Frage von SabHar, 75

Hallo, darf der Vermieter nach 9 Jahren Auszug, die bereits erstattete Mietkaution zurück fordern?

Antwort
von berlina76, 44

Das kommt drauf an. Hat er sie sofort nach Auszug schonmal zurück verlangt, weil Versteckte Beschädigungen aufgeflogen sind und hat er weil du nicht gezahlt hast einen Titel beim Amtsgericht erwirkt? Dann ist dieser 30 Jahre Gültig.

Ansonsten hat er keine Ansprüche mehr.

Kommentar von SabHar ,

Nein, er hat die Kaution nach 6 Monaten zurück erstattet. Und jetzt kam ein Schreiben vom Amtsgericht mit der Rückforderung

Kommentar von berlina76 ,

Gelber Brief? Postzustellungsurkunde? Dann widerspreche der Forderung. Wenn du nicht innerhalb der Frist widersprichst machst du die Forderung damit Gültig und sie ist 30 Jahre gültig.

Oder gab es vor 9 Jahren schonmal so einen Brief und du hast ihn Ignoriert? 

Kommentar von TrudiMeier ,

Aber dann würde er doch nicht die Kaution fordern! Sehr kurios das Ganze.

Kommentar von maxim65 ,

Ja hier stimmt was nicht. Wenn das Schreiben vom Amtsgericht kam dann ist es nicht wirklich grundlos. Da fehlt was. Es kann sein das der Grund nichtig ist aber es ist halt nicht grundlos.

Kommentar von TrudiMeier ,

Wenn die Fragesteller mit ihren Hintergrundinfos nicht immer so geizen würden......

Trotzdem erscheint mir eine Rückforderung der Kaution etwas suspekt. Ich vermute mal, dass der Fragesteller hier etwas durcheinander gebracht hat.

Expertenantwort
von anitari, Community-Experte für Mietrecht, 28

Frag den Vermieter ob er schon mal was von der Verjährungsfrist für Forderungen gehört hat.

Kommentar von TrudiMeier ,

Der Fragesteller rückt ja bröckchenweise mit Hintergrundinfos raus - nämlich dass der Brief nicht vom Vermieter sondern vom Amtsgerich kommt.......

Antwort
von Reanne, 44

Ohne Begründung? Ausgeschlossen. Er kann zwar fordern, aber sicher nicht bekommen.

Expertenantwort
von johnnymcmuff, Community-Experte für Mietrecht, 14

Bei so wenigen Infos kann man keine vernünftige Antwort geben außer dem Rat sich an einen Anwalt zu wenden.

Normalerweise kann der Vermieter bis zu 6 Monate etwas fordern, danach nur für die zu erwartende Nebenkostenabrechnung.

Das jetzt ein Schreiben vom Amtsgericht gekommen ist finde ich komisch.

Es scheint so dass ein paar wichtige Infos fehlen.

Expertenantwort
von albatros, Community-Experte für Mietrecht, 20

Welcher Art ist das Schreiben vom AG? Ist es ein Mahnbescheid? Womit wird die Forderung begründet? Sollte es ein Mahnbescheid sein, diesem unbedingt fristgerecht widersprechen.

Gerichtliche Schreiben niemals missachten, immer reagieren. Sonst geht's in die Hose.

Antwort
von TrudiMeier, 51

Hört sich kurios an. Aber natürlich darf er das. Du kannst die Forderung aber getrost in den Mülleimer werfen. Auf die Klage würde ich es ankommen lassen.

Aber ein paar Hintergrundinfos wären interessant.


Kommentar von berlina76 ,

Amtliche Briefe auf keinen Fall in den Müll.  Widerspruch zurückschicken.

Kommentar von TrudiMeier ,

Von amtlichen Briefen hab ich nix gelesen. Nur von einer Forderung. Daher meine Frage nach Hintergrundinfos. Denn damit geizt der Fragesteller. :-)

Expertenantwort
von Gerhart, Community-Experte für Mietrecht, 36

Wenn vor 9 Jahren dein Auszug aus der Mietwohnung stattgefunden hat, dann sollte zeitgleich auch der Mietvertrag beendet worden sein, sei es durch Kündigung oder Auflösung, denn nur nach Ende des Mietvertrages kann der Vermieter Teile der Kaution zunächst einbehalten bis seine Forderungen aus dem Mietverhältnis restlos bedient wurden. Hat er 6 Monate nach Mietende diese Forderungen nicht dir als Mieter zugestellt, dann kann er bis auf einen Einbehalt wegen möglicher Deckung der Nachzahlungsforderungen aus der Betriebskostenabrechnung keine Forderungen mehr erheben.

Nach diesem Termin sind alle Forderungen des Vermieters nicht mehr einbringbar außer BK-Nachzahlung.

Somit kann der Mieter zwar auch nach 9 Jahren die bereits zurück gegebene Kaution fordern aber diese Forderung hätte keine Rechtsgrundlage und muss vom Mieter nicht mehr berücksichtigt werden.

Kommentar von berlina76 ,

Er muß aber widersprechen, erst recht, wenn das schreiben vom Amt kommt, sonst macht er damit, das er nichts tut das Schreiben erst gültig.

Kommentar von TrudiMeier ,

Auf ein Schreiben vom Amt muss er reagieren. Auf ein Schreiben vom Vermieter nicht. Wenn keine Rechtgrundlage für die Forderung besteht wird das Schreiben des Vermieters nicht dadurch gültig, wenn der Mieter nicht reagiert.

Kommentar von Gerhart ,

Ein amtliches Schreiben vom Amtsgericht kann nicht die Forderung nach erneuter Zahlung der Kaution beinhalten.

Hier ist davon auszugehen, dass der Vermieter vermutlich ein gerichtliches Mahnverfahren eingeleitet hat. Das Mahngericht prüft nicht, ob die Forderung berechtigt ist. Das würde erst in einem nachgelagerten Gerichtsverfahren durch den Vorsitzenden ausgeurteilt werden, wenn überhaupt.

Dem Mahnbescheid ist aber dennoch und unbedingt auf dem entspechenden beiliegenden Formular fristgerecht zu widersprechen. Die 14-Tagesfrist des Widerspruches beginnt mit Erhalt des Mahnbescheides. Verfristet der Widerspruch, ergeht ein Versäumnisurteil, wogegen keine Rechtsmittel eingelegt werden können.

Antwort
von maxim65, 48

Fordern darf er aber bekommen nicht. Mit welcher Begründung den?

Kommentar von SabHar ,

Ohne Begründung

Kommentar von maxim65 ,

Dann würde ich nicht mal drüber nachdenken

Kommentar von TrudiMeier ,

Das ist bestimmt ein Irrtum. Vermieter sind auch Menschen und Menschen machen Fehler. Anders kann ich mir das nicht erklären.

Kommentar von SabHar ,

Ein Irrtum ist es nicht. Aber ein Halsabschneider ist er

Kommentar von TrudiMeier ,

Naja, wenn der Brief  vom Amtsgericht kommt  (was du in deiner Frage verschwiegen hast) wird schon ein Grund vorliegen. Denn grundlos werden die nicht tätig. Mach mal Butter bei die Fische und erklär den Sachverhalt. Ansonsten wird man dir hier keine hilfreichen Antworten geben können. Eine pauschale Antwort kann man dir nicht geben.

Antwort
von LordSaddler, 43

Nein, das kann er nicht.

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