Halllo, Ich habe von der Polizei einen Brief bekommen wo mir vorgeworfen wird das ich über Rot gefahren bin und jemand hat es durch den rückspiegel beobachtet?

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8 Antworten

Das ist wohl eine Vorladung zu einer Befragung. Sonst wäre es ein Bußgeldbescheid oder eine Strafanzeige. Ideal wäre es, wenn Du Zeugen hättest, die bezeugen können, daß Du ganz woanders warst, z.B. am Arbeitsplatz. Du mußt keine Angaben zur Sache machen, wenn Du Dich damit selbst belasten würdest. Die Dir vorgeworfenen Dinge würde ich abstreiten.

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Der Vorwurf ist heftig und sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Da stehen rücksichtsloses Verhalten mit Nötigung und Gefährdung im Raum und das kann zu ernsthaften Konsequenzen mit langem Führerscheinentzug und einer sehr hohen Geldstrafe im Tausenderbereich führen.

Die Gefahr besteht darin, dass du dich bei der Polizei unglücklich ausdrückst und sie dir einen Strick draus drehen. Angesichts der drohenden Konsequenzen würde ich mir auf jeden Fall so schnell wie möglich einen Anwalt für Verkehrsrecht nehmen, das kommt garantiert billiger, als alles andere. Der weiß dann genau, ob und wenn ja wie du dich bei der Polizei äußern sollst. Hinterher könnte es schon zu spät sein.

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Geh hin, sag du warst es nicht. Das steht Aussage gegen Aussage...

Danach müsste der "Kläger" aktiv werden. 

Ich denke nicht, dass es zu einer Verurteilung kommt.  Kann ja jeder so etwas behaupten.

Achja: gut ist wenn du beweisen kannst, dass du es nicht gewesen sein kannst. Arbeit oder sowas..

Is es ein Busgeldbescheid? Oder nur die Aufforderung, da muss man gar nichts machen, der Bescheid ist, wenn dann das entscheidende. Dagegen kann man dann Widerspruch einlegen.


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Zu einer Vorladung MUSST DU NICHT erscheinen, das ist keine Pflicht.   Auch solltest du gegenüber Polizeibeamten niemals Angaben zur Sache machen.  Deine Verweigerung kann / darf dir nicht negativ ausgelegt werden. Solltest du leider schon Angaben zur Sache gemacht haben, nimm dir einen Fachanwalt für Verkehrsrecht, der hilft dir weiter. 

Du solltest keine Panik kriegen wenn du nur Post von der Polizei bekommst, sie wollen nur den Sachverhalt aufklären. 

Angaben zu deiner Person machen, zum Sachverhalt nicht.

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Da fehlt dir jetzt eine Dash Cam, damit könntest du beweisen, dass du nicht bei Rot gefahren bist.

Komisch, einem solchen Idio...wird geglaubt, eine Dash Cam ist (noch) nicht zugelassen. Deutschland! :-)

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Kommentar von ronnyarmin
01.03.2016, 13:14

Du siehst das völlig falsch.

Dem 'Idioten' wird nicht einfach so geglaubt, sonst würde der Fragesteller nicht befragt werden.

Und die Gründe, warum die Aufnahmen einer dashcam nicht immer verwendet werden dürfen, haben mit dem Datenschutz zu tun und nicht damit, dass die Aussage eines 'Idioten' immer als wahrheitsgemäß angesehen wird.

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Hallo Kioxdk,

die Tatvorwürfe die sich aus Deiner Schilderung ergeben, sind schon erheblich.

Zum einen ergeben sich zwei Straftatbestände, nämlich:

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§ 240 StGB - Nötigung 

(1) Wer einen Menschen rechtswidrig mit Gewalt oder durch Drohung mit einem empfindlichen Übel zu einer Handlung, Duldung oder Unterlassung nötigt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft. 

(2) Rechtswidrig ist die Tat, wenn die Anwendung der Gewalt oder die Androhung des Übels zu dem angestrebten Zweck als verwerflich anzusehen ist. 

(3) Der Versuch ist strafbar.

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§ 315c StGB - Gefährdung des Straßenverkehrs 

(1) Wer im Straßenverkehr

2. grob verkehrswidrig und rücksichtslos

b) falsch überholt oder sonst bei Überholvorgängen falsch fährt,und dadurch Leib oder Leben eines anderen Menschen oder fremde Sachen von bedeutendem Wert gefährdet, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

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Bei den Texten handelt es sich um Auszüge aus den Gesetzen. Die vollständigen Gesetzestexte findest Du unter: https://www.gesetze-im-internet.de/stgb/\_\_240.html und unter https://www.gesetze-im-internet.de/stgb/\_\_315c.html

Neben den in den Gesetzen angeführten Geld.- oder Freiheitsstrafen ist Dir im Falle einer Verurteilung als Nebenfolge gem. § 69 StGB die Fahrerlaubnis zu entziehen und gem. § 69a StGB, ist eine Sperre von 6 Monaten bis zu fünft Jahren zu verhängen in der Dir keine neue Fahrerlaubnis erteilt werden darf.

Dann kommt noch der Rotlichtverstoß dazu, der allerdings nur eine Ordnungswidrigkeit ist, die beim Zusammentreffen von Straftat und Ordnungswidrigkeit nicht geahndet wird, wenn es zu einer Verurteilung bezüglich der Straftat kommt.

Aufgrund der möglichen erheblichen Folgen und vor allem bei der unklaren Beweislage rate ich davon ab der polizeilichen Vorladung Folge zu leisten.

Ich rate dazu Dir Rechtsbeistand durch einen Rechtsanwalt zu besorgen.

Der soll erst einmal Akteneinsicht nehmen und dann den Tatvorwurf und die Beweise bewerten. Dann kann er auch am Besten mit Dir abstimmen, wie weiter vorzugehen ist.

Schöne Grüße
TheGrow

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Gehe ruhig zur Polizei und erkläre denen das, was du hier geschrieben hast. Wie soll man im Rückspiegel sehen, ob Jemand über Rot gefahren ist oder nicht. Wieso sollte diese Person so etwas schreiben und dann noch alles mögliche ausdenken, ohne Grund.

Einfach zur Polizei und quatschen, thats it...

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Eine Frage noch: du schreibst, du wärst nicht auf der Strecke gefahren...hättest du denn für die Tatzeit ein Alibi?

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