Frage von susaru, 40

Hallo, hier eine Frage zum Nachlass/Testament. Wie würde folgende Situation bewertet- Ehepaar A und B haben keine gemeinsamen Kinder. Sie setzen sich in einem?

gem. Testament gegenseitig als Alleinerben ein." Nur im Falle, dass wir beide gemeinsam versterben", wird Sohn aus 1. Ehe des Mannes als Erbe benannt, keine Schlusserbenregelung. Eheleute waren unzertrennliche "Weltenbummler", wollten sich hier wohl nur für den Fall absichern, dass keiner mehr testieren kann.
Es gibt keine anderen gesetzl. Erben auf beiden Seiten. Dieses Testament wurde nach Tod des Mannes jedoch nie dem Nachlassgericht vorgelegt, Ehefrau agierte als Alleinerbin, legte Konten auf ihren Namen an, u.s.w. Den Sohn des Ehemannes versorgte sie ab- und an mit großzügigen Geldbeträgen. Das Verhältnis hielt sie locker aufrecht, bis es zum Zerwürfnis kam.

Einige Jahre nach Tod des Mannes/Vaters und des Zerwürfnisses testiert Ehefrau neu, verstirbt dann 3 Jahre später. Sohn des Mannes hat nach Tod des Vaters keinerlei Ansprüche geltend gemacht.

Dies beabsichtigt er jedoch nach Tod der Ehefrau. Frage nun---abgesehen von der fehlenden Schlußerbeneinsetzung und des nicht eingetretenen Fall des Unglücks- wie wäre die Nichtabgabe an das Nachlassgericht nach dem 1. Todesfall zu bewerten, bzw. welchen Einfluss hat dies bei der neuen Testierung der Ehefrau? Kann er dieses Testament jetzt noch vorlegen und Pflichtteil geltend machen?

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Antwort
von ThomasAral, 24

der gesetzliche anspruch des sohnes kann auch nicht durch "enterbung" abgeschlagen werden. dabei zählt denke ich jedoch nicht das erbe der 2ten ehefrau, die nicht die mutter des sohnes ist (das nicht abgegebene Testament wäre also sowieso nicht gültig und würde somit auch abgegeben keine andere verteilung als gesetzlich bewirken), sondern nur das erbe des vaters und das erbe der 1ten frau des vaters. Dem Sohn stehen also die gesetzlichen Ansprüche aus dem Erbe des Vaters zu .-.. dabei gibts aber bestimmt Verjährungsfristen ... muss man sich erkundigen.  Was die 2te Frau dem Sohn noch so zugesteckt hat, spielt dabei keine Rolle.

Kommentar von susaru ,

Hallo, danke für die Antwort.

Nun ist die Frage, ob das 1., nicht abgegebene Testament nicht gültig ist, weil es nicht abgegeben worden ist? Angenommen, es würde für jetzt nachträglich eingereicht , so könnte es einzig wirksam sein, was die gegenseitige Alleinerbeneinsetzung betrifft ?

Die Erbeinsetzung "Unglücksfall" dann unwirksam, da dieser nicht eingetroffen.Da keine Schlußerben wäre ja  demnach die Ehefrau Alleinerbin und konnte später frei testieren .

Oder wäre das ganze gem. Testament unwirksam, also auch die gegenseitige Einsetzung?.Vielleicht habe ich hier einen Denkfehler, aber m.E. wäre es dann doch so, dass der Sohn 30 Jahre (?)

Pflichtteil geltend machen könnte, oder ansonsten 3 Jahre nach Tod des Vaters?

Wäre prima, wenn hier jemand auf dem Laufenden ist. DANKE

Kommentar von ThomasAral ,

bin kein Rechtsanwalt ... so genau kann ich dir das da nicht sagen.  Ich bin der Meinung dass es das erste Testament gar nicht gebraucht hätte, denn der Sohn hat sowieso Anspruch auf den Pflichtteil des Vaters Erbe. Anwalt (evtl. im Internet) fragen. Da gibts ne Seite wo Anwälte für vielleicht 20 Euro die richtige Antwort geben.  "Frag einen Anwalt"   oder so heißt das.

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