Frage von AK6510, 39

Hallo, ich bin am Ende der Probezeit (6 Monate)und möchte nun kündigen. Bis zum 30.09. kann ich mit einer Kündigungsfrist von 2 Wochen kündigen. Ich habe noch?

10 Tage Urlaub wie formuliere ich das am besten, sodass ich den Urlaub für die 2 Wochen auch bekomme? Könnte mir der AG den Urlaub verweigern?

Antwort
von x3mila, 12

Zum 30.9 kannst du nicht mehr kündigen, diese Frist hast du leider verpasst...
Du kannst aber zum nächstmöglichen Termin kündigen oder du sprichst mit deiner Firma und klärst das persönlich evtl. kommen sie dir ja entgegen.

Urlaubsanspruch hast du nur anteilig für jeden vollen Kalendermonat den du bei deiner Firma gearbeitet hast (dass kannst du dir mit dem Dreisatz ausrechnen).
Auch hast du einen Anspruch darauf deinen Urlaub zu nehmen bzw ihn abgegolten zu bekommen. Wenn du ihn nehmen willst, dass hängt wieder damit zusammen wie die internen Regelungen bei deinem AG sind (also wie kurzfristig du deinen Urlaub beantragen darfst).

Mein Tipp: Sprich mit deinem Vorgesetzten!

Kommentar von Familiengerd ,

Zum 30.9 kannst du nicht mehr kündigen

Der Fragesteller will ja nicht zum 30.09. kündigen!

Was er richtig sagt: Er kann noch bis zum 30.09. (also noch am letzten Tag der Probezeit) mit einher Frist von 14 Tagen kündigen.

Urlaubsanspruch hast du nur anteilig für jeden vollen Kalendermonat den du bei deiner Firma gearbeitet hast

Es geht bei dieser Bestimmung nicht um Kalendermonate, sondern um Monate des Beschäftigungsverhältnisses, die nicht mit Kalendermonaten identisch sein müssen.

Also auch eine Beschäftigung z.B. vom 15.07. bis 14.09. sind zwei volle Monate, für die ein Anspruch auf 2/12 des Jahresurlaubs besteht.

Wenn du ihn nehmen willst, dass hängt wieder damit zusammen wie die internen Regelungen bei deinem AG sind (also wie kurzfristig du deinen Urlaub beantragen darfst).

Die Frage der Urlaubsabgeltung bei Kündigung hat nichts mit internen Regelungen zu tun.

Sie ist verbindlich/zwingend gesetzlich vorgeschrieben: Urlaub darf nur dann abgegolten werden, wenn er aus dringenden (!!) betrieblichen Gründen nicht mehr genommen werden kann; das ist nicht in das Belieben von Arbeitgeber/Arbeitnehmer gestellt.

Antwort
von greye, 18

Hallo,

wenn der Urlaub auf ein Jahr gerechnet wird, Du aber nach einem halben Jahr gehst, dann hast Du auch nur Anspruch auf die Hälfte des Urlaubs.

Das solltest Du berücksichtigen.

42m

Antwort
von Nightlover70, 19

Der AG ist nicht verpflichtet den Urlaub zu gewähren.
Dann muss er Dir den jedoch abgelten (monetär vergüten)

Kommentar von Familiengerd ,

Der AG ist nicht verpflichtet den Urlaub zu gewähren.

Doch, das ist er.

Das Bundesurlaubsgesetzt schreibt zwingend vor, dass Urlaub nur dann abgegolten werden darf, wenn er wegen der Kündigung ganz oder teilweise nicht mehr genommen werden kann (aus dringenden - !!! - betrieblichen Gründen).

Kommentar von Nightlover70 ,

Genau und wenn man dann ein paar Tage vorher ankommt ist dies oftmals aus betrieblichen Gründen nicht mehr möglich.

Somit ist der Chef de fakto nicht verpflichtet den Urlaub zu gewähren.

Kommentar von Familiengerd ,

Somit ist der Chef de fakto nicht verpflichtet den Urlaub zu gewähren.

Diese Aussage ist - so formuliert -  schlicht und einfach falsch!

Du hast die Bedingung im Satz vorher doch selbst formuliert.

Außerdem: Die Hürden für "betriebliche Gründe" sind sehr hoch gesetzt; schließlich müsste der Arbeitgeber auch mit einer Situation umgehen, dass ein Arbeitnehmer (vergleichbar) krank wird; da kann er auch nicht einfach sagen: "Geht nicht!".

wenn man dann ein paar Tage vorher ankommt

So ist die Situation eben bei einer Kündigung.

Da kann der Arbeitgeber allerdings nicht mit der Kurzfristigkeit ankommen.

Die Vorgabe des Bundesurlaubsgesetzes ist hier zwingend!!

Kommentar von Nightlover70 ,

Das ist "Gewerkschafterwunschdenken"  - ich vermute Du weißt genauso gut wie ich, dass die Praxis da anders aussieht.

Kommentar von Familiengerd ,

Was für ein blanker Unsinn!!

Was hat das denn bloß mit "Gewerkschaftswunschdenken" zu tun?!?!

Es geht um eine zwingende (!!!) gesetzliche Bestimmung, die Du mit solch unqualifizierten (und Unkenntnis offenbarenden) Äußerungen nicht einfach wegwischen kannst!

dass die Praxis da anders aussieht

Wir reden hier aber zunächst von dem, was die rechtlichen Gegebenheiten sind; was in der Praxis daraus wird, kann dann gegebenenfalls eine noch andere Frage sein!

Es sit ganz einfach Dein "Wunschdenken", das mit einer simplen Gesetzesvorschrift kollidiert!

Antwort
von Elaysa, 23

Der Arbeitgeber muss den Urlaub gewähren, er steht dir schließlich zu.

Kommentar von Nightlover70 ,

Das stimmt nicht.

Kommentar von Elaysa ,

Na dann sieh mal im BGB nach.

Kommentar von Familiengerd ,

Das stimmt nicht.

Doch, die Aussage von Elaysa ist richtig - es sei denn, der Urlaub kann aus dringenden (!!!) betrieblichen Gründen nicht mehr genommen werden!

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