Frage von Samtpfote17, 90

Hallo, ich habe da paar Fragen zum Thema Erben und der gesetzlichen Erbfolge?

Und zwar habe ich folgende Situation: Der Onkel meines Mannes ist gestern verstorben. Der Onkel war NICHT verheiratet, hat KEINE Kinder, hatte nur 1 Schwestern und 1 Bruder, davon lebt nur noch die Schwester und vom Bruder ist nun mein Mann (Neffe) und seine Schwester (NIchte) noch da. Es gibt sehr wahrscheinlich auch kein Testatment, so dass die gesetzliche Erbfolge eintritt, welche bedeutet das die Schwester (vom Onkel) 50%, mein Mann 25% und seine Schwester 25% erben. Da vermutet wird das das Erbe eher Kosten verursachen wird ist die Überlegung da das Erbe auszuschlagen. Nun aber zu meinen Fragen: 1. Wenn mein Mann das Erbe ausschlägt wie verteilt sich das Erbe? Geht es dann 50% Schwester (Onkel) und 50% Schwester (meines Mannes)? 2. Wenn mein Mann UND seine Schwester es ausschlagen, geht es dann zu 100% an die Schwester des Onkels? Oder tritt anstelle desjenigen der das Erbe auschlägt die nächste Erfolge an? Wer wäre das dann? Mein Mann hat 3 Kinder und seine Schwester hat 2 Kinder. Die Schwester vom Onkel hat (glaube) ich keine. Würden evtl. dann die Kinder an die Stelle rücken wenn nun einer das Erbe auschlägt? Ich hoffe es kennt sich einer aus und kann das anschaulich und einfach erklären. Vielen Dank. LG Samtpfote

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von wfwbinder, 58

Die Gesetzliche Erbfolge schätzt Du richtig ein, allerdings nur, wenn die Eltern des Verstorbenen nicht mehr leben.

Nun zur Frage der Ausschlagungen.

Eine Ausschlagung wirkt so, als wäre der, der Ausschlägt nicht vorhanden, nicht mehr am leben.

An die Stelle Deines Ehemannes treten also Eure Kinder, für die müsste er mit ausschlagen.

Antwort
von Samtpfote17, 36

Danke für die Antworten. Hätte dazu noch eine Frage. Die Schwester von meinem Mann wäre nun die einzige die einen wirklichen Nutzen von dem Erbe (sofern es nicht ins Negative geht) hätte. Das Erbe besteht hauptsächlich aus einem sehr alten Haus, welches allerdings eine Bruchbude ist und dem dazugehörigen Grundstück.

Wenn sie nun dies haben möchte, müssten erstmal alle das Erbe annehmen um sich dann einigen zu können. Das sie es haben kann, steht dabei nicht in Frage, wäre schon geklärt. ABER: Der Wert des Hauses inkl. Grundstück schätzen wir auf ca. max. 8000€ ein. Das Haus was da drauf steht, müsste aber abgerissen werden, da es wie schon gesagt seeeehr alt ist, und im Inneren anscheinend auch schon Wände abgestütz werden müssen.

Meine Frage dazu: Darf die Schwester von dem geschätzen Gesamtwert die entstehenden Abrisskosten abziehen??? Bsp. Gesamtwert 8000€, Abrisskosten 5000€. Wäre der Wert und der Betrag, welches sie den Miterben auszahlen müsste dann 3000€? Ganz blöd würde es werden wenn die Abrisskosten den Gesamtwert übersteigen würden... Aber ist das so zulässig? Oder gibt es nur eine geringere Wertminderung auf den Gesamtwert, bzw. wie würde sich der Gesamtwert zusammenstellen?

Danke auch hier für Antworten :-).

LG Samtpfote


Antwort
von Samtpfote17, 36

Ohhh..ok....also hab ich mir das tatsächlich richtig gedacht. Und nein die Eltern vom Onkel (über70J) leben natürlich nicht mehr. Aber wenn mein Mann es ausschlagen würde, würde es wirklich nicht unter seiner Schwester und der Schwester des Erblassers aufgeteilt, oder würde es nicht komplett auf die Schwester des Erblassers übergehen? Oh shit :( ....Danke für die schnelle Antwort


Antwort
von sassenach4u, 38

Ja,wenn die nicht auch ausschlagen. Aber wie wfwbinder schon schrieb: schlägt dein Mann das Erbe aus, müssen es euere Kinder auch. Entweder, wenn schon volljährig selbst oder er in Vertretung, wenn noch minderjährig. Am besten zum Gericht gehen, dort kostet es ca. 30.-- Euro. Und wenn die Kinder schon volljährig, dann alle zusammen, dann faellt die Gebühr nur einmal an. Haben wir auch so gemacht.

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