Frage von Konzulweyer, 145

Hallo, bin wirklich ein Pfennigfuchser. Beispiel: Hab mir kürzlich Pck Zigarettenhülsen mit 200 Stck gekauft. Waren nur 198 drin. Kann ich reklamieren?

Hab sie nachgezählt, so bin ich eben.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von BergadePartie, 78

Ja du kannst sie reklamieren, da die angegebene Menge nicht enthalten ist und somit der Kaufvertrag nicht erfüllt

Kommentar von Everklever ,

somit der Kaufvertrag nicht erfüllt

Unsinn.

Kommentar von BergadePartie ,

Doch das ist so. Der Kaufvertrag wurde seitens des Verkäufers nicht erfüllt. Somit hatt er Recht auf eine neue Packung oder Geld zurück

Kommentar von peterobm ,

es sind gewisse Toleranzen gegeben, bei 2 Stück noch voll im Rahmen

Kommentar von BergadePartie ,

Wenn es Werksverpackte sind gibt es keine Toleranz. du bes

Kommentar von Everklever ,

Du hast leider 0 Ahnung vom Eichrecht, @BergadePartie.

Kommentar von Grautvornix ,

@
BergadePartie

Sicher gibt es Toleranzen, überall.

Es ist eine Frage der Auflösung.

Wenn du z.B. einen Meter Stahlrohr, bestellst dann kannst du die Toleranz bestimmen. Dafür gibt es genormte Tabellen.

Je genauer du es haben willst, desto teurer wird es.

Du landest aber immer bei einer Toleranz, auch wenn die irgendwann im tausenstell Millimeterbereich liegt.

z.B.+/- 0.003 mm

das wird dann irgendwann unbezahlbar.

Unterfüllung: Wie viel erlaubt ist

Ein 150-Gramm-Becher Joghurt, eine 500-Gramm-Dose

gefüllt mit Keksen - bei Fertigpackungen verlassen sich Verbraucher auf

die Nettofüllmenge, die auf der Packung angegeben werden muss. Doch

nicht jede Packung hält was sie verspricht.

Durch Unterfüllung
von Lebensmittelpackungen werden Verbraucher jährlich um Millionen Euro
übervorteilt. Allerdings sind gewisse Unterschreitungen vom Gesetzgeber
erlaubt.

Diese Toleranzgrenzen, die so genannten zulässigen Minusabweichungen,
regelt die Fertigpackungsverordnung. Welche Abweichungen gestattet
sind, hängt von der "Nennfüllmenge" ab. Das ist die Menge an Erzeugnis,
die auf der Verpackung angegeben ist. Die Füllmenge hingegen ist die
Menge, die dann tatsächlich in der Fertigpackung enthalten ist.

Einzelne Packungen dürfen innerhalb der genannten Minusabweichungen
weniger enthalten, wenn dies durch andere Packungen mit mehr Gewicht
ausgeglichen wird - der Mittelwert muss stimmen.

Fertigpackungen mit aufgedruckten Mengen zwischen 100 bis 200 Gramm
oder Milliliter dürfen 4,5 Prozent weniger enthalten als angegeben. Bei
Fertigpackungen mit einer Nennfüllmenge von 500 bis 1000 Gramm oder
Milliliter duldet das Gesetz, dass bis zu 15 Gramm bzw. Milliliter
fehlen. Beispiel: Ist der 150-Gramm-Becher nur mit 143,25 Gramm Joghurt
oder die 500-Gramm-Dose nur mit 485 Gramm Keksen gefüllt, liegt das noch
im gesetzlichen Rahmen.

Zwei von 100 Packungen dürfen dies zum Zeitpunkt der Herstellung
sogar noch unterschreiten. Der Mittelwert muss jedoch weiterhin
eingehalten werden. Fehlt mehr, spricht man von einer Unterfüllung.

Ob der Hersteller die Toleranzgrenzen eingehalten oder die Verpackung
gesetzwidrig unterfüllt hat – das können Verbraucher selbst nicht
prüfen. Darum fordert die Verbraucherzentrale das Mindestmengenprinzip
einzuführen, nach welchem in jeder Packung mindestens das drin sein
muss, was drauf steht. Mit dieser leicht nachvollziehbaren Regelung wäre
ein andauerndes Verbraucherärgernis mit einem Schlag vom Tisch, und die
Eichbehörden könnten wesentlich schneller und problemloser
kontrollieren. Außerdem sollte es den Herstellern von Fertigpackungen
dank hochentwickelter Technik und ausgefeilten Abfüllanlagen heute
durchaus möglich sein, ihre Produkte mit geringen Schwankungsbreiten
abzufüllen.

http://www.verbraucherzentrale.de/Unterfuellung-Wie-viel-erlaubt-ist

Kommentar von Konzulweyer ,

Hallo, ich lade mit Zementsilosattelzug im Zementwerk Zement. Beim Beladen stehe ich auf Waage. Diese Waage wiegt in 50 kg-Schritten. Jetzt theoretisch, wenn ich 27999 kg lade, zeigt die Waage erst 27950 kg an. Also bekommt der Kunde 49 kg umsonst. Ich gönns ihm ja, möchte bei dieser Menge kein Pfennigfuchser sein-

Antwort
von peterobm, 83

etwas Schwund ist immer; viel Spass, das sind Cent-Beträge - die Verkäuferin verpackt auch nicht selbst. 

Versuch macht Kluch - einen Kassenzettel wirst nicht mehr haben Billighülsen um die 1,50

Kommentar von Everklever ,

Na ja, das lohnt den Aufwand schon.

Immerhin ist das bei 2 Hülsen ein Betrag von stolzen 1,5 Cent.

Also schnell zum Anwalt und dann

  • Anzeige gegen den Hersteller wegen Betrugs
  • Schadensersatzklage auf 1,5 Cent und Ersatz aller sonstigen Auslagen (z. B. Zeitaufwand für das Nachzählen, Fahrtkosten zum Anwalt etc.)

Weil der Hersteller auch EU-Recht verletzt hat, ist mit einem Instanzenweg bis zum Europäischen Gerichtshof zu rechnen. Das wird den Betrügern eine Lehre sein!


Antwort
von kurdischgirl18, 27

Woher wissen die denn das du die fehlenden Hülsen nicht rausgeholt hast.

Kommentar von Everklever ,

Na, bei einem @Konzulweyer ist doch Seriosität, Ehrlichkeit und Gesetzestreue schon durch den Namen garantiert. Da verbieten sich Zweifel von selbst.

Antwort
von Everklever, 37

Das liegt noch innerhalb der zulässigen Toleranz bei Prüfanzahl n = 1 (steht in der Fertigpackungsverordnung).

Wenn du allerdings den Verdacht hast, dass bei diesem Produkt ständig mit Minusabweichungen zu rechnen ist, kannst du dich beim zuständigen Eichamt beschweren.

Antwort
von stubenkuecken, 73

Du hättest die Ware bereits im Laden, vor dem kauf, prüfen können. Jetzt ist jede Reklamation zu spät.

Kommentar von BergadePartie ,

Nur Unternehmer haben die Pflicht ihre Ware bei erhalt zu kontrollieren. Für Privatpersonen gilt das nicht.

Kommentar von stubenkuecken ,

Doch, jeder Verkauf findet Zug um Zug statt. Beim Bäcker musst Du die Menge der Brötchen sofort prüfen, spätere Reklamationen sind immer ausgeschlossen.

Kommentar von BergadePartie ,

Auf der Verpackung steht 200, drinnen sind 198 => Mangel 

Somit bestehen für den Verkäufer 3 Möglichkeiten

1.Geld zurück

2.Rabbat

3.Eine neue Packung mit 200 Stück aushändigen

Kommentar von peterobm ,

viel Spass - die Beweiskraft fehlt einfach

Kommentar von Everklever ,

die Beweiskraft fehlt einfach

Nicht nur die Beweiskraft, auch die Rechtsgrundlage. Bei einer Einzelpackung ist eine Mindermenge von 1 Prozent tolerabel.

Kommentar von stubenkuecken ,

Die Mehr- und Minderlieferung ist gesetzlich oder über die AGB geregelt. Plus/Minus eines bestimmten Prozentsatzes muss man hinnehmen.

Kommentar von Everklever ,

Ach, @BergadePartie, lass mal gut sein. Du hast einfach keine Ahnung von den Rechtsvorschriften. Die Welt funktioniert nicht so, wie mancher sich das vorstellt.

Kommentar von ArminSchmitz ,

Wenn es dafür eine Reise nach Rabbat gibt, zähle ich demnächst auch nach.

Antwort
von Grautvornix, 60

Und was gewinnst du dabei?

Antwort
von domi158, 73

Du kannst reklamieren.. Aber sry, hast du irgebdw1zu viel Freizeit? xD Zählst du vielleicht auch die Pommes bei Mc Donalds und rufst dort an, weil dir 3 fehlen? xD

Kommentar von Socat5 ,

Aber mal ehrlich, wenn die Sache Methode hat, ist das schon ärgerlich. Die spekulieren ja darauf, dass eh keiner nachzählt und wenn doch, überlegt derjenige es sich zweimal, ob er wegen so einer Kleinigkeit einen Aufriss macht. Für jeden einzelnen sind das nur Cent-Beträge, aber die Hersteller lachen sich ins Fäustchen.

Kommentar von Konzulweyer ,

So isses

Kommentar von Grautvornix ,

Ist aber nicht zu ändern, es liegt in der Natur der Sache, möglichst viel Gewinn zu erwirtschaften.

2 Hülsen liegen in der Toleranz.

Man könnte die Abfüllmaschinen auch so einstellen, das immer minestens 200 stk drin sind.

Aber dann würde der Hersteller zu draufzahlen.

In der Masse kommt da schon was zusammen.

Ob da nun Absicht hintersteckt.... wer weis?

Kommentar von Everklever ,

Die spekulieren ja darauf, dass eh keiner nachzählt

Das stimmt. Deshalb kümmern sich die Eichämter auch darum, dass die Hersteller die zulässigen Abweichungen einhalten. Natürlich können die Kontrolleure nicht überall sein uns so kann auch mal was "durchrutschen". Sie sind deshalb auch an Hinweisen aus Verbraucherkreisen interessiert. Aber im vorliegenden Fall ist alles noch im Rahmen.

Antwort
von ArminSchmitz, 50

Würde ich unbedingt.

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