Frage von tissi82, 50

Hallo Ich habe eine Frage zum Kinderkrankengeld?

Meine Freundin (Sprechstundenhilfe 60%) hat eine Tochter 9Jahre alt mit Praderwillisyntrom (PWS) mit 80% Behinderung eingetragen im Behindertenausweis Pflegestufe 2. Nun hat die Tochter zusätzlich Skoliose (Rücken verkrümmt) gehört wohl auch zum Krankheitsverlauf bei den meisten PWS Kindern. Nun muß diese Skoliose Operiert werden, das ist ein schwerer Eingriff was bedeutet das mit einem 6 Wochen langem Krankenhausaufenthalt in einer Spezialklinik gerechnet werden muß. Auch danach muß man mit Intensiver Betreuung gerechnet werden bis 6 Monate nach dem Eingriff.

So nun zur Frage soweit ich Recherchiert hab Bezahlt der Arbeitgeber bzw. die Krankenkasse Kinderkrankengeld 90% aber leider nur bis zu 20 tage. Aber wer Bezahlt den Rest der zeit wo sie zuhause bleiben muß? Oder gibt es irgendwelche Ansprüche auf Betreuung Krankenpflege oder dergleichen?

Schon mal im voraus vielen Dank für eure Antworten

Ach und bitte nur diejenigen schreiben die auch mit Gewissheit was wissen ;).

MFG

Antwort
von sassenach4u, 30

Die Mutter kann mit aufgenommen werden. Dann muss sie bei der Krankenkasse ergänzende Leistungen gem. § 43 SGB V beantragen. Damit bekommt sie Nettolohnausfall für die gesamte Zeit- ohne Anrechnung auf die Tage Kinderkrankengeld. Allerdings muss sie beachten das der Arbeitgeber sie nach 1 Monat unbezahltem Urlaub bei der Krankenkasse abmelden muss.

Folge: sie muss entweder in die Familienversicherung beim Ehegatten- wenn vorhanden oder freiwillige Beiträge zahlen (mind. 170,-- Euro/ Monat)- und, da dann ohne Anspruch auf Krankengeld versichert, würde auch die Leistung nach §43 enden = kein Geld mehr.

Das kann sie umgehen, indem sie mit dem Arbeitgeber vereinbart, nach 3 Wochen einen Tag bezahlten Urlaub zu nehmen. Dann beginnt der Monat erneut.

Das funktioniert natürlich nur dann, wenn der Arbeitgeber mitmacht.

Ich drücke ihr die Daumen!

Kommentar von tissi82 ,

Auch dir vielen Dank!

Hört sich schon mal gut an mal sehn was der Arbeitgeber sagt ;)

Kommentar von sassenach4u ,

Der § 43 greift aber nur die Zeit der stationären Behandlung. Für die Zeit danach wäre Kinderkrankengeld- mit Übertragung der Tage des Vaters zu nehmen.

Wer betreut die Tochter denn, wenn deine Freundin arbeitet? Eine Einrichtung? Schule?

Kommentar von sassenach4u ,

Das unten angeführte wird für deine Freundin nicht greifen, da in der Arztpraxis sicher nicht mehr als 15 Mitarbeiter/innen beschäftigt sind.

Die Kleine hat Pflegestufe 2, d.h. deine Freundin bekommt Pflegegeld- evtl. kann sie ihre Arbeitszeit so reduzieren, dass sie nur stundenweise nicht da ist und in dieser Zeit sich jemand anderes um die Kleine kümmert. Dazu kann sie auch stundenweise Verhinderungspflege in Anspruch nehmen ohne den Anspruch auf das Pflegegeld zu verlieren.

Außerdem gibt es auch noch Geld von der Pflegekasse für Betreuungsleistungen.

Sorry, aber da muss sie selbst mal anrufen und sich erklären lassen, welche finanziellen Hilfe sie von dort bekommen kann. Du kannst das nicht, bekommst keine konkreten Infos, da nicht die Mutter. 

Kommentar von tissi82 ,

Sie ist morgens in der Schule und einmal die woche kommt ne Betreuerinn für mittags. In den Ferien ist es immer ne große Herausforderung mal geht sie mit zur Arbeit mal zur Betreuerinn mal bei Oma aber das wird der Oma dann sehr schnell wieder zuviel. und ja hast recht sind weniger wie 15 Mitarbeiter .

Kommentar von tissi82 ,

und stundenweisen geht leider auch nicht aber ich rede mal mit der freundin

Kommentar von sassenach4u ,

Schule fällt flach und mitgehen auch, das wird kritisch. Wie viele Stunden arbeitet sie denn? Und kann der Vater nicht kommen und auch mal nach ihr schauen. Ist es weit zur Arbeitsstelle der Mutter? Und hat das Kind nicht 2 Omas? Da gilt es alle Kräfte zu mobilisieren für die Zeit nach dem Krankenhaus.

Alles Gute den beiden!

Kommentar von tissi82 ,

naja sie muß halt 24h beaufsichtigt werden wegen dem pws vor allem wenn essen in der nähe ist. mit dem vater ist auch nicht so einfach und mit den omas genauso. die sind leider schnell überfordert. man sollte vieleicht dazu sagen das die kleine doch sehr anstrengend ist auch durch dieses pws bedingt. vieleicht ist es am einfachsten sich kündigen zu lassen und arbeitslosengeld zu kasieren?

Kommentar von tissi82 ,

sie arbeitet von 7-12.30uhr und einmal die woche mittags von 11- 17uhr

Antwort
von eulig, 26

da die Tochter bereits eine Pflegestufe hat, solltet ihr euch mal mit dem Pflegezeitgesetz auseinandersetzen.

http://www.bmas.de/DE/Themen/Arbeitsrecht/Vereinbarkeit-Familie-Pflege-Beruf/ver...

Kommentar von tissi82 ,

Vielen Dank! 

Kommentar von sassenach4u ,

Das greift nur bei Betrieben mit mehr als 15 Beschäftigten. Die Betroffene ist Arzthelferin- in der Regel arbeiten dort weniger als 15 Mitarbeiter/innen.

Antwort
von Violetta1, 24

Am sichersten erfahrt Ihr das bei der KK. Dann könnt Ihr Euch auf die Info auch wirklich verlassen.

Wenn das wirklich so ist wie beschrieben ein Gedanke: Zeiten zwischen Mama und Papa aufteilen?

Einer 20T, der andere auch bzw. den Rest?

Kommentar von tissi82 ,

Aufteilen wäre ein Anfang.

Nur leider nicht möglich da man das Kind ja nicht mit sehr starken Schmerzen zu ihrem Vater bringen kann. Außerdem sind dann ja Leider erst 2 Monate von 6 abgedeckt. 

KK wird angerufen wollte nur meiner Freundin ein bischen Arbeit abnehmen die arme hat genug um die Ohren.

aber danke dir :)

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community