Frage von evawt19, 996

Hallo, gibt es denn auch heutzutage noch junge Frauen, die einen Keuschheitsgürtel tragen und das nicht nur zu "Spielzwecken" oder aus SM Gründen ?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von energiefisch, 772
ich interessiere mich für das Thema Keuschheitsgürtel

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Antwort
von Vanelle, 694

Es lässt sich nicht einmal beweisen, ob Frauen jemals zum Schutz gegen "Fremdbefruchtung" ein solches Gerät getragen haben.

Neben hygienischen Gründen sprechen das mehrmals täglich auftretende Bedürfnis zu urinieren, dagegen.

Wenn man dann noch bedenkt, dass diese Gerätschaft unter Umständen über Monate oder Jahre getragen werden müsste, weil der Ehemann z. B. Frondienste leistet ...

Kommentar von evawt19 ,

(Erklärung zu KG Historie)

Hallo , 

im Mittelalter selber gab es nur wenige Kulturzentren und auch die entsprechenden Kunsthandwerker die einen KG auch mit Schloss hätten richtig fertigen können. Also der klassische Ritter und so der hatte in der Regel andere Probleme. Die Burgen waren klein es waren teilweise nur 5-15 Personen auf der Burg. Eine Stadt von 10 000 Menschen war eine Großstadt.

Diese Grösse erreichten im ausgehenden Mittelalter nur Hansestädte und einige Freie Reichsstädte. Dort gab es reiche Kaufleute und die Oberschicht. 

Dort wurde oft nicht aus Liebe geheiratet sondern dem Grundbuch und der Strategie entsprechend. Später verbanden sich so auch hoher Adel und der Geldadel. Und da war es schon verwerflich wenn der Erbe gar nicht vom Kaufmann selber ist. Da kam dann eben die Renaissance des Keuschheitsgürtels - der in mittelalter nur zur straf- und folter zwecken in einigen ausgewählten Folterkellern vorhanden war und eher grob und schwer war als auf Maß gearbeitet.

Nun gab es Kunsthandwerker und auch solvente Auftraggeber. Schnell sprach es sich herum mit dem KG. Arme Leute hatten damit aber nichts am Hut, sie brauchten das Geld für wichtigere Dinge. Nicht überall wurde es "Sitte" mit dem KG, aber je nach Gegend und Standortfaktoren wie Kunsthandwerker und Förderer der KG-Sitte breitete es sich mehr oder weniger aus. Viele wohlhabende Frauen trugen KG. So konnten sie sich nicht kurz vergnügen während der Mann wichtige Geschäfte abschloss. 

Oftmals hatten bei den jungen Damen die Zofen den Schlüssel. Früh schwanger zu werden wäre ein unsagbarer Ansehensverlust für die gesamte Familie gewesen. Einschluss war oft nach dem ersten Blut. Der KG blieb bis zur Hochzeit oder Eintritt in ein Kloster an (Sehr viel andere Möglichkeiten gab es damals nicht in gehobeneren Kreisen).

Für die Ehefrauen war es immer doch einen Herausforderung einen Nachschlüssel für ihren KG zu bekommen. Einige Kunsthandwerker entsprachen doch der Bitte einer vermögenden Dame zu gerne, war es doch oft gut bezahlt und musste nicht über die Bücher gehen. (Ja auch damals gab es Steuereintreiber). Wurde der Kunsthandwerker erwischt ließ der wohlhabende KG Nutzer entweder Schmiergeld fliessen (es war ja peinlich dass seine Frau geknackt wurde) oder ließ den Handwerker richten oder vertreiben, je nach Stellung und Einfluß.

Gegen später um 1800 fand der KG bei den Höfen Einzug. so versicherte sich mancher Fürst der Exclusivität seiner Mätresse. 

Wieder etwas später bekam der KG im prüden victorianischen Zeitalter auch die Funktion des Masturbationswächters. nun gab es auch männliche KG Modelle die vor allem bei Jungs Anwendung fanden. 

Einige alleinreisende Frauen pflegten auch einen KG aus Schutz und Sicherheitsgründen zu tragen und hatten selber den Schlüssel oder die Hofdame oder Begleitung.

Der KG als kontollinstrument fand bis etwa 1920 Anwendung. 1900 wurde das letzte Patent für einen KG vergeben.

Ganz tot war der KG nie - einzelne Liebhaber oder traditionsbewusste Familien hatten den KG nach wie vor in Gebrauch und er wurde eher "privat" angefertigt. 

Seit etwa 1980  wird der KG auch über das Internet vertrieben und die Zahl der Firmen ist nicht gross aber ein Bedarf ist vorhanden.

Noch ein Wort zur Hygiene: Edelstahl KGs können durchaus nach Eingewöhnung auch länger getragen werden. Länger kann zwei Tage sein - länger kann eine Woche sein ... Man badet und duscht damit. Dennoch ist regelmässiges Öffnen des KG und Pflege unabdingbar. Damals wie heute. Auch Leder KG müssen regelmässig gewaschen und desinfiziert werden. Edelstahl KGs einfach bei 70 Grad in die Spülmaschine.

 Wie gesagt : Bei den Rittern eher seltener im Einsatz. Und selbst wenn der Ritter auszog um zu dienen oder zu handeln , so hatte meist die Schwiegermutter oder eine vertraute Hofdame den Schlüssel. 

UND: Auch wenn wir es uns heute gar nicht mehr vorstellen konnten wurde um 1700-1800 in der Oberschicht extrem selten gebadet. Vor allem in Frankreich wurde vielleicht ein oder zwei mal im Jahr gebadet, da man glaubte im Wasser wäre krankmachendes. Man nahm Puder und Parfüm... ich kann mir nicht vorstellen wie das sich angefühlt haben muss und gerochen haben muss. Es war eine andere Zeit mit anderen Schwerpunkten und Sichtweisen.

 

Antwort
von holger1234567, 611
Ich trage selber einen KG , habe selber den Schlüssel

Ich würde gerne eine Frau kennenlernen die eine KG trägt habe selber auch einen der an um ab getragen werden muss 

Antwort
von princecoffee, 683

tante else hat einen....die ist allerdings schon knapp 70..

und bis heute ist sie noch nie körperlich kollidiert^^....das ding ist aus massivem und rostfreien v4a^^..

Antwort
von Rihamhaya, 98
Ich trage selber KG , den Schlüssel hat die Mutter

Ich möchte auch antworten, aber meine Antwort ist nicht auf Liste dabei, weil bei mir hat nicht nur Mama einen Schlüssel sondern auch mein Vater.

Antwort
von Sonnenstern811, 633

Ja, aber nur auf aktiven Ritterburgen.


Antwort
von 1Luisa15, 495
Ich trage selber KG , den Schlüssel hat die Mutter

Ich trage einen :D 

Kommentar von dharma525 ,

Hi, wie kommt das, dass Deine Mutter den Schlüssel hat? Was will Deine Mutter kontrollieren? Oder wünschst Du es selber, kontrolliert zu werden? Vielleicht ist der KG sehr sinnlich für Dich und es macht Spaß ihn zu tragen, wie eine Hose mit Korsett aus Latex oder Leder. Finde ich sehr beeindruckend, dass Du KG trägst, den Schlüssel aber Deine Mutter hat. Klingt so, als würde Deine Mutter noch für viel mehr angenehme Dinge sorgen :-)!

Antwort
von mistrnicki, 608

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