Frage von urlauber009, 112

Muss ich bei möglicher Verarmung die Kosten tragen wenn die Ehefrau meines Vaters in ein Pflegeheim kommen soll?

Mein Vater hat mir vor ca. 7 Jahren sein Haus überschrieben, ich halte das Haus seit dem instand und zahle Nebenkosten, Versicherungen und alle anfallenden Reparaturen für das Haus. Falls nun seine Ehefrau die nicht mit mir verwandt ist und auch keine Kinder oder sonstigen Verwandten mehr hat in ein Pflegeheim kommt. Muss mein Vater für sämtliche Kosten abzüglich Pflegeversicherung aufkommen. Da Beide zusammen nur ca. 1.500 Euro Rente bekommen wird das Geld sicher nicht reichen. Mein Vater hat sonst keine Ersparnisse, im Gegenteil damals habe ich seine Schulden alle bezahlt und sein Konto ausgeglichen, so das er zumindest keine Zinsen mehr zahlen musste. Meine Frage ist, wenn mein Vater nun durch diesen Pflegefall auf eine Verarmung zusteuert kann von mir eine Herausgabe des damals geschenkten Hauses verlangt werden wenn ich die mögliche finanzielle Lücke nicht schließen würde?

Antwort vom Anwalt erhalten
Anzeige

Schneller und günstiger Rat zum Erbrecht. Kompetent, von geprüften Rechtsanwälten.

Experten fragen

Antwort
von isomatte, 48

Du bist für sie nicht Unterhaltspflichtig,solange sie dich nicht adoptiert hat !

Was dir allerdings passieren kann ist,wenn sie in den nächsten 3 Jahren in ein Pflegeheim müsste und dein Vater seiner Unterhaltspflicht nicht nachkommen könnte,weil er dir das Haus überschrieben hat,dann könnte dies vom Sozialamt zur Verwertung gefordert werden,dass dürfte es bis 10 Jahre rückwirkend.

Beachtet muss dann natürlich die von dir erbrachte Leistung an deinen Vater werden,also was du an ihn gezahlt hast und was du bisher für finanzielle Aufwendungen für das Haus hattest.

Es könnte dann nur eine evtl.Differenz zurück gefordert werden,aber das kannst du dir anhand deiner Aufwendungen und dem Wert des Hauses vor der Überschreibung ja ggf.selber ausrechnen.

Kann man dir dann nur wünschen das sie zumindest noch diese ca. 3 Jahre keine gesundheitlichen Probleme bekommt und in ein Pflegeheim müsste,dann bist du zumindest da auf der sicheren Seite.

Wenn es dann mal deinen Vater oder deine leibliche Mutter treffen würde,dass ist dann wieder ein anderes Thema,aber da würde das Haus dann sicher sein und dein Selbstbehalt ist auch dementsprechend hoch.

Antwort
von Susi29, 35

Ich kenne die Sätze nicht wie die Gelder berechnet werden.
Wenn nicht genügend Geld da ist oder gar keins läuft die Bezahlung über die Pflegeversicherung, der Rest über das Sozialamt.

Antwort
von Othetaler, 55

Wie kommst du denn da drauf, dass du nicht mir ihr verwandt bist. Sie ist deine Steifmutter. Vielleicht nichts blutsverwandt, aber verwandt auf jeden Fall. Sogar recht eng.

Zu deiner Frage: Schenkungen können / müssen bei Verarmung bis zu zehn Jahren zurückverlangt werden.

Kommentar von EstherNele ,

Du irrst dich: er muss für die Ehefrau seines Vaters, die nicht seine Mutter ist, nicht aufkommen. Das bezieht sich nicht auf eine mögliche Rückforderung am Haus, das geht ja über den Vater als abgebende Person. Allerdings würde man nicht sein Vermögen dazu heranziehen.

Allerdings kann die Rückgabe einer solchen Überschreibung u.U. als unbillig gelten, wenn der Sohn dafür die Schulden des Vaters beglichen hat.

Ähnlich wäre es, wenn er verheiratet wäre, Ehefrau mit kleinem/ ohne Einkommen und er gut verdienend. Sollten ihre Eltern pflegebedürftig werden, muss er auch nicht dafür aufkommen, man wird die Vermögensverhältnisse der Ehefrau prüfen und gut ist.

Kommentar von Othetaler ,

War auch nicht so gemeint, dass er unterhaltspflichtig wäre.

Antwort
von oxygenium, 37

was hast du denn damit zu tun,denn diese Frau ist nicht mit dir verwandt.

Nein,musst du nicht.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community