Frage von gilla121, 81

Hallo, ich habe eine Frage zum Schimmel. Ich wohne seit nun7 Monaten in meine neue Wohnung. Vor 1,5 Monaten trat zum ersten Mal Schimmel auf. Haben daraufhi?

Hallo,

ich habe eine Frage zum Schimmel.

Ich wohne seit nun7 Monaten in meine neue Wohnung. Vor 1,5 Monaten trat zum ersten Mal Schimmel auf. Haben daraufhin die rückwände der Kommoden zunächst mit Essigessenz und 3 Wochen später mit hochprozentigen Alkohol gereinigt und inprägniert. Der Schimmel kam nämlich nach drei Wochen wieder. Essigessenz hatte nichts gebracht. Schimmelimprägnierer haben wir beidemal benutzt.

Die Wohnung war schon von Anfang an feucht. Die Wäsche im Schrank war immer klamm.

Bei Nachfrage bei den anderen Mietern wurde mir gesagt, dass die Vormieter auch schon Probleme mit Feuchtigkeit und Schimmel hatten und deswegen auch nur kurze Zeit in dieser Wohnung blieben. Allerdings konnte diese alle Wäschestücke und auch Schuhe entsorgen.

Ich habe daher sofort meine Schränke geleert und schlafe nun seit Anfang Dezember nicht mehr im Schlafzimmer da ich auf Schimmel allergisch reagiere. So hatte ich monatelang Schnupfen, starken Husten, brennende Augen und morgens war ich hundemüde. Kopfschmerzen hatte ich auch oft. Der Arzt konnte sich das nicht erklären. Machte einen Lungentest, den ich ohne Husten nicht hinbekam. Nachdem ich aus dem Schlafzimmer ausgezogen bin, weil wir Schimmel entdeckt hatten, besserte sich mein Zustand rapide. Ich meldete dem Vermieter nach erneutem Befall, also drei Wochen nach Entdeckung, denn nun hatte sich auch noch Schimmel an den Wänden und an der Decke gebildet. Die Wände fühlen sich nass an. Ein Gutachter hat das Mauerwerk mit einem etwa 1 cm langen Stift an zwei verschiedenen Stéllen getestet und sagt es wäre alles trocken im Mauerwerk. Den dicken Schimmel hinter der Heizung hat er nicht entdeckt, obwohl ich daraufhinwies, dass es an dieser Stelle ganz besonders modrig stinkt. Aber er konnte nichts riechen und meinte einer hätte eine feinere Nase und der andere nicht.

Seit einer Woche fangen meine gesundheitlichen Beschwerden wieder an, so als ob die Schimmelsporen nun auch das Wohnzimmer erreicht hätten. Kein Wunder, denn der Gutachter sollte ein Langzeitfeuchtigkeitsmessgerät im Schlafzimmer aufstellen. Es sollten 14 Tage gemessen werden, es wurde jedoch nach 8 Tagen abgebrochen und der Maler rief an. Er wollte mit mir ein Termin abmachen. Er soll großflächig den Schimmel entfernen, indem er die Putzschicht abschlägt. Die kommt teilweise schon allein herunter. Dahinter ist Schimmel. Denke vor meinem Einzug wurde ganz schön gefuscht. Der Gutachter gab bei der Begutachtung auch noch so komische Äußerungen wie, man kann aus einem Altbau kein Neubau machen. Auch der Energiepass ist im grünen Bereich obwohl nur mit einer Farbe??? isoliert oder versiegelt wurde.

Meine Frage ist das nicht arglistige Täuschung. Das sollte meine letzte Wohnung sein. Ich bin im Vorruhestand und habe nur sehr wenig Geld. Erspartes ist für den Umzug drauf gegangen.

Vermieter äußert sich einfach nicht. Läßt immer nur diesen Malerbetrieb (Gesellen) anrufen. Er weigert sich mit mir zu reden. Ich kann in dieser Wohnung

Antwort
von Onki73, 16

Schimmelbildung ist immer ein Zeichen von erhöhtem Feuchteangebot auf einer Oberfläche. Es muss ermittelt werden, woher diese Feuchte kommt.

Sehr oft ist die Ursache von Schimmelbildung in Wohnräumen - wenn sie vermehrt in der Heizperiode auftritt - die Feuchteanreicherung vor kalten Oberflächen durch Raumluftauskühlung.

Luft trägt Wasser in Form von Wasserdampft mit sich. Warme Luft kann deutlich mehr Wasser aufnehmen, als kalte Luft. Wird Luft erwärmt, so steigt in ihr das Wasserdampfaufnahmevermögen. Die relative Luftfeuchte sinkt, die Luft bekommt gute Trocknungseigenschaften. Kühlt sich Luft aus, so steigt in ihr die rel. Luftfeuchte an. Ab 100% rel. Luftfeuchte lagert sich überschüssiges Wasser in Form von Kondensat an Oberflächen ab.

Für die Schimmelbildung ist die Kondensatbildung nicht nötig. Es reichen dauerhafte rel. Luftfeuchten von 70% an einer Oberfläche, um erste Schimmelsporenarten auf der Oberfläche zum Keimen zu bringen. Bei dauerhaften 80% rel. Luftfeuchte sind dann fast alle Schimmelsporenarten zum Auskeimen bereit.

Feuchte Wände trocknen nur über die an ihrer Oberfläche anliegende Luft. Diese Luft muss trockener, als die Oberflächenfeuchte der Wand sein, da nur über dieses Feuchtegefälle eine Trocknung erzielt wird. Je größer dieses Feuchtegefälle ist, um so schneller erfolgt die Wandtrocknung. Da sich die Trocknungseigenschaften der Luft mit steigender Temperatur stark verbessern, weil die Luft trockener wird, muss die Wandoberfläche also möglichst warm sein.

Das ist oftmals in Erdgeschoß-Altbauwohnungen nicht der Fall. Werden diese mit dem Heizkörper unter dem Fenster beheizt, so steigt die produzierte Warmluft zur Decke auf, weil warme Luft leichter wird. Dort bleibt sie so lange, bis sie ihre Wärme abgegeben hat und wieder schwerer wird. Das geschieht an der Aussenwand. Vor dieser sinkt die schwerer gewordene kühlere Luft wieder nach unten, wobei sie sich weiter unter Wärmeübertragung an die Aussenwand auskühlt.

In sich auskühlender Luft steigt aber nun die rel. Luftfeuchte an. Da diese Luft sich auch schon mit Wohnraumfeuchte anreichern konnte, kommt es nun zu stark erhöhten Feuchten im direkten Wandoberflächenkontakt. Unten, kurz über dem Fußboden ist die in der Luft verbleibende Wärmemenge sehr gering. Dadurch kann die innere Wandoberfläche kaum noch erwärmt werden. Die Wand kühlt aus und vor der kalten Wandoberfläche bilden sich durch die Luftauskühlung erhöhte Feuchtewerte, die unter Umständen die Schimmelbildung gewährleisten. Stehen Schränke vor der Aussenwand, geschieht die Luftfeuchteerhöhung durch Luftauskühlung auch im Schrank.

Nun ist die schwerer gewordene, kalte Luft auf den Boden gesunken. Dort wird sie nun erst wieder durch Erwärmung angehoben. Das geschieht nun ab der Unterkante des Heizkörpers. Sitzt der Heizkörper zu hoch, bleibt es kalt auf dem Fußboden. Wird oft gelüftet, was generell gut und richtig ist, so fällt kalte Luft zu Boden und bleibt dort ebenfalls mangels Wärme liegen. Erst ab der Unterkante des Heizkörpers wird die Luft wieder erwärmt und angehoben. Daher sind Erdgeschoßwohnungen, wo von unten her keine Wärme kommt, deutlich anfälliger für Schimmel, als Wohnungen ih höher gelegenen Geschossen.

Hilfreich wäre die Beheizung mit einem erhöhten Anteil an Wärmestrahlung. Der Anteil an Wärmestrahlung, die ein Heizkörper bietet, ist bauartbedingt. Der Heizkörper Typ 10 bietet den höchsten Anteil von ca, 55%. Wärmestrahlung erwärmt alle Oberflächen und lässt die Luft kalt. An der warmen Oberfläche erwärmt sich die Luft dann nachfolgend, wobei sie eine größere Wasserdampfaufnahmefähigkeit bekommt und die Oberfläche damit trocknet, bzw. trocken hält. Da die Wärmestrahlung sich mit Lichtgeschwindigkeit im Raum ausbreitet und durch Reflektion (Strahlungsaustausch) auch bis in die kleinste Ecke vordringt und diese erwärmt, werden bei einem hohen Anteil von Wärmestrahlung im Raum kalte Wandoberflächen vermieden. Es kann sich keine Luft mehr auskühlen und erhöhte Feuchten bilden. Dem Schimmel wird damit die Lebensgrundlage entzogen.

Aufgefeuchtete Wände können lieterweise Wasser einspeichern. Der Vollziegelstein hat ein Porenvolumen von weit über 20%. Dass heißt, dass in einem Kubikmeter Ziegelmauerwerk über 200l Luft sind, die teilweise durch Wasser ersetzt und verdrängt wird, was durch die Auffeuchtungsprozesse an der Wandoberfläche in das Mauerwerk gelangt.

Ein Kubikmeter gesättigte Luft kann bei 20°C knapp 18g (0,018 l) Wasser tragen. Durch Lüftung wird pro Kubikmeter noch weniger Wasser aus der Wohnung befördert, weil die frisch eingelüftete Luft naturgemäß auch einen gewissen Wasseranteil besitzt. Daraus wird ersichtlich, dass das Trocknen der Wohnung kein Vorgang von wenigen Lüftungsprozessen ist. Die durch eine Stoßlüftung trocken gewordene Raumluft wird durch das noch hohe Feuchteniveau der Wände (und auch der Möbel, Stoffe, etc.) sofort wieder befeuchtet, so dass die Raumluft nach einer Stunde schon wieder ähnlich hohe Luftfeuchtewerte besitzt, wie vor der Lüftung. Eine nun folgende weitere Stoßlüftung wäre sinnvoll und die Wohnung schnell trocken zu bekommen.

Eine Dauerlüftung durch das angekippte Fenster ist allerdings wenig hilfreich, weil die Heizungswärme, die ja die Wandoberfläche zum schnellem Abtrocknen der Wand erwärmen soll, nicht mehr an der Wandoberfläche ankommt. Dadurch erfolgt kein ausreichender Feuchteübergang von der Wand in die Raumluft.

Ist Schimmel entstanden, so ist dieser mit einem alkoholgetränkten Papiertuch abzunehmen und zu entsorgen. Essig gibt ein saures Milieu auf der Oberfläche, was für den weiteren Schimmelwuchs eher förderlich ist.

Eine schnellere Wandtrocknung kann erreicht werden, wenn vor einer betroffenen Wandstelle im Abstand von 50-70 cm eine Rotlichtlampe aufgestellt und einige Tage durchgängig  betrieben wird, um die Oberfäche zu trocknen.

Ansonsten muss die Heizanlage auf mehr Wärmestrahlung getrimmt werden, was für eine gleichmäßigere Wärmeverteilung im Raum sorgt und damit die Luftauskühlung mit der Feuchteanreicherung vor kalter Oberfläche mindert.

Heizrohre, ggf. Heizrohrschleifen, die unten entlang aller Aussenwände geführt werden, sind eine erste Maßnahme, die für eine bessere Wärmeverteilung im raum (vor der Aussenand) sorgt. Eine Aufrüstung zur Heizleiste (mal googeln) würde eine sehr gute Wärmeverteilung im Raum bringen und zudem auch nioch zur Heizenergieeinsparung beitragen. Dadurch werden kalte Wandoberflächen verhindert, die Raumluft kann sich nicht mehr auskühlen, höhere Raumluftfeuchten (bis 60/65%) sind problemlos und die tägliche Lüftung der Wohnung kann reduziert werden, was ebenfalls Heizenergie einspart. Da die Heizleiste erheblich zur Trocknung der Wände beiträgt, sind Luftfeuchtewerte von 60% auch nicht mehr zu erwarten. Die Luftfeuchtewerte dürften sich bei 40% einpegeln.

Schimmel in der Wohnung, der ursächlich aus der Raumluftfeuchte entsteht, ist also vorrangig ein bauliches Problem (wie fast alle anderen Schimmelursachen auch) der unzureichenden Heizwärmeverteilung (in der Regel vor der gesamten inneren Aussenwandoberfläche) im Raum.

Dieses bauliche Problem kann (muss) durch den Mieter gemindert werden, durch eine gute Lüftung, die für trockenere Luft im Raum sorgt, wodurch vor den kühleren Wandstellen die Luftfeuchte dann nicht mehr in den schimmelgefährdeten Feuchtebereich ansteigen kann. Dieser Anstieg der Raumluftfeuchte vor der Wandoberfläche muss baulich (durch eine gute Wärmeverteilung) verhindert werden. Wer behauptet, es sei ausschließlich ein Lüftungsproblem, hat die Zusammenhänge, die zur Schimmelbildung führen, nicht verstanden oder verbreitet wissentlich die Unwahrheit.

Natürlich muss eine Wohnung gelüftet werden, aber zur dauerhaften Schimmelvermeidung muss in erster Linie die Luftauskühlung vor kalter Oberfläche verhindert werden. Geheizt werden muss der Raum sowieso, es kommt nur darauf an, diese Heizwärme gut und gleichmäßig in den Raum einzubringen und zu verteilen. Nur so werden letztendlich die Heizkosten gemindert, weil die Wände für einen guten Dämmwert trocken gehalten werden und die Lüftungswärmeverluste gemindert werden.

Für eine erhöhte Grundlüftung zur Schimmelvermeidung (bei luftdichten Fenstern) bietet der Handel inzwischen Fensterlüfter an, die nach DIN 1946-6 zulässig sind. Nach meinen Erfahlungen ist es aber auch ebenso hilfreich, wenn etwas Dichtgummi (10-12cm) aus dem Fenster (oben) entfernt wird und man anschließend mit der Kerzenflamme auf Zuglufterscheinungen kontrolliert. Damit wird ein gleichmäßiger Luftwechsel mit der permanenten Abfuhr von Luftschadstoffen und Schimmelsoren sicher gestellt, ohne dass der Raum auskühlt, wie es bei der Kipplüftung der Fall ist.

Generell gilt es, die Räume gleichmäßig durchzuheizen, denn nur so wird die Oberfläche der Wände optimal erwärmt. Andernfalls eilt die Oberflächentemperatur der thermisch sehr trägen Wände der schnell ansteigenden Raumlufttemperatur beim Anheizen der Räume (nur bei stark warmluftlastiger Behizung) noch eine lange Zeit stark hinterher, was wiederum zur verstärkten Raumluftauskühlung vor kühlerer Wandoberfläche und damit zur Befeuchtung derselben führt.

Auch sind Türen zwischen unterschiedlich stark beheizten Räumen stehts geschlossen zu halten, da ansonsten die feuchtwarme Raumluft aus dem wärmeren Zimmer ins kältere Zimmer einströmt und hier an der kalten Wandoberfläche die Fechte hinterlässt.

Ein Gutachter, der bei Schimmel auf der Wand geststellt, dass die Wand trocken ist, ist kein Gutachter. Schimmel benötigt immer Feuchte. Da die Auffeuchtungsprozesse und die Trocknungsprozesse in der Regel Monate lang dauern, ist es gut möglich, dass die Wände schon vor Deinem Einzug ordentlich augfefeuchtet waren. Ich würde daher lieber eine unrenovierte Wohnung nehmen und gegen den Erlaß von zwei Kaltmieten selbst malern, da sieht man, ob die Wohnung Schimmel hatte.

Man kann aus einem Altbau keinen Neubau machen, aber mit der Heizleiste ist nahezu jeder Altbau auf einfache Weise dauerhaft trocken und durch die Eliminierung kalter Wandoberflächen sehr wohnlich zu bekommen. Das ist aber die Sache des Vermieters - es spart auf jeden Fall hohe Sanierungskosten (wiederholte Schimmelentfernung, Trocknung, Dämmung) und Gutachter und Anwaltskosten (Streitigkeiten vor Gericht).

Antwort
von Karsten1966, 40

So, wie Du schreibst, wurde der Gutachter (nach den Äußerungen des Gutachters, die Du schilderst) vom Vermieter bestellt. Vielleicht wäre es hilfreich, wenn Du aus eigener Tasche einen unabhängigen Gutachter bestellst. Die Feuchtigkeit muß eine Ursache haben (undichtes Dach oder Mauerwerk). Mit Schimmel (Du merkst es ja selbst) ist gesundheitlich nicht zu spaßen. Einige Gutachter haben Mietern nahegelegt, so schnell wie möglich auszuziehen, da der Schimmel sehr gesundheitsschädlich sein kann. Wenn es dann neue Erkenntnisse gibt, kannst Du Deinen Vermieter damit konfrontieren. Aber dies wird dann sicherlich ein langer Kampf, bis endlich was passiert. Das Beste wird sein, aus der Wohnung (die eigene Gesundheit geht vor) auszuziehen, auch wenn Du Dir das so nicht vorgestellt hast. Mit dem neuen Gutachten solltest Du auf jeden Fall zum Rechtsanwalt (Fachanwalt für Mietrecht) gehen, der kann Dich beraten, wie Du vorgehen solltest (Entschädigung, Ersatzwohnung, "Schmerzensgeld" etc.)...

Kommentar von gilla121 ,

War gestern schon beim Mieterbund.  An einem anderen Gutachter, den ich selbst bestimme habe ich auch schon gedacht und habe bereits eine Email dorthin abgeschickt, in der ich den Fall geschildert habe.  Ich denke auch, die Feuchtigkeit kommt von außen. Dafür ist viel zu schnell wieder die Luftfeuchtigkeit auf 70 % und mehr. Es schläft keiner mehr in diesem Raum, die Wäsche ist rauß, es wird gelüftet, es wird geheizt. Mindestens 3 Vormieter hatten das gleiche Problem. Alle zogen nach kurzer Zeit wieder aus. Das sind unsere deutschen Gesetze . Der Mieter ist einfach nicht geschützt. Die Wohnungsgesellschaften dürfen sich alles herausnehmen.

Bin allergisch auf diese Schimmelsporen. Wenn ich abhuste spucke ich schon Blut. Habe den Vermieter schon um eine andere Wohnung, die nun freigeworden ist, gebeten. Die wäre in der zweiten und nicht mehr im EG. Das ganze kommt mir wie ein Alptraum vor.

Antwort
von napoloni, 35

Der Schimmel kommt von Feuchtigkeit. Ohne Feuchtigkeit kann er nicht wachsen.

Die Feuchtigkeit sitzt nicht im Mauerwerk. Das wurde gemessen. Also kommt sie nicht von außen. Sie tritt ja auch großflächig auf und nicht an einer Stelle.

Daher ist wahrscheinlich, dass die Feuchtigkeit von innen kommt, nämlich durch die Luftfeuchtigkeit.

Und damit sind wie beim Thema Heizen und Lüften; ein Thema, bei dem viele Schimmelgeplagte sofort Augen und Ohren zumachen, weil sie rigoros ablehnen, eventuell irgendetwas falsch gemacht zu haben. Dabei sind hier die Lösungen oft einfach.

Falls du jetzt noch nicht abgeschaltet hast: Wie heizt und lüftest du? Und in welcher Etage befindest du dich. Die betroffenen Wände sind alles Außenwände, nehme ich an?

Wichtig wäre ein sehr ordentliches Lüften (mehrfach täglich für etwa 5 Minuten Stoßlüftung, sonst Fenster zu)  bei stetig wohnlicher Raumtemperatur.

Großflächige Möbel sollten von den Außenwänden weg (Wärmebrücke!). Am besten vor Innenwände umsetzen, sonst mindestens ordentlich von der Wand abrücken!

Das mehrfache tägliche Stoßlüften entfeuchtet nicht nur deine Wohnung, es sorgt auch für sehr viel gesundere, weniger sporenbelastete Luft.

Kommentar von gilla121 ,

Der Schimmel kommt von Feuchtigkeit. Ohne Feuchtigkeit kann er nicht wachsen. Das weiss ich selber. Aber woher kommt die Feuchtigkeit. Der Vermieter schmiert nur was über den Schimmel und die Wohnung wird dann wieder an den nächsten Mieter vermietet. Das kann es ja wohl nicht sein. Isolierung von außen wäre nicht verkeht,

Kommentar von napoloni ,

Die Feuchtigkeit entsteht allein schon durch das Atmen, zusätzlich durch Schwitzen, durch von außen hineingebrachte feuchte Kleidung und Schuhe, durch Kochen, Backen, Dampfbügeln, Zimmerpflanzen, Duschen, Baden, Abwaschen, Putzen, Wäschetrocknen.

Solange in einem Raum mehr Feuchtigkeit entsteht, als herausgelüftet wird, muss sich das Wasser ansammeln.

Eine Isolierung von außen wäre natürlich trotzdem nicht verkehrt. Aber auch da sollten Möbel nicht an die Außenwand, weil sie der Isolierung entgegenwirken :)

Kommentar von Onki73 ,

"Eine Wärmebrücke ist ein Bereich in Bauteilen eines Gebäudes, durch den die Wärme schneller nach außen transportiert wird als durch die angrenzenden Bauteile." Quelle: Wikipedia

Große Möbel (gerne auch großflächige Möbel) bilden damit keine Wärmebrücke, da sie nicht in Bauteilen des Gebäudes sind.

Große Möbel behindern die Wanderwärmung, da sie wie eine Innendämmung wirken. Von daher muss zur Erwärmung der Wandoberfläche hinter dem Möbelstück die Wärme auf eine andere geeignete Art und Weise gebracht werden.

Kommentar von napoloni ,

Deshalb schlage ich vor, das Möbelstück umzustellen oder abzurücken - Problem ohne Aufwand gelöst.

Antwort
von pharao1961, 32

Langer Text, allerdings das Wichtigste, wie du genau heizt und lüftest, schreibst du leider nicht. Ohne diese Info kann man schlecht was sagen. Bitte mit Raumtemperatur und nicht "Heizung auf 3".

Kommentar von gilla121 ,

Ich lüfte 3 bis 4 mal am Tag. Ich mach alle Fenster in der Wohnung zur gleichen Zeit weit auf. Die Raumtemperatur liegt zur Zeit bei 19 bis 20 Grad.

Das Problem ist es kommt kaum Luftzug in das Schlafzimmer, da kein Fenster gegenüber, es ziemlich abseits der anderen Fenster.

Die Vormieter hatten das gleich Problem und sind nach 6 Monaten ausgezogen. Sie hatten allerdings im Schlafzimmer und im Wohnzimmer Schimmel. Die Wäsche in den Schränken im Schlafzimmer konnten sie komplett entsorgen.

Ich habe bereits nach einem Monat gemerkt, dass auch meine Wäsche in den Schränken klamm waren. Kaufte mir daher ein elektrischen Entfeuchter, den ich dann vor den geöffneten Schränken hingestellt habe. Man  bekommt nur sehr schlecht die Feuchtigkeit aus dem Schlafzimmer. Seit fast zwei Monate habe ich keine Wäsche mehr im Schlafzimmer. Auch kann ich wegen den Schimmelsporen dort nicht schlafen.

Das allerstärkste ist, das der Gutachter nun behauptet, dass ich in den 14 Tagen der Langzeitmessung (die dann jedoch vom Vermieter schon nach 8 Tagen abgebrochen wurde, warum keine Ahnung dazu wollte man mir nichts sagen) ich hätte nicht gelüftet. Wie gesagt, Paralel zur der Messung des Gerätes was der Gutachter aufgestellt hat, habe ich selbst alle Lüftungen festgehalten und habe die Daten vom Wohnzimmer und Schlafzimmer mit Innentemperatur,  Luftfeuchtigkeit und Außentemperatur aufgeschrieben. Wenn der wind auf dem Schlafzimmer stand, konnte man ein besseres Ergebnis beobachten. Man bekommt die Feuchtigkeit auch durch Stosslüften nicht aus dem Schlafzimmer. Wenn doch steigt die Luftfeuchtigkeit ziemlich schnell wieder nach dem Schließen des Fensters wieder an.  Der Gutachter hat das Messgerät oben auf dem Kleiderschrank hinter einer Zierleiste gelegt.. Da ist unter Garantie kein Luftzug hingekommen. Doch muss man doch die Temperaturschwankungen gesehen haben, denn es war doch letzte Woche ziemlich kalt und der Raum kühlte sich selbst in nur 10 Minuten schnell ab. Selbstverständlich habe ich anschließend nach dem Stosslüften sofort wieder die Heizung hochgedreht, doch es ist auch unmöglich den Raum bei Minustemperaturen draußen auf mehr als 19 Grad aufzuheizen. Also ich weiß nicht was ich falsch mache.

Kommentar von pharao1961 ,

Nun, diese Datenlogger sind eigentlich recht zuverlässig. Meinen kann ich so einstellen dass er jede Minute die Luftfeuchtigkeit und Temperatur mißt über 14 Tage lang. Ich sehe also nachher auf dem Diagramm zuverlässig, ob jemand gelüftet hat oder nicht.

Wenn das Schlafzimmer so schlecht lüftbar ist, dann frage den Vermieter doch mal, ob er bereit wäre eine dezentrale Lüftungsanlage ins Schlafzimmer einzubauen. Hört sich jetzt teuer an, hält sich kostenmäßig aber im Rahmen. Das ist sozusagen ein Ventilator der ständig im Wechsel Luft ansaugt und rausbläst. Innen hat er einen Keramikkern der die Wärme speichert (also Wärmerückgewinnung). Die Dinger haben ca. 3 Watt, fallen also energiemäßig und auch lautstärkemäßig garnicht ins Gewicht. Diese bewirken einen ständigen Luftaustausch. 24 Stunden am Tag.

http://www.ebay.de/itm/Dezentrale-Wohnraumluftung-mit-Warmeruckgewinnung-Fernbed...

Kommentar von gilla121 ,

Das hatte derBauleiter auch schon angedeutet. Er wüsste aber nicht ob er es genemigt bekommt.  Bleibt noch die Tatsache, dass man hier ohne Ende heizen muss. Da kann ich mir auch eine teurere Wohnung nehmen. Irgendwas was läuft hier schief. Fühle mich so langsam ein wenig verkohlt. Naja jetzt hilft das Amt. Die stellen für solche Fälle einen kostenlosen Gutachter. Außerdem wollen die mir helfen, so schnell wie möglich eine andere Wohnung zu bekommen. Da ich bei nur einer Schimmelspore reagiere, kann und will ich nie wieder in diesen Schlafzimmer schlafen.

Kommentar von pharao1961 ,

Wenn man ohne Ende heizen muss, dann stimmt der Energiepass nicht!

Kommentar von Onki73 ,

Ach, der Energiepass... der kann schon stimmen. Er wurde ja schließlich berechnet mit den Werten trockener Baustoffe. Wenn aber die Wände aufgefeuchtet sind und dadurch erheblich (!) an Dämmwert verloren haben, dann sind die Heizkosten natürlich ordentlich hoch und die innere Wandoberfläche ordentlich kalt.

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