Frage von svenjah,

hallo, ich empfange hartz vier und würde gern auf unterhalt für mein kind verzichten. geht das?

ich habe ein kind und der vater und ich möchten uns gerne aussergerichtlich einigen. kann ich das, wenn ich hartz vier empfange? also auf den unterhalt sozusagen verzichten?

Antwort von burki,

guten abend

also ich will ja nichts falsches schreiben. aber wie willst du das kind versorgen, ohne unterhalt? soviel hartz 4 hast du ja sicher auch nicht. leztlich hat auch das kind den anspruch, nicht du. also kannst du diesen anspruch garnicht wirklich ablehnen. du bist ja im prinzip nur die vertretung deines kindes. hast du z.b ein hohes einkommen, interessiert niemanden der unterhalt für das kind. als bezieher von sozialleistungen gibt es doch keinen grund, diesen unterhalt abzulehnen. wovon soll denn das kind leben? von staatlichen transferleistungen, weil du dem vater gegenüber grosszügig sein möchtest?

aussergerichtlich kannst du maximal über die höhe verhandeln. falls der vater mehr als z.b mindestsätze zahlen könnte.

tschüss burki

Kommentar von guinan ,

Das Amt ziehts dann ja wieder von den Leistungen ab, die es an sie zahlt. Unterhalt ist Einkommen.

Kommentar von burki ,

das ist in diesem fall doch völlig korrekt vom amt. diese transferleistungen bekommst du aus der not. das du damit deinen lebensunterhalt und den deines kindes decken kannst, sofern du eben selber kein geld verdienst. es wird dir also aus dem grund der bedürftigkeit gezahlt. hast du nun einkommen z.b durch arbeit oder eben diesesn unterhalt wird das völlig korrekt angerechnet auf deine leistungen. das ist wohl völlig korrekt. diese leistungen werden anderen ja irgendwo weggenommen, die arbeiten.

du möchetst gerne, das geld weiterhin vom amt und den unterhalt unter der hand vom vater. sehr grenzwertig und das dürfte schon den tatbestand des leistungsbetruges erfüllen. allerdings aus einem sehr verständlichem grund. jede mutter möchte gerne mehr geld haben z.b für ihr kind. andere frauen gehen für wenig geld arbeiten, bekommen den mindestunterhalt vom vater und haben am ende kaum mehr wie du. dazu haben sie weniger zeit, sich um ihr kind zu kümmern. das ist nun nicht deine schuld. aber eindeutig ein zeichen, das unser sozialsystem ungerecht und kaputt ist. leistung durch arbeit wird abgeschöpft und nicht-leistung gefördert.

Antwort von Lissa,
4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Nein, ich glaube nicht, dass du das kannst.

Arbeitslosengeld 2 ist eine nachrangige Leistung und es müssen vorher alle anderen Mittel angenommen werden.

Wenn du einen Anspruch auf eine andere Leistung haben würdest, müsstest du auch diese beantragen.

Kommentar von Claud18 ,

Das ist richtig. Nur wenn der Vater nicht genug verdient, kann er beim Familiengericht eine Herabsetzung des Unterhalts verlangen, und wenn dieses dem Antrag folgt, muss die ARGE zahlen.

Kommentar von Lissa ,

Das ist richtig, nur ging es in der Frage um einen freiwilligen Verzicht.

Antwort von Felixie1,
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Warum willst Du denn auf Unterhalt verzichten.Nimm alles,was Du kriegen kannst.Es geht um Dein Kind!!!!!!!!!!!

Kommentar von guinan ,

Das Amt würde dann den entsprechenden Betrag weniger bezahlen und genau das will sie nicht. Sie möchte, dass das Amt für sie und das Kind zahlt und der Vater das Geld behalten kann. Und genau das geht nicht.

Kommentar von alphonso ,

bei dieser Formulirung geht´s wohl eher darum, den Vater zu ruinieren.

Antwort von NYJets,

Nein, da der Kindesunterhalt dem Kindeswohl angedeiht ist. Der Kindesunterhalt bezieht sich auf Lebensmittel, Schulsachen, Miete Strom und alles andere. Wenn dein Ex nicht genügend verdiehnen sollte sprich unter 900 € dann kann man von ihm eh nichts holen. Somit bekommst du aber den Unterhaltsvorschuß vom Jugendamt. Wenn du den aber nicht beantragen solltest, wird dein Ex auch nicht belangt. Was die Arge angeht, so musst du angeben wieviel unterhalt du für dein Kind bekommst, wenn dein Ex aber keinen zahlen kann, dann kannst du natürlich auch nichts angeben. Ist etwas verzwickt und nicht ganz legal aber ein Weg. Und wenn ihr wirklich im guten euch trennen könnt, dann herzliche glückwunsch.

Antwort von alphonso,
4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

man kann nicht auf Kindsunterhalt verzichten, da dieser dem Kind zusteht. Die Höhe ist jedoch Verhandlungssache.

Kommentar von casala ,

nur bedingt, anspruch ist da. nur die leistungshöhe ist variabel (leistungsfähigkeit)

Antwort von Larah10,

Außergerichtliche Regelungen sind grundsätzlich möglich..dabei darf aber der gesetzliche Mindestunterhalt nicht unterschritten werden. "Verzichten" könntest du auf den Kindesunterhalt nicht, weil es ein gesetzlicher Anspruch des Kindes gegenüber dem barunterhaltspflichtigen Vater ist. Nach § 1626 BGB ist es deine gesetzliche Pflicht, für das Kind zu sorgen - was auch die Sorge um seinen Bedarfe und finanziellen Belange einschließt. Und bei ALG2-/ "Hartz"- Bezug musst du alles tun (und somit auch alle vorrangigen Ansprüche und Leistungen geltend machen), um eure Hilfebedürftigkeit zu verringern oder zu beseitigen.

Antwort von feist86,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Ja denn schliesse ich mich an, nur wenn du ausserhalb der sozialleistung bist kannst du darauf verzichten.

Antwort von leandra37,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

hartz ist deine hilfe zum lebensunterhalt wenn du nicht arbeitest..der kindes unterhalt dient zum wohle deines kindes...und der kindes vater muss den zahlen wie willst du das kind sonst ernähren....aussergerichtlich kann man sich über das sorgerecht einigen..

Antwort von rotherzi,
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

glaub ich nicht, denn mit dem unterhalt wird das amt entlastet, dass bedeutet das die arge weniger für dich zahlen muss, weil unterhalt angerechnet wirdwenn es etwas anzurechnen gibt, sind die schnell bei der sache. und verheimlichen würde ich das mit dem unterhalt auch nicht, weil die eh dahinter kommen.

Antwort von VirtualSelf,
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Nein, Regelungen zu Lasten des Steuerzahlers sind nicht möglich.
Zunächst hat das Kind Anspruch auf Unterhalt und zum Zweiten ist es eine vorrangige Leistung.
Das heißt, entweder wird die ARGE dich aufforderrn, Unterhalt geltend zu machen, oder aber sie wird selbst tätig, meldet einen Anspruchsübergang an und setzt sich direkt mit dem Unterhaltsverpflichteten auseinander.

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