich nun privat bezahle.

Antwort
von McSaege, 34

Mit 500 Euro Verdienst würde ich mich nicht selbständig machen

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