Hallo, muss der Käufer einer teilgewerblich genutzten Immobile wenn im Mietvertrag die Mehrwertsteuer ausgewiesen ist zwingend zur Mehrwertsteuer optieren.?

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4 Antworten

Wenn Du nicht optieren willst, dann müsstest Du den Mietvertrag ändern. Wenn also der gewerbliche Mieter bisher 1.000,- + 190,- = 1.190,- zahlt, müsste auf netto 1.000,- geändert werden. sonst hätte der Mieter ja den Nachweis für den Vorsteuerabzug und Du müsstest, so, oder so abführen.

Du solltest aber schon überlegen, ob du nicht bei der Option bleibst. schließlich hast Du dann für dieKosten der Gewerberäume udn für die allgemeinen Kosten für den entsprechenden Anteil den Vorsteuerabzug.

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Kommentar von brumiza
28.06.2016, 23:11

Die Option zu Mehrwertsteuer kann natürlich auch Vorteile haben. In meinem Fall sind aber keine größeren Investitionen in das Objekt geplant und ich möchte es später selbst verwalten ohne den ganzen Mehraufwand mit der anteiligen Mehrwertsteuer, den monatlichen Voranmeldungen ect. Ich sehe dann den Vorteil der Option nicht

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Ich verweise hier mal auf das Wiso Heft zur Steuer. S. 100 aus der Ausgabe 2015 www.steuersparen.de

Es kann sich lohnen, freiwillig UST zu zahlen. Bei Aufwendungen - Renovierungen kann man dann auch die sog. Vorsteuer geltend machen & sich erstatten lassen.

Es sollten hier gewerbliche Mieter im Haus wohnen

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Schau Dir mal § 15a UStG an. Die Umstellung auf umsatzsteuerfreie Vermietung könnte für Dich finanziell böse nach hinten losgehen.

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Ich würde dieses Problem auf jeden Fall mit einem Steuerberater besprechen, da die Optierung zur Umsatzsteuer ja auch Vorteile hat. Bei Aufwendungen (Kosten) wird die anteilige Vorsteuer vom Finanzamt auf die Umsatzsteuer angerechnet, bzw. erstattet, wenn der Aufwand höher als die Miete ist. 

Außerdem gibt es Unterschiede bei gewerblicher Vermietung und Vermietung zu Wohnzwecken bei Kündigungsfristen. 

Die Frage ist für eine optimale Beantwortung zu komplex. Hier lohnt sich wirklich der Gang zum Steuerberater.

Giwalato

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