Hallo euch allen, kann mir jemand mein Arbeitszeugnis bewerten bzw. benoten?

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7 Antworten

Das Problem an Arbeitszeugnissen ist, dass selbst die Personaler eigentlich nicht verstehen, was der Aussteller des Zeugnisses damit en detail sagen will. Da gab es mal eine Studie dazu, die ich aktuell aber nicht finde :/

Wenn man jetzt dein Arbeitszeugnis analysiert, fallen unter anderem auf:

Du warst sehr "kontaktfreudig" - das würde ein Personaler vermutlich so auffassen, dass du ein sehr "geschwätziger Typ" bist und sehr gern mal einen Schnack während der Arbeitszeit hältst.

Du arbeitest "sehr sorgfältig" - das kann heißen, dass du ein langsamer Mitarbeiter bist. Dem widerspricht man sich aber wohl schon selbst, da du qualitativ und quantitativ "stets überzeugen konntest".

Für mich sieht das generell erstmal in Ordnung aus. Die Frage ist, warum die Zusammenarbeit beendet wurde - eventuell gibt das noch das ein oder andere Indiz, in welche Richtung man schauen muss.


"Das Arbeitsverhältnis endet im gegenseitigen Einvernehmen zum 31.10.2016." => Hieraus leitet sich eine Kündigung durch den Arbeitgeber ab.

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Kommentar von ChristianLE
17.11.2016, 12:43

Dem widerspricht man sich aber wohl schon selbst, da du qualitativ und quantitativ "stets überzeugen konntest".

 

Zumindest das "quantitativ" erscheint widersprüchlich.

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Hi Simon.

Abgesehen von z.B Kontaktfreudig,w as Dir vermutlich einfach beim Tippen passiert ist, liest sich das als gutes Zeugnis.

Der vorletzte Absatz brachte mich im ersten Satz erst etwas ins Wundern (ZU kontaktfreudig?), aber "Sein Verhalten gegenüber der Leitung, Kolleginnen und Kollegen sowie Kundinnen und Kunden war stets einwandfrei" rückt es dann wieder in ein sehr gutes Licht.

Man kann dann nocgh streiten, ob zuerst der Kunde, dann Kpllegen,d ann Chefs bgenannt werden sollen.. oder eben erst Chefs, dann KOllegen, dann Kunden.

Das ist tatsächlich einfach "Geschmacksache".

Also, m.E. ist es ein gutes Zeugnis.

Habe schon so einige gelesen und erstellt,d a ich früher für so was zuständig war.

Und weiss auch aus eigener Erfahrung: wenn man gar nicht mit rechnet, plötzlich gehen darf..das verunsichert einen erstmal an allem.

Denk dran: Du bist (leider) nicht der erste und einzige,dem so was passiert. Blcik nach vorne und weitermachen,e s wird wieder.

Alles GUte.

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Kommentar von Hideaway
17.11.2016, 11:47

Also, m.E. ist es ein gutes Zeugnis.

Dieses Zeugnis ist zwar gut geschrieben, aber inhaltlich keineswegs positiv.

Kurz zusammengefasst: Rausschmiss und dann ein scheinbar gutes Zeugnis zur Ruhigstellung.

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Wenn ich bewerten müsste, von 0 bis 100 punkten, wobei 100 die bestmögliche note, also 1,0 wäre, würde ich sagen die geben dir 92 punkte.

Da sind einige Schlüsselwörter, mir fällt auf bspw in '' hohem Maße''. Die Steigerung von hoch ist höher und am höchsten. Da haben sie leicht angegeben, das deine Arbeit gut war, aber nicht perfekt.

Aber das ist an sich ein sehr gutes Zeugnis. Da sind keine indirekten negativisierungen deiner Tätigkeit zu entnehmen.

Also von meiner Seite aus 92 von 100, gut gemacht 👍

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Kommentar von Himbeere1978
17.11.2016, 11:13

Hoppla..das war der falsche Pfeil..der sollte eigentlich nach unten. .bedenke . .der Fragesteller wurde rausgeschmissen..die formulieren das halt nur etwas nett..in meinen Augen fällt das Zeugnis grottenschlecht aus

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Kommentar von Himbeere1978
17.11.2016, 11:19



Herr XY überzeugte uns mit seinen vielseitigen und guten Fachkenntnissen,


wenn die Vorgesetzten wirklich so überzeugt waren, dann hätten sie ihn behalten.. aber hier klingt das so, wie wenn er ständig mit dem Kopf durch die Wand wollte, und immer alles besser wusste und auf niemand hörte....

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Kommentar von Hideaway
17.11.2016, 12:30

Also von meiner Seite aus 92 von 100, gut gemacht

  1. Dem kann ich mich keineswegs anschließen. Das Zeugnis taugt nicht mal zum Vorzeigen
  2. Für deine Interpretation leider nur 5 von 100 Punkten.
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Ein paar Sachen hierzu:

Er agierte immer ruhig überlegt und zielorientiert und in hohem Maße präzise.

 

Du hast nur das nötigste gemacht, bzw. hast sehr kleinlich/pedantisch gearbeitet.

Vertrauenswürdigkeit und große Zuverlässigkeit zeichneten den Arbeitsstil von Herrn XY aus.

 

Hier werden Selbstverständlichkeiten erwähnt, was eher negativ zu bewerten ist (es sein denn, Du hast mit Geld zu tun gehabt).

 er förderte durchgehend aktiv die gute Zusammenarbeit und Teamatmosphäre.

 

Pausenclown oder außerbetriebliche "Auffälligkeiten"?

Wir bedanken uns für die stets guten Leistungen und wünschen ihm für die Zukunft beruflich und privat weiterhin viel Erfolg und alles Gute.

 

Das würde ich eher neutral bewerten. Man bedankt sich immerhin für die guten Leistungen und wünscht weiterhin beruflichen Erfolg.

Die Entlassung hat dann sicher verhaltensbedingte Gründe, oder?

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Kommentar von coding24
17.11.2016, 11:21

Ich finde das interessant: "ruhig überlegt und zielorientiert" als "nur das nötigste" zu interpretieren. Das kann man in meinen Augen genauso auch positiv interpretieren: warum sollte ein Mitarbeiter denn an einer Aufgabe mehr machen, als eigentlich getan werden muss? In der Zeit, die er für die (eventuell unnötige) Mehrarbeit investiert, kann er auch andere Dinge tun. Zielorientiertes arbeiten ist doch nichts schlimmes? Ebenso ist es (in meinen Augen) positiv, wenn jemand "ruhig überlegt" arbeitet - statt einfach wild drauf loszuarbeiten und wirr irgendetwas anzufangen, das dann wieder neu anzufangen und wieder neu anzufangen, weil er keinen Plan hat - und dabei noch hektisch alle durcheinanderzubringen.

Aber das nur als Diskussionspunkt, dass man es auch komplett anders interpretieren kann.

Den Rest sehe ich ähnlich.

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Kommentar von nomis1981
17.11.2016, 11:36

es war in den letzten vier Wochen sehr stressig...mit bis zu 57h/Woche. Ich bin dann nicht mehr mit der Arbeit hinterher gekommen und habe Fehler gemacht.  

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Kommentar von Hideaway
17.11.2016, 21:55

Wir bedanken uns für die stets guten Leistungen und wünschen ihm für die Zukunft beruflich und privat weiterhin viel Erfolg und alles Gute.

 

Das würde ich eher neutral bewerten. Man bedankt sich immerhin für die guten Leistungen und wünscht weiterhin beruflichen Erfolg.

Nein, das ist nicht neutral. Denn es wurde das Bedauern über das Ausscheiden des Mitarbeiters weg gelassen. Damit ist die gesamte Schlussformel entwertet.

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Hallo Simon,

Erstmal herzlich willkommen bei GuteFrage..

Tja hier gehen die Meinungen auseinander.

Das Arbeitsverhältnis endet im gegenseitigen Einvernehmen zum 31.10.2016 heißt das  ja in Wirklichkeit: Dir wurde gekündigt.

Zeugnissprache sagt ja nicht das sagt, was gemeint wird. Daher sind für mich Arbeitszeugnisse ziemlich verlogen.  

Dann fragt sich ein Personaler, warum wurdest Du gekündigt. Ich interpretiere, dass Du leider mit den Kollegen irgendwie nicht klargekommen bist. Entspricht das der Wahrheit?

Ich wünsche dir viel Erfolg.

Gruß LeBonyt

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Kommentar von nomis1981
17.11.2016, 11:31

kann man so sagen ;) nur dass der Kollege der Chef war

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Kommentar von Hideaway
17.11.2016, 11:43

Das Arbeitsverhältnis endet im gegenseitigen Einvernehmen zum 31.10.2016 heißt das  ja in Wirklichkeit: Dir wurde gekündigt.

............

Dann fragt sich ein Personaler, warum wurdest Du gekündigt. Ich interpretiere, dass Du leider mit den Kollegen irgendwie nicht klargekommen bist.

Auf dieser Fährte war ich auch gleich. Wohl dem, der die Zeugnissprache versteht.

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(die erbrachten Tätigkeiten etc. lass ich mal weg, da mir das als OK erscheint)

Selbst wenn: Ein Zeugnis lässt sich seriös nur dann beurteilen, wenn es komplett und im Wortlaut vorliegt, von der Unterschrift bis zum Datum (natürlich anonymisiert).

In deinem Falle fehlen: Angaben zu

  • Unternehmen/Arbeitgeber
  • Branche
  • Beruf
  • Position
  • Tätigkeiten
  • Beschäftigungsdauer.

Unabhängig davon sind in dem Zeugnis Formulierungen enthalten, die auf Probleme schließen lassen. Ein auf den flüchtigen Blick guter bis sehr guter Eindruck wird im Gesamttenor doch deutlich abgeschwächt. Mir als potentiellem Arbeitgeber wäre dieses Zeugnis suspekt, ich würde es nicht einmal zum Vorstellungsgespräch kommen lassen.

Kann es sein, dass man dich entlassen hat? Falls ja, weshalb? Betriebliche Gründe können es nicht gewesen sein, also bleiben nur Leistung und/oder Sozialverhalten, vielleicht auch häufige und/oder längere Fehlzeiten.


 

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Kommentar von nomis1981
17.11.2016, 12:30

Unternehmen Branche etc. ist alles dabei und auch korrekt angegeben 

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