Frage von NewGoldDream, 65

Hallo, ich hoffe, es kennt sich jemand hiemit aus... Meine Bank hat trotz P-Kontos geld an Gläubiger überwiesen. Darf sie das?

Folgendes zur Sache. Ich habe im Monat Oktober/November keine Einkünfte gehabt. Dadurch musste ich mir zur Überbrückung Geld - 1500 - leihen, um die monatlichen Kosten zu decken (je 750.) Nach meiner Meldung beim Amt und Bearbeitung des Antrags haben die mir rückwirkend das Geld nachgezahlt.

Auf dem Konto lag aber wohl noch eine uralte Pfändung von 2006 von der die Bank im Januar 340 Überschuss ausgezahlt hat. (Die 1500 konnte uch sowieso nicht mehr abheben...) 747 Rest blieben aber stehen. Nun habe ich Ende Januar 639 seitens des Amtes bekommen, da ich erstmal einen Teilzeit Job habe) - auf dem Konto also zu Beginn diesen Monats 639 + die restlichen 747 aus dem Vormonat. Die Bank hat nun gestern (10.2) 719 davon an den Gläubiger gezahlt. was mich mit weniger als dem Mindestbetrag zurücklässt. Angabe der Bank: Das Rest-Guthaben wäre letzten Monat gesperrt worden und diesen Monat eben ausgezahlt worden. Da ich Miete etc. schon bezahlt habe, bleibt für mich ein Rest von gleich 0.

Theoretisch habe ich m.E. die 747 aus dem Vormonat ausgegeben und die 639 nicht angetastet. Dass die den restlichen Überschuss über die 1073 hinaus überweisen (also etwa 300) sehe ich ja noch ein, aber alles bis nahezu 0 kommt mir nicht i.O. vor

Antwort
von Gastbeieuch, 40

Guten Abend, wenn beim P-Konto die vorher festgesetzte Einkommensgrenze erreicht wird, kann man die Summe zum 01. Des nächsten Monats wieder abheben. 

Kommt man über einen Zeitraum von 6 Wochen über diese Grenze, darf dieses Geld verpfändet werden. 

Wenn man eine oder allgemein Nachzahlungen erwartet, vor allem Sozialgelder, kann man sich das Bescheinigen lassen und die Pfändungsschutzgrenze wird dafür einmalig erhöht. 

Kommentar von NewGoldDream ,

Aber wodurch wird denn festgelegt welcher Teil der Summe genutzt wurde - der der stehen blieb, oder der, der neu dazu kam?

Fakt ist ja, dass ich dadurch nun diesen Monat weit unter der Grenze liege... Für die Bescheinigung ist ja nun wohl leider zu spät. ;-(

Antwort
von BestMoralAnwalt, 16

Du musst dich verständlicher ausdrücken, sonst wird es mit der Hilfe schwierig.

Wann hast du denn die 1.500 € erhalten? Wenn die Bank wegen der Pfändung von 2006 dir im Januar einen Überschuss ausgezahlt hat - die Pfändung also offensichtlich erledigt war - , warum behielt die Bank dann noch im Februar Geld von dir ein?

Gibt es noch eine andere Pfändung? Keine Bank lässt ein Girokonto 10 Jahre mit einer Pfändung laufen. Vielleicht in Zeiten von P-Konten, aber das gibt es erst seit 2010 .

Du willst uns weiß machen, dass du seit 10 Jahren eine Kontopfändung hast und deine Bank dir diesbezüglich nie Druck gemacht hat? Alles möglich und rechtlich ok, aber äußerst ungewöhnlich.

Grundsätzlich stehen dir mit einem P-Konto monatlich 1.073,88 € an Freibetrag zu. Wenn du nur 800 € monatlich an Einkommen hast, dann kannst du natürlich auch nur über diese 800 € verfügen.

Guthaben bei einem gepfändeten P-Konto, was innerhalb des aktuellen Monats - egal ob zum 1. , 13. , 20. oder 31. - auf dem P-Konto eingeht, muss spätestens zum Ende des nächsten Monats verfügt worden sein.

Jedes Guthaben aus Februar muss also spätestens am 31.03. abgehoben oder überwiesen worden sein. Ab 1.04. darf Guthaben aus Februar gepfändet werden.

Guthaben was zum Freibetrag gehört und nicht im Februar abgehoben wurde, muss einmalig in den Folgemonat März übertragen werden und steht dort zusätzlich zum Freibetrag für März zur Verfügung. Das gilt für jeden Monat. Immer das gleiche Prinzip.

Bei gepfändeten P-Konten musst du jede unnötige Überweisung und Einzahlung ( auch eigene ) unbedingt vermeiden. Denn jede Gutschrift mindert deinen Freibetrag.

Du solltest ordentlich und verständlich alle Einnahmen und Ausgaben seit Oktober 2015 hier aufschlüsseln.

Antwort
von Marshall7, 16

Du hast den Freibetrag überschritten und irgendwann mal ist das Geld weg,wäre sinnvoll gewesen ,den Gehalt auf ein anderes Konto kommen zu lassen.

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