Frage von jenifa01, 72

Hallihallo:) Hier eine kleine Leseprobe für ein Geschichtsanfang. Was meint ihr?

Konstruktive Kritik ist erwünscht:) Ist nur ein Ausschnitt und wird auch nochmal überarbeitet^^

Ich lauschte. Stille. Mit flinken Bewegungen fuhr ich mit meinen Fingern unter meinen BH, schob sie durch die Lücke, wo sich eigentlich bei anderen der Push up befindet, und holte meine Taschenlampe heraus. Dieses Versteck hatte schon immer funktioniert; die armen, naiven Polizisten hatten doch wirklich geglaubt, das wäre alles Polsterung. Ha, so etwas brauchte ich doch nicht. Auch jetzt hatte man es nicht für nötig befunden, große Sicherheitsvorkehrungen zu treffen, was mich grinsen ließ. Sie dachten doch nicht wirklich, dass sie mich so hier für lange Zeit hätten einsperren können? Ich blieb vor dem Ausgang stehen und inspizierte das Türschloss genauer. Mein Grinsen wurde schlagartig breiter und ich musste mich beherrschen nicht laut loszulachen - Das konnte ich auch gut auf später verschieben, wenn ich aus diesem Gebäude geflohen war - ...Das hier war doch ein Witz. Jeder auch nur etwas erfahrene Mensch würde es imstande bringen, dieses Schloss zu knacken..Und das hier nannte sich Hochsicherheitsgefängnis? Ich zog eine Haarnadel aus meinen Haaren und wollte gerade loslegen, als mich jemand unterbrach „Oh oh..Ich würde dir empfehlen, durch das Fenster zu fliehen. Erspart dir das Drama mit dem Alarm und erwischt werden. Nur so ein kleiner Tipp". Ohne das ich es bemerkt hatte, hatten sich Schritte hinter mir genähert. Aufgeschreckt drehte ich mich um und starrte geradewegs in die spöttische Miene einer Frau. Ihre olivfarbenden Augen schienen mich geradewegs auszulachen und zu verhöhnen. Verdammt ich war doch kein Anfänger! Langsam schritt ich auf sie zu und unterzog sie einer genaueren Musterung. Sie war echt klein und hatte auffällig rote Lippen. Ihr Haar war zum Flechtzopf gebunden, ging ihr bis zu ihrem Po und ihre Haltung war sehr..stolz. Das wichtigste aber : Sie war augenscheinlich kein Polizist oder so etwas und schien keine Waffe dabei zu haben. Im äußersten Notfall würde ich wohl mit ihr fertig werden. „Was starrst du so?!", schnauzte sie mich an, drehte sich von mir weg und schlenderte zum Fenster. „Du hättest mir fast meine Flucht versaut.", bemerkte sie kopfschüttelnd. Ich raffte meine Schultern, doch aus meinen Mund kam nichts besseres, als ein klägliches „Ähm..". Was war nur los mit mir? Währenddessen hatte die Frau das Fenster geöffnet und kletterte hinaus. Als sie schon halb draußen war, drehte sie sich zu mir um und es schien, als würde sie versuchen, mich einzuschätzen. Ich verschränkte meine Arme vor der Brust. Sollte sie von mir doch denken, was sie wollte. „Ich helfe dir", sprach sie plötzlich in einem sanfteren Tonfall und deutete nach draußen. Überrascht runzelte ich die Stirn. Wie war das? „Aber nur unter einer Bedingung." War ja klar, dass die Sache einen Haken hatte. „Wenn wir hier raus sind, tust du mir einen Gefallen." „Der wäre?", hakte ich nach, doch zur Antwort schüttelte sie nur mit ihrem Kopf.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Andrastor, 29

zu hektisch,  zu emotionslos, zu lieblos.

Ich machte, dann tat ich.

Die Figur beginnt schon viel zu Mary-Sue-like. Hochsicherheitsgefängnis und sie wird nicht durchsucht? Ein zu praktischer Zufall. In dem Moment in dem sie einen Fehler machen würde, schreitet jemand ein und hält sie auf- langweilig.

Es wäre hundert Mal spannender, wenn sie den Fehler macht das Schloss zu knacken und den Alarm auslöst und ihr dann die andere Frau hilft, weil durch die Aktion der Hauptfigur ihr eigener Fluchtplan behindert werden würde.

Das wäre auch eine viel spannendere Einführung der Figur der zweiten Frau als:

"Mach das nicht, mach das! Ist besser!"

Du schaffst es nicht die Vorzüge der Ich-Perspektive (die Leser die Geschichte aus den Augen der Hauptfigur erleben zu lassen.) auszunutzen, daher rate ich dir zum Er-Erzähler.

Merke dir bezüglich der Spannung folgende Grundregeln:

.) Überlege was in dem Moment das Schlimmste wäre, was den Figuren zustoßen könnte und lass es passieren.

.) Zufälle sind großartig um Figuren in Ärger zu bringen, aber billig und langweilig um sie aus diesem herauszuholen.

Beziehe dich auf alle Sinne einer Figur: Sehen, Hören, Riechen, Schmecken, Haptisches Empfinden.

Wie riecht es in der Zelle? Was kann man hören? Ist es warm oder kalt? Ist die Luft trocken oder feucht? Was schmeckt die Figur? etc.etc.

So machst du die Geschichte erst wirklich lesenswert.

Kommentar von jenifa01 ,

Dankeschön! Ich werde es mir merken und so einiges ändern Genau solche Tipps sind doch schön ^^ Dann lass ich sie mal leiden:D

Kommentar von Andrastor ,

freut mich wenn ich helfen konnte :)

leider werden meine Kritiken nur selten so positiv aufgenommen.

Kommentar von Andrastor ,

danke für das Sternchen :)

Antwort
von Mausi376, 41

Inhaltlich finde ich es gut, nur Grammatik würde ich noch mal überarbeiten.

Kommentar von jenifa01 ,

Danke und das werde ich mir merken!:)

Antwort
von 11katze112, 36

Richtig gut! Wenn dein Buch fertig ist Kauf ich es, wenn du mir den Titel verrätst ;D

Kommentar von jenifa01 ,

Haha Danke:) Es gibt noch keinen Titel :)

Kommentar von 11katze112 ,

Ok, schreib ihn mir einfach wenn dein Buch draußen ist ;)

Antwort
von Piekingzly, 19

Also ich finde die Geschichte sehr interessant und würde auch weiterlesen. Ich finde du könntest noch ein paar besondere rhetorische mittel einfügen und die Grammatik ausbauen. :) aber ansonsten echt richtig gut!
Lg

Kommentar von jenifa01 ,

Danke, werde ich mir merken und dementsprechend verbessern ^^

Antwort
von DobbyIsAFreeElf, 18

Sehr spannend geschrieben :D 👍

Antwort
von fairydarling, 28

Ich sag nur: Wow...Ich könnte niemals so toll schreiben :)

Kommentar von jenifa01 ,

Dankeschön:) Dafür kannst du bestimmt andere Sachen gut^^

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