Frage von Jeti789, 56

Hallo, ich habe zum Austrittsdatum wie im letzten Zeugnis aufgeführt und Arbeitsbeginn in der neuen Stelle eine Lücke von 2 Monaten. Frage ist wie erklären?

Die Sache ist die, dass ich einen Auflöungsvertrag unterschrieben habe, weil die Sachen, die ich betreut habe, nach Osteuropa gegeben wurden. Wir wurde 3 Monate Gehalt + Abfindung bezahlt. Gemäß Auflöungsvertrag kriege ich ein gutes Zeugnis. Bei der Stellensuche bin ich immer so vorgegangen als ob ich normal auf Stellensuche wäre und gar nicht sofort anfangen könnte. Das hätte sicher Verdacht geweckt und das mit dem Verschieben meiner Sachen ins Nearshoring kann ja jeder erzählen. Deswegen habe ich Schiss gehabt.

Nun habe ich in der neuen Stelle gesagt, dass mich der Arbeitgeber einen Monat früher aus meinen Vertrag lässt. Habe ich so gemacht, um ihnen ein Zückerchen zu geben. Wenn ich in meiner neuen Stelle mein Zeugnis vom letzten Arbeitgeber einreiche, werden die sehen, dass das Austrittsdatum zwei Monate vor dem Eintrittsdatum der neuen Stelle liegt. Frage ist nun was tun, wenn ich gefragt werde woher das kommt.

Das beste, das mir einfällt, ist zu sagen, dass ich von mir aus gekündigt habe (wird auch in meinem Zeugnis gemäß Auslöungsvertrag so stehen), Stelle gesucht und gefunden habe und dann 2 Monate auf Weltreise war. Das mit dem Aufhebungsvertrag erzähle ich auf überhaupt keinen Fall. Doof ist halt nur, dass ich gesagt habe, ich würde meinen Arbeitgeber fragen, ob er mich früher aus dem Vertrag entlassen würde. Warum hätte ich das machen sollen, wenn ich eh auf Weltreise wollte?

Naja, also mir fällt als bestes Vorgehen nur das mit der Weltreise ein. Gibt es vielleicht schlauere Ideen oder Tipps? Da wäre ich sehr froh.

Danke und Grüße, Jeti

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von kikko, 37

Hallo, also als ehemalige Personalreferentin kann ich nur sagen, dass diese Nummer sicher früher oder später auffliegt.... Stellen Sie sich vor, dass Sie sich bei den neuen Kollegen "verplappern" oder ein neuer Kollege kennt jemanden aus Ihrer alten Firma, es gibt da oft die erstaunlichsten Zufälle. Oder der neue Personalchef ruft in Ihrer alten Firma an und erkundigt sich (die dürften eigentlich keine Auskunft geben, aber unter Kollegen macht man das schon). Und was wollen Sie denn auf Fragen nach der Weltreise antworten? Da zieht doch eine Lüge, die nächste Lüge nach sich - und das ist kein guter Start für eine neue Stelle. Warum sagen Sie nicht einfach die Wahrheit? Aufhebungsverträge sind heute doch ganz üblich und wenn Sie Ihre "geplante Lücke" beschönigen wollen, sagen Sie doch einfach, dass Sie eine persönliche Auszeit wollten, so what? Sie haben nichts Unrechtes getan und müssen sich auch (noch) nicht rechtfertigen. Die Sache mit der Rückfrage, ob man Sie früher aus dem alten Vertrag entlässt, würde ich als Mißverständnis hinstellen, da Ihre persönlichen Planungen da noch nicht ausgereift waren. Bedenken Sie bitte, weniger ist da mehr - desto mehr Sie meinen, sich erklären zu müssen, desto mehr Rückfragen entstehen und schon sind Sie wieder in der Lügenfalle (und ein erfahrener Personaler riecht den Braten sofort). Nur Mut und raus mit der Wahrheit - Alles Gute für den neuen Job!

Kommentar von Jeti789 ,

Danke für die Antworten! Schwierige Sache. Wenn das Personalwesen bei meiner früheren Firma anruft und die nicht dicht halten, sieht es dann natürlich ganz schlecht aus. Ich bin mir noch nicht ganz sicher, aber ich werde wohl das mit dem Aufhebungsvertrag erzählen, wenn nachgefragt wird.

Wenn sie nicht überzeugt gucken, kann ich vielleicht anbieten die Probezeit zu verlängern. Ich weiß nicht, ob sowas geht oder gemacht wird. Naja, in meiner Branche passiert sowas echt selten. Das ist nicht das Gleiche wie wenn die Deutsche Bank Filialen schließt und jeder weiß, dass dies wegen ihrer großen Verluste ist. Deswegen muss ich mir das nochmal überlegen. Aber nach der Geschichte mit der Auszeit dann bis zur Ende der Probezeit ein schlechtes Gefühl zu haben, ist nicht angenehm.

Den neuen Kollegen werde ich sicher nichts erzählen. Die kennen sowas nicht und verstehen nicht, dass sowas vorkommt, wenn eine Firma sehr sparen muss. Soweit dichthalten scheint mir kein Problem zu sein.

Kommentar von Jeti789 ,

Hallo Kikko,

vielen Dank für Ihre hilfreiche Antwort. Die Sache ist jetzt so, dass ich die Stelle erst in einigen Wochen antrete. Ich könnte also jetzt im Voraus den Umstand mit dem Aufhebungsvertrag noch vor Stellenantritt mitteilen oder ich könnte es nach Stellenantritt mitteilen, wenn eine Nachfrage kommt. Wäre sehr froh zu einem Ratschlag hierzu. Sorry, ich bin hier ein bisschen durch den Wind, weil ich "schummeln" gar nicht mag, daher nicht gewohnt bin und mich das deswegen ziemlich beschäftigt.

Vielen Dank, Jeti

Antwort
von Phips80, 32

Hab ich auch schon so gemacht! War niemals ein Problem!

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