Hallo Bfk Elektrotechnik?

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2 Antworten

das ist aber eine sehr umfangreiche palette an themen...

zur stern-dreieckschaltung kann ich dir ein wenig sagen. diese wird zum anlassen größerer Motoren verwendet, um a.) das Netz zu entlasten und b.) die sicherungen nicht überdimensionren zu müssen.

in der Anlaufstufe (stern) werden die 3 Wicklungen des Motors sternförmig verschaltet. d.h. jeweils ein Ende der Wicklung an den Außenleiter, die jeweils anderen Enden werden mit einander verbunden. ein Anschluss an den Neutralleiter erfolgt wegen der symetrischen Bauweise nicht (fliegender Sternpunkt). in der Betriebsstufe (Dreieck) werden die Wicklungen so verschaltet, dass jeweils eine Wicklung zwischen zwei von drei außenleitern liegt. 

da der Motor im Sternbetrieb nicht die volle Leistung entfalten kann, besteht beim Dauerbetrieb im Stern die Gefahr, dass der Motor überhitzt und beschädigt oder zerstört wird.

die Umschaltung von Stern auf Dreieck sollte erfolgen, sobald der Antrieb hochgelaufen ist, also sobald die Nenndrezahl annähernd das Niveu im Dreieckbetrieb erreicht hat. wir gehen hier von 85% aus, die reichen in der regel aus.

Vorrausetzung für die Umschaltung ist, dass der Motor entsprechende Spannungsfestigkeit aufweist. Motore, die mit 230 / 400 V gekennzeichnet sind, eigenen sich NICHT für die Umschaltung und müssen am 400 Volt Netz stets im Dreieck betrieben werden. umschaltbare Motoren sind mit 400 / 690 V oder 400 / 400 V gekennzeichnet.

die Stern / Dreieck Umschaltung eigenet sich für leicht anlaufende Werkzeugmaschinen wie Sägen oder Fräsen aber auch für Lasten mit progressiv steigendem Widerstand wie Ventilatoren oder Kompressoren. bedingt auch für Pumpen.

bei besonders schwer anlaufenden Lasten wie Hochdruckhydroulikageregaten, Zentrifugen etc. sind andere maßnahmen zu treffen z.B. Kupplungen. zwischen Motor und Agregat.

lg, Anna

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