Hallo! Hat jemand Erfahrungen zum Wohnen in Passivhäusern, v.a. im Sommer?

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3 Antworten

ich darf noch einmal kurz Stellung zum Luft-Erdreich-Wärmetauscher nehmen: ja er bringt etwas, vor allem im Frühsommer bei hohen Temperaturdifferenzen der Luft zum Erdreich, Daumenwert 1-2 h Verzögerung am Tag, bis das Haus sich aufheizt. Je nach Beschaffenheit des Bodens kann der Effekt gegen Ende des Sommers sehr gering werden.

Ein Luft-Erdreich-Wärmetauscher ist keine "Klimaanlage"; hat aber durchaus einige ähnliche hygienischen Probleme, durch Kondensatbildung im Rohr und muss gut ausgeführt werden. Eine Alternative ist eine Systemtrennung, bei der nicht die Luft durchs Erdreich, sondern ein kleiner Wasserkreislauf zirkuliert und über einen Wärmetauscher im Winter die Wärme, im Sommer die Kälte an die Luft überträgt. Kostet mehr und ist beim Einsatz einer Erdreich-Wärmepumpe etwas doppelt-gemoppelt...

Hallo! egal ob Passivhaus oder "normales" Effizienzhaus und auch bei jeder Neubauweise, ist oder sommerliche Wärmeschutz ein zunehmendes Problem, da die Wärme, die hauptsächliche über die Fenster und die Luft ins Gebäude gelangt, genauso schwierig wieder herauskommt, wie im Winter. Bei einem hoch gedämmten Standard, wie dem Passivhaus (PH) ist dieses Problem noch größer, allerdings reduziert sich das Überhitzungsproblem durch die warme Zuluft, wenn man eine Lüftung mit Wärmerückgewinnung auch im Sommer einsetzt. Ob ein PH jetzt schlechter oder besser abschneidet, hängt vor allem von den Verglasungsanteil und der Qualität der Verschattungsanlage zusammen und weniger vom Dämmstandard. Eine Verschattung muss im Sommer schon morgens um 5:00 unten sein, auch wenn man es abends vergessen hat, den Rollo runter zu lassen und ausschlafen möchte, was für eine Automatisierung in diesem Bereich spricht. Eine Jalousie kann verschatten und trotzdem Aussicht gewähren und Tageslicht hereinlassen... Mit sonnigem Gruß vom Passivhausplaner:) Arne Kruft

Ich habe schon Passivhäuser gebaut, da gab es diese Definition noch garnicht, also bereits Anfang der Neunziger Jahre.

Warum sollte es zu heiß werden? Wenn es nicht zu kalt wird, dann wird es auch nicht zu heiß. Ich baue meinen Kunden selbstverständlich eine Wärmepumpe mit Lüftungsanlage ein mit einem Erdkollektor, der im Erdreich verlegt wird und dann hat der Bauherr eine (fast) kostenlose Klimaanlage.

Kommentar von Monamie7
12.05.2016, 22:52

Ich wohne seit 11 Jahren in einem Ökopassivhaus, und die Frage ist berechtigt, selbst auf der Alb wird es durch den großen Warmwasserspeicher zu warm, wobei die Lüftung nicht ausreicht.
Den Kollektor Warmwasser auf 60°C zurückstellen!

Verschattung Terrassenfensterläden ok oder:
Ich versuche es jetzt mit Fliegengittertüren um die Türe oder Fenster offen zu halten ohne das Mücken reinkommen. (dann die Lüftungsanlage abstellen , spart auch ne Menge Strom)

Heute ist es kein Problem da Regentag ist!

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