Frage von Rania75, 79

Hallo, Hab ein richtiges Problem!Villt könnt ihr mir helfen?

Also.. Ich (W)16. Lebe bei mein Eltern. Komme mit mein Eltern auch gut klar. Aber meine Mutter trinkt halt gerne Alkohol.. Wochen Lang! Insgesamt schon über 30 Jahre. Ich lebe damit schon 16 Jahre! Wenn sie anfängt zu trinken hab ich immer Angst das sie bald nicht mehr lebt und alles.. Mein Vater hat auch schon über der Scheidung geredet mit uns Kindern.. aber er tut es uns zu Liebe nicht! Bin schon öfters zusammen gebrochen.. hab fast wegen ihr die Schule geschmissen.. Bbs! Nun habe ich drüber nach gedacht das ich zum Jugendamt geh! Und denn das erzähle das ich mich nicht gut fühle.. ich liebe meine Eltern zwar aber will mein eigenes Leben auf die Reihe kriegen! Und nicht alles abkriegen! Wenn ich von der Schule komme.. Muss ich alles im Haushalt ,machen.. Wäsche und so.. mein Vater ist arbeiten und meine 2 Schwestern auch die noch Zuhause leben!! Meine eine Schwester zieht schon wegen meiner Mutter aus. Schon traurig genug! Wenn ich da mit jemand drüber rede. Fange ich an zu Wein.. weil ich nicht mehr kann. Möchte nur noch raus. Meine eigene Wohnung haben! Mein Freund will mich dann so gut wie es geht unterstützen.. und sogar mit mir in einer Wohnung ziehen! Nur wie soll ich es meinen Eltern erklären.. habe Angst was sie sagen.. und Angst sie zu verlieren..

Bitte helft mir

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von hertajess, 23

Du schaust bitte online nach wo die nächste Beratungsstelle der Landesstelle für Suchtgefahren ist. Da gehst Du für DICH hin. Wenn sie einen Kurs für Angehörige anbieten nehme unbedingt an ihm teil denn er ist wirklich empfehlenswert. Ansonsten frage nach dem Blauen Kreuz. Das arbeitet schon länger mit Fachmenschen bezüglich Kinder von Alkoholikern zusammen.

Alkoholismus ist eine Familienkrankheit. In der Regel leiden vor allen Dingen die Kinder massiv unter dieser Erkrankung und werden von ihr geprägt. Du brauchst also Menschen an Deiner Seite die sich auskennen und angemessen helfen können. 

Die Ansicht Deines Vaters aus angeblicher Rücksicht auf Euch Kinder eine Scheidung auszuschließen ist Futter für diese tödliche Erkrankung. Es ist falsche Rücksichtnahme. 

Deine Mutter wird nur dann tatsächlich eine Chance haben sich ihrer chronischen Erkrankung stellen zu können wenn die Familie sie alleine lässt. Das ist häufig bei dieser Erkrankung der Fall. Denn so lange wir Alkoholiker noch getragen werden haben wir keinen Grund uns unserer Erkrankung zu stellen. Nur wenn wir unseren jeweils persönlichen Tiefpunkt erreichen können wir eine Entscheidung treffen. Die Entscheidung ob wir uns selbst gegenüber ehrlich sein wollen, diese Erkrankung zum Stillstand bringen wollen. Oder eben auf sehr schmerzhafte Weise an ihr zutode gehen werden. Sterben lässt sich Das dann nicht nennen. 

Nein. Weder bei Diakonie noch bei der Caritas kannst Du mit angemessener Unterstützung rechnen. 

Sei versichert dass ich weiß wovon ich schreibe denn ich bin seit 30 Jahren trocken. Was bedeutet, seit 30 Jahren ist meine chronische Erkrankung im Stillstand. 

Kommentar von Rania75 ,

Danke schon mal.. ich verstehe zwar nicht alles was sie meinen..bin erst 16 Jahre.. und keine Ahnung.. einfach nur noch Angst. was passiert das ich meine Mutter verliere..

Antwort
von Realisti, 35

Google mal den Begriff: "Co-Abhängigkeit" (weiß leider nicht genau wie man das schreibt)

Ferner gibt es Selbsthilfegruppen für Familienangehörige von Alkoholabhängigen. Schau dich dort doch mal um. Da gibt es bestimmt auch andere Töchter micht dem gleichen Problem. Wie gehen die damit um?

Dann geh ruhig zum Jugendamt. Laß dich dort beraten. Das solltest du schon aus finanziellen Gründen machen. Dann bist du noch nicht volljährig. Das muß alles geregelt werden.

Kommentar von Rania75 ,

fühl mich einfach nicht mehr wohl Zuhause..

Kommentar von Realisti ,

Ich will dich nicht zwingen Zuhause zu bleiben. Doch das ist ein wichtiger Schritt der gut geplant werden sollte, damit es dir danach wirklich besser geht. Da du erst 16 Jahre alt bist, benötigst du dabei Hilfe. Dann kommst du gut unter und bist finanziell abgesichert. Ferner muß das Geschehene auch verarbeitet werden. Zudem kann man das auch machen ohne das ganze Porzellan zu zerdeppern. Dann bist du weg von Zuhause, kannst aber allen noch in die Augen gucken.

Kommentar von Rania75 ,

mh..

Antwort
von Ille1811, 16

Hallo Rania!

Du hast das 16 Jahre mitgemacht, also lass dir auch jetzt Zeit, um deine Entscheidung wohlüberlegt zu treffen.

Zu einer Beratungsstelle, wie Rania schreibt, zu gehen, ist sehr gut. Außerdem gibt es Menschen, die sich speziell mit dem Thema, wie sich der Alkoholismus auf nahestehende Menschen auswirkt und wie man es schafft, sich daraus zu lösen, auskennen.

Nacoa.de und Al-Anon.de sind solche Hilfsmöglichkeiten. Stöbere einfach mal auf den Webseiten.

Kommentar von Rania75 ,

ich habe das mir gut úberlegt! id möchte ein Schluss strich ziehen. weil ich das nicht sehen kann wie sie sich betrinkt. mit 7 Jahre hat meine Mutter mich mal geschlagen!

Kommentar von wolf97 ,

Hallo, ich denke, du musst an dich selber denken, vielleicht hast du auch schon was unternommen, was hier schon einige geschrieben haben.Deine Zukunft ist wichtig!! Du kannst dir auch nebenbei von Arzt einen Überweisungsschein für einen Psychologen holen, den du dir auch selber aussuchen kannst in deiner Nähe. Du kannst diese Psychologen auch bis zu 5 x ablehnen, wenn sie dir nicht zusagen. Meinen Sohn haben die Psychologen schon was gebracht, aber natürlich wegen einem anderen Thema.

Antwort
von Glasherz, 27

Also Rania ich würde mir an deiner Stelle erst einmal Rat bei einer Beratungsstelle holen. Diakonie oder ein Beratungszentrum für Jugendliche. Du bist noch nicht volljährig und darfst nicht ohne weiteres in eigene Wohnung ziehen. Du bräuchtest immer noch einen Erziehungsberichtigten der den Mietvertrag unterschreibt und diese wichtigen rechtlichen Sachen. Wenn dein Vater dem zustimmt kannst du von zu Hause ausziehen. Aber in erster Linie solltest du dich jemandem anvertrauen und dich beraten lassen was du tun kannst. Es geht hier um dein Wohlergehen und seine berufliche Zukunft. Dein Vater könnte dich bei der Beratung unterstützen, damit du weißt was ihr gemeinsam tun könnt. Du kannst auch zum Jugendamt gehen und das melden wenn es kaum aushaltbar zu Hause ist. Dann wird geprüft in wieweit die Situation zu Hause unerträglich ist und ob es nicht besser wäre wenn du ausziehst.
Ich wünsche dir alles gute :)

Kommentar von Rania75 ,

das doofe ist man kann mit mein Vater nicht drüber reden..

Kommentar von Glasherz ,

Dann geh zu einem Beratungszentrum in deiner Nähe. Es steht dir zu dass du dich da schlau machst. Du bist minderjährig und somit geht es hier um dein Wohlergehen.

Kommentar von Rania75 ,

das verstehen nicht viele.. habe leider auch Angst alleine hin zu gehen.. Angst vor den zusammen zu brechen..

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