Frage von Schnegge48, 140

Hallo, darf das Jobcenter Einsicht in meine ärztlichen Gutachten fordern?

Also sprich, meine Arbeitsvermittlerin ?Obwohl meine weiterführende Erwerbsminderungsrente nach 6 Jahren per Sozialgericht abgelehnt wurde ? Und Sie lehnt auch die Krankschreibungen meines Hausarztes ab ! Es ergeben sich sehr viele Widersprüche in dem ganzen, allein schon dadurch, das ich nicht fachspezifisch Begutachtet wurde. Danke für Eure Antworten.

Antwort
von thlu1, 114

Soweit mir bekannt, musst du dem zustimmen. Es kann aber sein, dass von dieser Einsichtnahme Leistungen abhängen. Dann musst du indirekt doch zustimmen. So ist es jedenfalls bei ärztlichen Gutachten in Betrieben.

Antwort
von Lumpazi77, 86

Zur Beurteilung Deiner Leistungsfähigkeit darf der Amtsarzt der Arbeitsagentur Einsicht in Deine medizinischen Unterlagen nehmen. Ggf. wird er Dich zur Untersuchung einbestellen und dann sein Gutachten für das Jobcenter abgeben.

Antwort
von Klausi111111, 71

Ich bin selbt EU-Rentner und habe 5 Jahre gebraucht, eine Rente auf Dauer zu bekommen. Bin Mitglied im SoVD (Sozialverband Deutschland) - und nur deswegen habe ich das auch geschafft. Die haben sich total für mich eingersetzt und haben sowohl Widerspruch als auch Klageschrift formuliert .Kann ich nur jedem empfehlen - für jetzt 6 € im Monat. Da kann man doch wohl nichts sagen dazu.

Antwort
von beast, 99

Einsicht in Deine Gutachten darf das Jobcenter verlangen. Das Jobcenter stellt selbst einen Gutachter - in der Regel ist das der Amtsarzt - der überprüft, ob diese Gutachten nicht erkauft wurden.

Eine Krankschreibung Deines Hausarztes muss  das Jobcenter hingegen anerkennen. Im Amt sitzen nur Sachbearbeiter - die sich in die Arbeit der Ärzte nicht einmischen dürfen. Also dagegen legst Du ganz schnell Widerspruch ein.

Kommentar von Mariechen11 ,

Aber nur der Amtsarzt und nicht ein Sachbearbeiter, ich finde das ungeheuerlich

Kommentar von beast ,

ja, aber das Jobcenter muss den Amtsarzt beauftragen. Dafür gibts dann schon vorab vom Jobcenter Papiere:  etlichmale eine  Entbindung  von der Schweigepflicht ( für  jeden Arzt eins) die  dann  an den Amtsarzt  weitergereicht werden.

Antwort
von Mariechen11, 73

Beim Job C gibt es nur eine Lösung, wenn die Probleme machen!

Zum Anwalt, event. mit Beratungsschein, wenn du wenig Einkommen hast.

Ich weiß das sie dich regelrecht zwingen eine Unterschrift zu leisten, um an deine Akten zu kommen. Der med. Dienst des JC darf zwar keine Infos herausgeben, wird aber doch gemacht, weiß ich von einer Bekannten.

Eine Krankschreibung kann nicht abgelehnt werden, die haben nur die Möglichkeit dich zum med. Dienst zu schicken.

Also lasse das nicht mit dir machen, alleine und ohne Anwalt ist das sehr nervenaufreibend, man fühlt sich machtlos.

Hattest du die Rente auf Dauer oder nur begrenzt?

Kommentar von Schnegge48 ,

Ich hatte die Rente auf Zeit, aber während den 6 Jahren, kamen weitere Erkrankungen dazu. Und ich wurde nur Psychologisch Begutachtet, nicht meinem Krankheitsbild entsprechend ! 

Kommentar von Mariechen11 ,

Hast du Widerspruch eingelegt, wenn ja nochmal, mit einem gutem Fachanwalt und mit Hilfe deiner Ärzte VDK etc, würde ich nicht machen, verlangen auch ihr Geld und sind überfordert

Kommentar von Mariechen11 ,

Ja und den Anwalt genau aussuchen, da gibt es soviele die erst das Mandat annehmen, sich aber nicht richtig kümmern. Bringt über den Beratungsschein ja nicht viel. Erst beim Klagen.

Wenn möglich den Anwalt selber bezahlen, dann sieht das schon ganz anders aus, das Geld bekommst du bei Erfolg dann wieder.

Antwort
von Hauptdarsteller, 59

Ja, das Jobcenter darf das verlangen und wenn du dem nicht zustimmst, dürfen sie Leistungen kürzen. Als du den Antrag für ALG2 unterschrieben hast, hast du dem zugleich zugestimmt mit deiner Unterschrift.

Wahrscheinlich musst du zum Amtsarzt.

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