Hallo, ich arbeite in einem kleinen Büro als Reinigungskraft auf Minijob. Braucht man denn einen Arbeitsvertrag wenn es sich nur um 10 std. die Woche handelt?

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7 Antworten

Einen Arbeitsvertrag in schriftlicher Form zu haben ist natürlich von Vorteil. Aber für dein eigentliches Problem ist der gar nicht nötig, denn du bist jetzt zwar schwanger, aber du hast so und so keinen Anspruch auf irgendwelche Zahlungen vom Arbeitgeber.

Aus dem geringfügigen Beschäftigungsverhältnis ergibt sich sowieso kein Anspruch auf Mutterschaftsgeld und so weiter, sondern nur auf Lohnersatz für max. 6 Wochen bei Krankheit.

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Kommentar von JenniferDan
26.10.2016, 10:53

Also ich habe kein bisschen recht auf Mutterschutz oder sonst was?

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Beim Minijob gelten die gleichen Arbeitsrechte wie bei jeder anderen Beschäftigung.

Dein Arbeitgeber ist gesetzlich verpflichtet Dir bis zu sechs Wochen Entgeltfortzahlung zu leisen, ebenso steht Dir Urlaubsentgelt (bezahlter Urlaub) zu. Dass das Mutterschutzgesetz auch für Dich gilt, ist selbstverständlich.

Du hast zwar keinen schriftlichen Arbeitsvertrag, bist aber trotzdem Arbeitnehmerin mit allen Rechten und Pflichten. Auch mündliche Arbeitsverträge sind wirksam.

Zu Deiner Info (und für Deinen Chef):

https://www.minijob-zentrale.de/DE/0_Home/01_mj_im_gewerblichen_bereich/20_arbeitsrecht/Entgeltfortzahlung.html?nn=125886

 

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Natürlich ist es wichtig einen Arbeitsvertrag zu besitzen z.B. für spätere gerichtliche Auseinandersetzungen.

Noch wichtiger ist jedoch Deine Anmeldung zur Sozialversicherung (hier bei der minijob-Zentrale)!

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Kommentar von MrSelect
26.10.2016, 10:28

Das liegt in der Hand des Arbeitgebers, der ja dann auch die Beiträge abführen muss.

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Kommentar von JenniferDan
26.10.2016, 10:40

Also zur Sozialversicherung wurde ich schon angemeldet. Aber mir geht es jetzt wirklich um mein eigenes recht da ich jetzt auch Schwanger bin.

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Du HAST einen Arbeitsvertrag - wenn auch nur mündlich. Aber der gilt genauso wie ein schriftlicher. Es gelten alle gesetzlichen Regelungen, sofern Ihr nichts Abweichendes vereinbart habt.

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Kommentar von JenniferDan
26.10.2016, 10:38

Nein, leider nicht. Wenn ich krank war hatten die mir das nicht gezahlt. Jetzt bin ich Schwager und die wollen unbedingt dass ich eine Pause mache und wenn das Baby dann da ist kann ich mich ja wieder melden... In der Zeit werde ich nicht gezahlt was eigentlich nicht sein sollte und von Mutterschutz war auch keine rede

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Ich weiß nicht, ob man zwingend einen benötigt. 

Aber ich würde dir definitiv einen Arbeitsvertrag empfehlen. Alles andere schafft keine klaren Verhältnisse, Rechte und Pflichten und riecht ganz nebenbei nach Schwarzarbeit, auch wenn ich hier nichts unterstellen möchte.

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Kommentar von JenniferDan
26.10.2016, 10:28

Ja, das ist ganz meiner Meinung aber ich bin bei denen angemeldet und bekomme auch einen ganz normalen Stundenzettel dass macht mich durcheinander ob dass jetzt ok ist oder nicht. Ich bin jetzt Schwanger und die wollen unbedingt dass ich eine Pause mache und wenn das Baby da ist sollte ich mich wieder melden. Das kommt mir irgend wie komisch vor und die müssten mich doch weiter bezahlen

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Hallo :)

Ja klar brauchst du einen. Ich arbeite selbst neben der Schule ca 10-12 Stunden die Woche und habe auch einen Arbeitsvertrag.

Find ich auch gut so, denn dort steht alles drin z.B. wie deine Bezahlung ist oder welche Voraussetzungen deine Arbeitsstelle an dich hat usw. Dort ist einfach alles geregelt zwischen dir und deinem Arbeitgeber und falls es mal zu Konflikten kommt könnt ihr auf den zurückgreifen und nach lesen was ihr vereinbart habt.

Also ich würde sagen ja :)

Mfg, xRamilein

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Kommentar von MrSelect
26.10.2016, 10:24

Wie in meinem post schon geschrieben: ja, es ist besser schriftliche Regelungen getroffen zu haben. Aber vorm Gesetz reicht eine mündliche Vereinbarung aus.

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Kommentar von JenniferDan
26.10.2016, 10:33

Wie sieht es denn aus wenn man Schwager ist? was hab ich da für rechte? Hab ich denn überhaupt welche? Da ich eben keinen Vertrag habe?

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Man braucht grundsätzlich keinen schriftlichen Arbeitsvertrag, wenn man eine einvernehmliche mündliche Absprache getroffen hat (Außer bei Zeitarbeit).
Aber um sicher zu sein, würde ich immer auf einen schriftlichen Vertrag bestehen. Sollte es zu Streitigkeiten kommen, ist der Prozess schwieriger wenn du nur Zahlungseingänge auf dem Konto als Nachweis hast.

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Kommentar von JenniferDan
26.10.2016, 10:36

Das ist genau dass, meiner Meinung nach kommt es bald zum streit weil es sehr viele Ungereimtheiten gibt. Jetzt bin ich Schwanger und die frage ist was habe ich jetzt für rechte? Denn die Dame möchte mir keinen Vertrag machen.

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