Frage von markus214, 39

Hallo, hatte mal ein Verfahren wegen Verkehrsunfallflucht am Hals. Seinerzeit ist aber nix passiert,keiner hatte einen Schaden, will gegen Urteil vorgehen, wie?

Der Grund, warum ich mich damals (vor einem halben Jahr) verurteilen ließ, war ganz einfach : noch während der Verhandlung (und der Staatsanwalt war echt ein knallharter, der mich unbedingt verurteilen wollte) riet mir mein Anwalt zum Rückzug. Ich hatte mich unglücklicherweise überreden lassen/darauf eingelassen, sodaß ein rechtskräftiges Urteil erlassen wurde. Ich zahle hierzu mtl. 100,-€ bis Anfang nächsten Jahres ab. Und jetzt kommt´s : habe gelesen, daß die Grundlage einer Verkehrsunfallflucht ein Unfall sei. Ein Unfall sei ein Ereignis, bei dem entweder Personen oder Sachen verletzt/beschädigt werden. Der andere Verkehrsteilnehmer hat mich zwar berührt, es ist aber weder seinem fzg, noch mir/meinem Auto was passiert. Was kann ich jetzt machen, um doch noch Gerechtigkeit zu erfahren?

Antwort
von Charlybrown2802, 20

du hättest innerhalb einer Woche Revision einlegen müssen. du bist rechtskräftig verurteilt.

alles andere wird dir nur ein Anwalt sagen können, den du allerdings bezahlen musst, es sei denn du hast eine rechtschutzversicherung

Kommentar von Ontario ,

Eine Rechtschutzversicherung zahlt keine Geldstrafe, nur Anwalts.-und Gerichtskosten, evtl. auch Gutachten.

Antwort
von Ontario, 11

Dafür ist es jetzt zu spät um an dem Urteil noch etwas ändern zu können. Es gibt Fristen die einzuhalten sind und diese dürften in deinem Fall überschritten sein. Wenn dich der andere Verkehrsteilnehmer mit seinem Fahrzeug berührt hat und es kam zu keinem Schaden, warum bist du davongefahren ? Wie konnte es überhaupt zu einem Verfahren kommen, wenn dich der andere berührt hat und du ihn nicht ? Da muss es ja eine Anzeige gegeben haben, sonst wäre es nie zu einem Verfahren gekommen. Wahrscheinlich hat dich der andere Verkehrsteilnehmer angezeigt, weil an seinem Fahrzeug doch ein kleiner Schaden entstanden ist. So wie du die Sachlage beschreibst, kann das nicht stimmen. Es gibt den Tatbestand der Fahrerflucht und den der Unfallflucht. Offenbar lag eine Unfallflucht vor, sonst hätte der Richter keine so hohe Geldstrafe ausgesprochen. Dein Anwalt riet dir zu einem Rückzug, weil er keine Chance des Obsiegens in deinem Falle sah.

Antwort
von sukuum, 4

es ist behinderung oder gar nötigung jemanden im strassenverkehr zu berühren. man darf es nicht.

Antwort
von TreudoofeTomate, 16

Nichts. Dafür gibt es Fristen, die sind lange abgelaufen.

PS: Der Staatsanwalt mag hart gewesen sein, aber verurteilen kann er dich nicht. Das ist Aufgabe des Richters.

Antwort
von thomsue, 9

Wenn du ihn berührt hast, reicht das aus! Ein Parkschaden und wegfahren ist auch Fahrerflucht.

Du würdest gerecht behandelt. Außerdem ist das Urteil rechtskräftig- sagt der Name schon. Aus die Maus 👍

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