Frage von Aleksandrica, 72

Hallo ich kenne mich in Sachen verkehrsrecht nicht unbedingt deshalb frag ich, habe eine Anzeige wegen zu dichtem auffahren erhalten,?

Allerdings war das keines falls so, mein Bruder sahs neben mir ich bin näher an den Vordermann gefahren und hab dann abgebremst als ich gemerkt hab er geht nicht zur Seite, der Mann im vorderen Auto hat darauf hin beleidigende Gesten gemacht und ich hab meinen Abstand zu ihm vergrößert und als er dann rechts gefahren ist habe ich ihn normal überholt. Einen Monat später kam dann die Anzeige... weis jetzt nicht wie ich vorgehen soll?

Antwort
von peterobm, 28

Innerorts oder wo war das?

Er hat sich durch dein dichtes Auffahren/Drängeln genötigt gefühlt

https://www.bussgeldkatalog.org/noetigung-im-strassenverkehr/



Auffahren: Wenn der Drängler mit der Fortsetzung des gefährlichen und beängstigenden Verhalten nicht aufhört und sich das Opfer in einer Zwangslage befindet, handelt es sich in der Regel um Nötigung im Straßenverkehr. Wichtige Aspekte im Straßenverkehr: Geschwindigkeit der Fahrzeuge, Abstände, Streckenlänge und Dauer der Tat

Anhörungsbogen, da kannst deine Sichtweise schildern

Kommentar von Aleksandrica ,

Außerorts war das, aller klar dann werde ich auf das schreiben mit dem anhörungsbogen warten 

Antwort
von Parhalia, 31

Hast Du schon den Anhörungsbogen vorliegen, oder erst einmal nur eine Benachrichtigung, dass Anzeige gestellt wurde ? Was wirft man Dir denn konkret vor ?

Wie schnell warst Du zum Zeitpunkt des Vorwurfs unterwegs und wie gross oder gering war Dein minimaler Abstand in Metern ?

Der Gesetzgeber ahndet zu dichtes Auffahren ab einer Geschwindigkeit von 80 Km/h mit einem Bussgeld, wenn der Abstand 5/10 oder weniger des halben Tachowerts betrug.

Oder wirft man Dir sogar die Straftat der "Nötigung" vor ?

Kommentar von Aleksandrica ,

Es ist erstmal nur eine Benachrichtigung das anzeige gestellt wurde, ich müsste so 85/90kmh gefahren sein mein Vordermann war nur minimal langsamer den Abstand weis ich leider nichtmehr genau ich hab ja sofort abgebremst als mein Vordermann mir den Vogel gezeigt hat und bin ein ordentliches Stück weggerückt 

Kommentar von Parhalia ,

Es wäre aber doch schon ein wichtiger Aspekt zu wissen, wie gering Dein mindester Abstand war, als Du von Deinem Vorhaben abgelassen hast und abbremstest.

Auch wäre interessant, in welcher Weise Du auf Deinen Vorderman "aufgefahren" bist. Schnell mit abruptem abbremsen, oder langsam und stetig, und es gab zudem jederzeit die Möglichkeit zum Spurwechsel ?

Denn der Tatbestand "Nötigung" bedingt den "Vorsatz". Da könntest Du argumentieren, dass Du der Meinung eines folgenden Spurwechsels des Vordermannes warst und bei erkennen Deiner Fehleinschätzung augenblicklich den Abstand korrigiertest.

Aber warte zunächst einmal ab, bis weitere Informationen / bzw. eine Vorladung / Anhörungsbogen kommen und was man Dir dann konktet vorwirft. 

 Zunächst einmal musst Du keinerlei Angaben zur Sache machen. Lediglich Angaben zu Deiner Person ( Personalien ) musst Du angeben.

Solltest Du zur Polizei müssen ( Vorladung ), so überlege Dir ganz genau, OB oder WAS Du dort zur Sache sagst. Im Zweifelsfall sagst Du besser erst einmal garnichts und wartest den weiteren Verlauf des Verfahrens ab.

Antwort
von blackforestlady, 20

Es klingt eher nach Nötigung, Du solltest Dir ganz schnell einen Anwalt suchen. 
Bei einer Verurteilung wegen Nötigung droht nicht nur eine Strafe, es kann auch die Entziehung der Fahrerlaubnis drohen. Im Rahmen der Fahrerlaubnis auf Probe wird die Nötigung als eine schwerwiegende Zuwiderhandlung gewertet und bei einer Verurteilung wegen Nötigung steigt „das Konto in Flensburg“ um fünf Punkte. Schon aus diesen Gesichtspunkten ist eine sorgsame und intensive Verteidigung durch einen Rechtsanwalt geboten.

  • Drängeln, also das dichte Auffahren zum Verdrängen von der Überholspur, 
  • das sog. Ausbremsen
  • das beharrliche Blockieren der Überholspur
  • das beharrliche und dauerhafte Benutzen der Überholspur mit gemäßigter Geschwindigkeit (das „Linksfahren“), obwohl die rechte Autobahnspur frei ist und 
  • das Zufahren auf einen Passanten, welcher einen Parkplatz reserviert.
Antwort
von FragaAntworta, 39

Das steht doch im schreiben, wenn Du meinst, es ist nicht in Ordnung, dann wirst Du einen Anwalt brauchen, der kann dann Akteneinsicht nehmen. Allerdings sind Deine Chancen eher gegen Null zu sehen.

Antwort
von Farridio, 22

eine sog. "rechtsmittelbelehrung" steht in dem schreiben.. d.h. das, was du tun kannst, ist dort aufgeführt....

Antwort
von TKStriker, 33

Ich kenne mich zwar auch nicht aus, aber wenn ist ja erstmal wichtig, wie groß war der Abstand? Und dann, was hat denn der Typ für Gesten gemacht? Ein Mittelfinger oder ein "Vogel" zeigen kann auch schonmal seine 1000 EURO kosten.... Ausserdem gibt es Zeugen? Wenn Aussage gegen Aussage steht ist es eh im Zweifelsfall für den Angeklagten...Das ist meine Meinung dazu.

Kommentar von Aleksandrica ,

Er hat mir den Vogel gezeigt und ein buh Zeichen gemacht, Zeugen gibt es meinen Bruder und seine Frau 

Kommentar von TKStriker ,

Vogel zeigen Meist werden für eine

Beleidigung 10 bis 30 Tagessätze verhängt. So kann das Zeigen eines

Vogels 20 bis 30 Tagessätze kosten. Bei einem angenommenen monatlichen

Nettoeinkommen von 1500 Euro wären damit 1000 bis 1500 Euro fällig.

Quelle: http://www.rp-online.de/leben/auto/ratgeber/was-beleidigungen-im-strassenverkehr...

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