Frage von OWL38, 158

Hallo, ich habe am 18.11. per Einwurf Einschreiben meinen Arbeitsvertrag gekündigt. Ist doch ok oder?

Chefin ist erst am 25.11. wieder im Betrieb und wird dann meine Kündigung lesen......das Ding ist das man dann keine MA mehr hat......und meine Chefin rechnet nicht damit das ich kündigen würde. Nun weiss ich nicht wie sie sich verhält und ich frag mich wie ich mich verhalten soll wenn man meint mich irgendwie "blöde" anzureden etc. pp meine chefin kann da schon ziemlich Arrogant auftreten....AM 25. habe ich selber Frei und es kann sein das man mich telefonsich erreichen will......musse ich da ran gehen. Ich will mich nicht rechtfertigen denn ich habe meine Gründe

Antwort
von watchdog, 55

Du scheinst deinerseits ein sehr angespanntes Verhältnis mit deiner Chefin zu haben... Natürlich musst du dich nicht rechtfertigen. Deine Chefin wird es letztlich schlucken müssen.

Und wenn du befürchtest, dass deine Chefin dich kontaktieren wird, weil sie dann plötzlich alleine da steht, kannst du das auch als Chance für dich auffassen.

Ja, vermutlich wird sie sauer sein, weil sie nun plötzlich alleine dasteht. Ist im Prinzip auch verständlich. Und es könnte sein, dass sie dann versuchen wird, dich zum Bleiben zu bewegen. Aber daran kannst du doch den Wert deiner Arbeitskraft erkennen, bemessen und mit ihr in Verhandlung treten!!!

Es gibt da offenbar einiges an Klärungsbedarf, was deinen Arbeitsplatz und die zwischenmenschliche Chemie angeht.

Wenn du doch nun eh damit rechnest, dass sie darüber nicht erfreut sein wird und dich kontaktieren wird, solltest du dir überlegen, was sich ändern müsste, wenn du bei ihr bleiben solltest. Setz dich hin, überleg dir genau, was dich stört und was du "ohne Diskussion" geändert haben möchtest (dabei bitte das Augenmaß bewahren!!!).

Du siehst doch an der jetzigen Situation den Wert deiner Arbeitskraft. Über den solltest du dir Gedanken machen!

Setz dich in aller Ruhe hin und schreib auf, was dich stört und warum es dich stört. Schreib auch auf, was dich im zwischenmenschlichen Dialog mit ihr stört und was da geändert werden müsste. Vielleicht stellst du dann schon beim Nachdenken und Niederschreiben fest, dass du manchmal falsch reagiert hast und anders hättest reagieren müssen, damit die Situation sich bessert.

Eine trotzige und oppositionelle Ablehnung der unbefriedigenden Verhältnisse führt zur Erstarrung und zur Blockierung der Auswege. Sie verhindert die erwünschte Verbesserung der Situation und eine nützliche Entwicklung. Darum sollte aus eigener Initiative und durch tolerantes Entgegenkommen die notwendige Verständigung erstrebt werden.

Kommentar von OWL38 ,

Das Problem liegt eindeutig bei meinem AG nicht an mir inzwischen waren 7 Mitarbeiter in 3 Jahren da die alle gegangen sind wegen dem AG die letzte hat gerade jetzt auch mit mir zusammen gekündigt. Die Kunden beschweren sich über die unfreundlichkeit meines AG bzw. Chefin und ehrlich gesagt stäändig neue Kollegen die dann auch wieder nur kurz bleiben, das muss ich nicht mehr haben etc. Es wird alles selbstverständlich angesehn es werden einfach ÜStd angeordnet wegeneiner Kundin die nicht anders konnte etc. es wird vorrausgesetzt, klar, man bekommt die auch wieder frei aber es geht hier ums Prinzip.....immer habe ich alles mitgemacht aber irgendwann ist halt auch einfach mal gut !

Sollte Sie mich anpampen von wegen man hätte sich abgesprochen etc. dann werd ich einfach sagen das das Unsinn ist was ja auch der Fall ist....und ansonsten ist es halt so wie es ist. Als AG muss man immer damit rechnen das Leute gehen und vor allem auch gute Leute !

Antwort
von dadamat, 36

Besser wäre es mit "Einschreiben mit Rückschein" gewesen. Mit Einwurfeinschreiben kannst du nur den Einwurf des Schreibens in den Briefkasten beweisen, aber nicht die rechtsverbindliche Annahme des Briefes mit Namen des unterschreibenden Empfängers. Aber bei seriösen Arbeitgebern wirst du auch so keine Schwierigkeiten zu befürchten haben.

Kommentar von OWL38 ,

Keine Sorge hab nen Zeugen der gesehn hat wie ich das Schreiben verschickt habe

Expertenantwort
von Hexle2, Community-Experte für Arbeitsrecht & Kündigung, 73

Wenn Du geplant frei hast, musst Du den Anruf Deiner Chefin, sollte sie Dich erreichen wollen, nicht annehmen.

Wie lange geht denn die Kündigungsfrist? Deine 15 Überstunden sollte Deine Chefin Dir als Freizeitausgleich geben, aber Du musst das mit ihr vereinbaren.

Kommentar von OWL38 ,

4 Wochen

Kommentar von Hexle2 ,

Dann kannst Du den Freizeitausgleich vor Beendigung des Arbeitsverhältnisses nach Deinem freien Tag mit der Chefin klären, ebenso wenn Du noch Urlaubsanspruch hast.

Auf alle Fälle brauchst Du an Deinem freien Tag weder das Telefon abnehmen, noch im Betrieb "antreten".

Kommentar von OWL38 ,

und was macht man am besten wenn es irgendwelche Vorwürfe etc gibt ? Warum ich nix gesagt habe etc ?

Kommentar von Hexle2 ,

Ich kenne Deine Chefin nicht und kann nicht voraussagen wie sie reagiert und was sie fragt.

Sag ihr, dass Du Dich neuorientieren willst und eine neue Herausforderung suchst. Außerdem kannst Du ihr ruhig sagen, dass Du gerne irgendwo arbeiten möchtest, wo Du mit den Kollegen auch langfristig zusammen arbeiten kannst.

Alles was Du hier als Gründe geschrieben hast, kannst Du doch auch sagen. Egal wie sie danach reagiert, bald bist Du weg und deshalb solltest Du Dir dann auch nicht so viel daraus machen.

Kommentar von OWL38 ,

wie soll ich denn reagieren wenn man mich irgendwie blöde anspricht ? Immerhin ist mein AG dann alleine im Geschäft wenn dann keiner mehr da ist.....das wird die auch wissen.....


Kommentar von Hexle2 ,

Wenn Deine Chefin z.B. dumme Sprüche loslässt, ignoriere das. Ich weiß, das hört sich einfach an, ist es aber nicht.

Du solltest ruhig und sachlich bleiben. Sag ihr doch, dass es um Dein Leben und Deine Zukunft geht und dass diese Entscheidung für Dich richtig ist. Denk daran, Du bist hier bald raus und freu Dich drüber.

Verhindern kannst Du es ohnehin nicht, wenn sie Dir "dumm kommt".

Die Situation ist zwar nicht angenehm, es ist aber ein Ende in Sicht und das sollte Dich aufmuntern.

Antwort
von insalata2, 95

Ja, da du deine Gründe hast, wurde wohl formal alles richtíg gemacht. Wäre es umgekehrt so erfolgt, wärst du sicher begeistert gewesen.

Nein, du musst am 25. nicht ans Telefon gehen, wenn du Urlaub hast.

Kommentar von OWL38 ,

ja hab fristgerecht gekündigt, aber ich denke meine Chefi wird sehr Sauer sein.....wie verhält man sich da am besten frag ich mich soll ich mit ihr diskutieren oder es lassen, sie kann da schon sehr arrogant rüberkommen und unfreundlich.....ausserdem habe ich noch 15 Überstd.......

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