Frage von andymaus01, 4

Hallo, ich hoffe, mir kann jemand helfen. Ich betreue seit 2003 meinen Schwager mit Pflegestufe 1,?

Mein Schwiegervater ist Vormund und ich habe einen Vertretungsausweis. Kontovollmacht habe ich aber keine, bekomme aber das Pflegegeld ausbezahlt. Nun habe ich bei der AOK rückwirkend für 4 Jahre das Verhinderungspflegegeld beantragt. Die Ersatzpflegekraft habe ich die ganze Zeit aus eigener Tasche bezahlt. Da ich die Befürchtung habe, das mir mein Schwiegervater ( kein gutes Verhältnis!) das Geld nicht erstattet, meine Frage. Kann ich mir das Verhinderungspflegegeld ausnahmsweise auf mein Konto überweisen lassen? Vielen Dank für hilfreiche Antworten.

Antwort
von Griesuh, 1

Hallo, zum einen es gibt KEINE Vormundschaften mehr. Seit jahren nennt sich das amtlich bestellte Betreuung.

Die Verhinderungspflege (VHP)ist eine Erstattungsleistung.

Verwandtschaft bis zum 2. Grad erhält keine Entlohnung für die Verhinderungspflege. Sie erhält eine Aufwandsentschädigung, die die Beträge der jeweiligen Pflegestufe nicht übersteigen darf.

das Pflegegeld steht rechtlich dem Pflegebedürftigen zu, wird es dir ausgezahlt , ist das OK.

Habt ihr seit die Einstufung besteht auch schon die gesetzl. vorgeschrieben Pflegeberatungsbesuche nach § 37.3 ausführen lassen?

Diese sind gesetl. vorgeschrieben und der Pflegekasse je nach Pflegestufe, in PS 1 u.2 einmal pro Halbjahr und in PS 3 einmal pro Quartal der Pflegekasse nach zu weisen. Den durchführenden ambul. Pflegedienst müsst ihr dazu selbst suchen und beauftragen. Die KOsten trägt die Pflegekasse.

Erfolgten diese Pflegeberatungsbesuche bisher nicht, so kann die Pflegekasse euch weitere Leistungen verweigern , das Pflegegeld kürzen oder die Zahlung kompl. einstellen.

So viel dazu. Nun wieder zur Verhinderungspflege.

Ob die Kasse das rückwirkend macht sei einmal dahin gestellt. Laut § 37.9 SGB XI müsste sie es an sich machen, wenn die Voraussetzungen erfüllt waren.

Die Verhinderungspflege, sollte immer Stundenweise und nach hinten offen, alöso nicht von ... bis beantragt werden.

Warum stundenweise? Erfolgt die VHP tgl. weniger wie 8 Stunden, so entfällt die 6 Wochenfrist und der Betrag der VHP kann vollausgeschöpft werden. Zusätzlich kann noch einmal 50% der Kurzzeitpflege als VHP im häuslichen Bereich angehängt werden.

Du benötigst rückwirkend für diese 4 Jahre jede Quittung über die Auszahlung an die Pflegende Person die die VHP ausgeführt hat. Wie schon gesagt Verwande bis zum 2. Grad, auch verschwägert erhalten keine Entlohnung.

Aus diesen Quittungen muss der Name und die Anschrift der pflegenden Person und der Verwandschaftsgrad hervorgehen. Weiter muss der vereinbarte Stundenlohn so wie die tgl. Stundenanzahl und der gesammt ausgezahlte Betrag benannt sein. Es muss weiterhin Die Dauer von bis aufgeführt werden. Diese Quittungen sind von der Person die die VHP erbrachte auch noch zu unterschreiben.

Soviel zum Ablauf.

Da du das Geld der Entlohnung vorgelegt hast, ist es nur richtig, wenn es auf dein KOnto überwiesen wird. Das ist auf dem Antrag (Anträgen anzugeben.

Ich hoffe ich konnte weiter helfen.

Grüße von einer Pflegedienstleitung.

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