Frage von alecolonia13, 41

Halbwaisenrente Nachzahlung (komplizierteres Modell)?

Hallo liebe Community!

Und zwar habe ich folgende Frage:

Person A (23 Jahre alt) bezog in der Zeit vom 19.01.2007 bis zum 31.10.2011 Halbwaisenrente. Person A besuchte in diesem Zeitraum durchgängig die Schule, bis zum Abgang in 2011. Damit fiel der Anspruch von A gegenüber der Deutschen Rentenversicherung weg.

Nach dem Abgang war A bis 02/2014 arbeitssuchend gemeldet und bezog ALG 2. Ab 02/2014 begann A ein Praktikum bis 08/2014 welches in einem Ausbildungsvertrag mündete. Bis zum heutigen Tag befindet sich A in Berufsausbildung (bis 31.01.2017) und bekommt neben der Vergütung noch BAB, da A alleine wohnt. Nun kommt A im März 2016 auf die Idee den Anspruch auf Halbwaisenrente nach der Unterbrechung erneut geltend zu machen.

Nun zur Frage: Hat A einen Anspruch auf Halbwaisenrente? Wenn ja: Wird die Summe nachgezahlt die seit Beginn der Ausbildung nicht bezahlt wurde (da kein Antrag gestellt?) Oder werden evtl. nur die letzten Monate (12) nachgezahlt?

A erkundigte sich bereits bei der DRV telefonisch, diese lies verlauten: "Eine Nachzahlung ist nur bei Erstantrag möglich, bei einer Unterbrechung wird bei Bewilligung nur ab Antragsstellung nachgezahlt" Vorab Herzlichen Dank für die netten Antworten :)

Antwort
von turnmami, 31

Da hat die DRV recht. Nachzulesen in den rechtlichen Anweisungen zu §99 SGB VI (kann man googlen).

Es wird eine erneute Waisenrente nur ab dem Antragsmonat bezahlt.

Sollte man sich halt rechtzeitig um seine Finanzen kümmern!

Kommentar von alecolonia13 ,

Sozialgesetzbuch (SGB) Sechstes Buch (VI) - Gesetzliche Rentenversicherung - (Artikel 1 des Gesetzes v. 18. Dezember 1989, BGBl. I S. 2261, 1990 I S. 1337)
§ 99 Beginn

(1) Eine Rente aus eigener Versicherung wird von dem Kalendermonat an geleistet, zu dessen Beginn die Anspruchsvoraussetzungen für die Rente erfüllt sind, wenn die Rente bis zum Ende des dritten Kalendermonats nach Ablauf des Monats beantragt wird, in dem die Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sind. Bei späterer Antragstellung wird eine Rente aus eigener Versicherung von dem Kalendermonat an geleistet, in dem die Rente beantragt wird.

(2) Eine Hinterbliebenenrente wird von dem Kalendermonat an geleistet, zu dessen Beginn die Anspruchsvoraussetzungen für die Rente erfüllt sind. Sie wird bereits vom Todestag an geleistet, wenn an den Versicherten eine Rente im Sterbemonat nicht zu leisten ist. Eine Hinterbliebenenrente wird nicht für mehr als zwölf Kalendermonate vor dem Monat, in dem die Rente beantragt wird, geleistet.

Danke für die Empfehlung Google zu nutzen. Aber aus §99 SGB geht dies nicht eindeutig hervor (Abschnitt 2)

Kommentar von turnmami ,

Ich hab ja auch geschrieben du sollst dir die rechtlichen Anweisungen dazu erholen.

Dort ist es unter Pkt. 3.2.3 zu finden

Antwort
von Mignon2, 27

Du hast die Antwort der DRV. Ich nehme mal an, dass du selbst "A" bist.

Kommentar von alecolonia13 ,

Herzlichen Dank für die schnelle Antwort. Ich hätte "A" nicht gewählt wenn es so wäre :) Allerdings sagen verschiedene und zugleich verwirrende Gesetzestexte aus dem SGB verschiedene Dinge aus, daher die Fall genaue Erläuterung ;)

Kommentar von Mignon2 ,

Ach so. Dann ist es eine Hausaufgabe bzw. eine Frage im Zuge deiner Ausbildung? Die müßtest du dann allerdings alleine deuten und beantworten. Du lernst nichts, wenn man dir hier hilft. Du wirst schon einiges im Unterricht durchgenommen haben.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten