Frage von Schlechter88, 60

Hallo hätte ein paar fragen an Malawi Halter mbunas, wie pflegt ihr euer Aquarium? gibt es Algen? Was muss man beachten? welche beckengröße?

Expertenantwort
von dsupper, Community-Experte für Aquarium, 35

Hallo,

bei einem Malawi-AQ gibt es viele Dinge zu beachten, damit es für die Fische ein verantwortungsvolles Zuhause wird.

Das AQ muss - auch für die kleinsten Malawi-Arten - mind. ein Volumen von 300 l haben. Warum, kannst du hier bei den Fachleuten nachlesen:

http://www.cichlidenwelt.de/CWF/index.php?page=Thread&threadID=13651

Das AQ braucht hohe Felsaufbauten mit vielen Höhlen und Spalten, nicht nur einige wenige Steine.

Algen entstehen hauptsächlich durch viel Nitrat und Phosphat im Wasser. In anderen AQ entnehmen die Pflanzen dem Wasser diese Stoffe, da es in einem Malawi-AQ diese aber nicht gibt, muss man sich damit behelfen, dass man wöchentlich 30 - 50 % des Wassers austauscht. Und selbst das funktioniert dann nur, wenn das heimische Leitungswasser nicht schon mit einer hohen Nitratbelastung aus der Leitung kommt.

Auch die Zusammenstellung des Besatzes ist eine Kunst für sich, da die Malawibarsche fast alle ein hohen Aggressionspotential mitbringen. Aus genau diesem Grund wird ein Malawi-AQ auch meist überbesetzt, damit sich die Aggressionen besser verteilen können.

Auch das Wasser muss aufbereitet werden, denn im Malawisee herrschen ganz spezielle Bedingungen. Und so ein Wasser kommt nirgendwo so einfach aus der Wasserleitung.

Wenn du tatsächlich wirkliches Interesse an so einem speziellen AQ hat, dann solltest du dich im Forum des obigen Links anmelden. Dort wird Anfängern gerne geholfen, wenn sie sich nicht als beratungsresistent zeigen und ohnehin schon alles besser wissen.

Gutes Gelingen

Daniela

Kommentar von Schlechter88 ,

Danke schon mal für deine Antwort, ich spiele mit dem Gedanken aber sicher bin ich mir noch nicht, mein Becken ist ein incpiria 400 und da denke ich könnten klein bleibende Arten sich wohl fühlen und die wasserwerte währen pH 7,1 und kh 9 Gh 11 komme aus der Bodensee Region ist das Wasser auch schon zu hart?

Kommentar von dsupper ,

Hallo, ja, dein Wasser ist schon ein wenig hart - aber das größere Problem liegt bei dir im niedrigen PH-Wert. Dieser sollte für Malawi-Barsche immer möglichst hoch im alkalischen Bereich liegen, 7,8 - 8,6.

Das kann man z.B. dadurch erreichen, dass man für eine starke Oberflächenwasserbewegung sorgt, die dann das Co2 aus dem Wasser austreibt - dadurch steigt der PH-Wert.

Kommentar von Schlechter88 ,

Ok vielen Dank

Kommentar von Schlechter88 ,

Das heißt ja dann die Härte runter und der pH wert höher hab ich dich da richtig verstanden?

Kommentar von dsupper ,

Auf jeden Fall den PH-Wert rauf - das ist ja auch nicht so schwierig. Ob du dauerhaft bereit bist, Wasser zu pantschen - für jeden TWW - musst du selbst entscheiden - so drastisch abweichend sind deine Härtewerte ja nicht.

Kommentar von Schlechter88 ,

Ok vielen Dank Daniela, ich werd mir Gedanken machen und mich weiter erkundigen mal schauen vielleicht packts mich ja :)

Antwort
von darkhouse, 21

Mit den Wasserwerten ist es nach meiner Erfahrung nicht ganz so kritisch wie Daniela es berichtet. Kommt natürlich auch auf die Wohngegend an, mit welchen Werten das Wasser aus der Leitung kommt. In der Leipziger Gegend werden pH 7,2 / dH 17-18, also schon recht hart und leicht basisch. Ich habe es nur einen Tag abstehen lassen, dass sich flüchtige Chlorverbindungen ausdunsten. Sonst noch eine Packung Salz (500 g) auf 100 Liter Teilwasserwechsel. Hatte keine Pflanzen drin, nur Tuff und Lochstein-Riff. Keine Algenplage, nur leichter grüner Bewuchs. Dazu schnellere Wundheilung durch das Salz. Hatte immer gesunde Fische und Nachwuchs. Auch ist das Wasser sehr keimarm, bedeutet viele Wasserwechsel. Auch das kann ich so nicht bestätigen. Guter großer Biofilter reicht. Auch sind Nachzuchten deutlich von Naturfängen oder deren direkten Nachkommen zu unterscheiden. Die hier nachgezogenen Tiere sind oft schon sehr tolerant ggü. abweichenden Werten. Bei pH-Werten unter 7 sollte man chemisch aufhärten.

Die Aggressionen, gerade bei Mbunas, ist nicht zu unterschätzen, daher arbeitet man mit leichtem Überbesatz, was die Aggression verteilt, was aber auch natürlich wieder mehr Wasserbelastung bedeutet. Nicht zu viel füttern ist eine Grundregel. Dadurch verhindert man schon viel.

Kommentar von Schlechter88 ,

Auch dir danke für deine Antwort bei uns ist das Wasser weicher wir haben ne gesamthärte von 11 komme aus der Bodensee Region, ich hatte mich mit der Art noch nie beschäftigt deswegen weis ich auch nicht was die benötigen und wollte mich erstmal erkundigen

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