Hallo, an alle Juristen unter euch bzw. Studenten. Während meiner Hausarbeit haben sich einige Fragen entwickelt, die vielleicht jemand beantworten könnte. ?

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2 Antworten

Hi JuraS123,

hilfreich ist es natürlich immer, den gesamten SV zu posten, aber soweit du hier die Frage formuliert hast:

Du musst dort schon eine Anstiftung prüfen. Sie wird dann allerdings scheitern, da die Bestimmungshandlung nicht ursächlich für den Tatentschluss des C war, C war bereits zur Tat entschlossen (omnimodo facturus).

Es läuft dann auf eine versuchte Anstiftung gem. § 30 StGB hinaus.

Ich seh gerade eine andere Auffassung von Puppe (also äußerst fragwürdig) zitiert von strafrecht-online:

"Einen omnimodo facturus gibt es nicht, weil ein Tatentschluss vor Eintritt der Tat in das Versuchsstadium noch kein Tatentschluss ist, sich der deliktische Wille also erst mit der Überschreitung der Versuchsschwelle als strafrechtlich relevant erweist (Puppe Strafrecht AT, 2. Aufl. 2011, § 22 Rn. 6). Daher ist allein entscheidend, welchen Einfluss der Teilnehmer auf den Täter gerade im Zeitpunkt der Tat hat (Puppe GA 1984, 101, 117 f.). Somit reicht für Anstiftung nicht aus, dass der Anstifter einen vor Versuchsbeginn liegenden "Tatentschluss" hervorgerufen hat. Erforderlich, aber auch ausreichend ist vielmehr, dass die Bestimmungshandlung den Haupttäter bei der Tatbegehung zumindest mitmotiviert (Systematischer Kommentar StGB/Hoyer [Oktober 2000], § 26 Rn. 8 f.)."

Viele Grüße, JS

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Kommentar von JuraS123
25.08.2016, 12:02

Danke für deine Antwort :)

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Die Anstiftung ist dennoch zu prüfen und dann konkret zu subsumieren.

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