Frage von Arielle45, 47

Halber Weisheitszahn steckt noch im Kiefer. Ist das Jemanden auch schon passiert?

Hallo zusammen,

am Donnerstag letzte Woche hatte ich eine Weisheitszahn OP. Es sollte der letzte Weisheitszahn raus kommen, der links oben im Kiefer noch fest steckte, da er Probleme machte. Nun bin ich ins Ambulatorium hin, ich wurde weder aufgeklärt, was genau gemacht wird,, noch hat der Arzt sich vorstellt oder sich mit mir über meine Problematik unterhalten. Er setzt die Spritzen und nach ca 10 Minuten fing er zu arbeiten an. Er schnitt, bohrte und stemmte mit allem was er hatte. Nach 1,5 Stunden , konnte ich nicht mehr vor Schmerzen und Herzrasen und er meinte, er käme nicht weiter. Unter anderem sagte er mir nun, das scheinbar der Zahn darunter mit dem Weisheitszahn fest zusammen gewachsen sei. Und es ginge nicht ohne Voll Narkose und noch mehr Knochen raus schneiden.

Das fiel ihm dann mal nach 1,5 Stunden ein. Er gab mir dann eine Überweisung für die Uniklinik, damit sich dort die Ärzte der Mund-Kiefer und Gesichts- Chirurgie alles ansehen, mit der Bitte der Extraktion der beiden Zähne unter Narkose. So entließ er mich dann mit noch halbem Weisheitszahn. Ich sah aus wie ein Halloween Zombie, so stark angeschwollen war alles.

Heute ist es weniger angeschwollen und noch sehr gelblich verfärbt. Ich war dann heute in der Uniklinik, wo man feststellte, das nicht unbedingt eine Indikation für die Extrakation des Zahnes besteht und erst recht nicht für den darunter liegenden Zahn.

Hat das schon mal Jemand so oder ähnlich erlebt?

War für mich eine reine Tortur.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Deichgoettin, 47

Du Arme. Das sind natürlich Erfahrungen, die niemand machen sollte. Leider gibt es immer wieder Zahnärzte, die ihre chirurgischen Fähigkeiten überschätzen. Das hilft dir zwar im Moment nicht viel weiter, aber laß dich für solche Eingriffe immer zum Kieferchirurgen uberweisen.

Kommentar von Arielle45 ,

Danke Deichgoettin,  es war ein scheinbar ausgewiesener Kieferchirurg. Aber mir kam er so vor, als wüsste er nicht was er macht.  Ich weiß nicht einmal, ob sich die Fäden von selber auflösen, oder ob ich ziehen lasse muss:-(  werde aber am Montag dort anrufen, bei Nicht auflösen, werde ich wieder die MKG der Universitätsklinik aufsuchen.  LG

Kommentar von Deichgoettin ,

Was, das war ein Kieferchirurg? Kaum zu glauben. Nein, die Fäden lösen sich sicherlich nicht von selbst auf, das ist in der Zahnheilkunde nicht üblich. Nach spätestens 10 Tagen sollten diese entfernt werden. Die Entfernung der Fäden kann aber auch Dein Hauszahnarzt vornehmen. Ja, allerdings ist es völlig richtig, wenn Du Dich in der MKG der Uni wieder vorstellst. Darf ich Dich fragen, in welcher Stadt Du wohnst, evtl. kann ich Dir jemanden empfehlen?!

Ach ja: Danke für den Stern und L.G.:-)

Kommentar von Arielle45 ,

Ich lebe in Österreich, Nähe von Wien.  Habe auch eine E Mail an die Zahnärtliche Kammer geschrieben, mit der Bitte um Einsicht in meine Krankenakte und den genauen Op-Bericht  LG

Kommentar von Deichgoettin ,

Leider kenn ich mich mit Wiener Zahnärzten nicht aus. Ob die Zahnärztekammer wirklich helfen kann, kann ich nicht sagen. Aber ein Recht auf die Einsicht Deiner Krankenakte hast Du auf alle Fälle. Viel Glück.

Kommentar von Arielle45 ,

Ich war heute in der Uniklinik, um die Fäden ziehen zu lassen.Bis auf die Wartezeit, ging es sehr schnell, 5 Nähte waren zum ziehen.

Antwort
von implying, 30

klingt etwas diletantisch ^^ ich würde mal noch eine meinung eines andern zahnarztes einholen und prüfen ob da schmerzensgeld drin ist... 1,5 stunden ambulant klingt schon krass.

Kommentar von Arielle45 ,

Ich war ja gestern in der Universitätsklinik, und die Ärztin verstand sein Handeln gar nicht. Aber Schmerzensgeld oder einen Anwalt möchte ich mich nicht mit stressen. Danke für deinen Tipp

Antwort
von Energiefan03, 39

Ja, ich habe Ähnliches erlebt. Ein Teil des Kieferknochens hat sich bei der Extraktion gelöst, verblieb aber in der Wunde, bis es 2 Tage später fürchterlich anfing zu bluten. Ich bin sofort wieder zur Kieferklinik gefahren. dort hat man unter den üblichen Anwendungen dann das Stück Kieferknochen rausoperiert.

Meine Darstellung hilft Dir wahrscheinlich wenig, ich habe Dir das nur deshalb geschrieben, weil eben eine ähnliche Komplikation aufgetreten ist, die auch blutig und schmerzhaft verlaufen ist, trotz Ersteingriff schon in der Kieferklinik zur Entfernung des flach im Kiefer liegen Weisheitszahnes.

Auch ich habe das überlebt. Sei tapfer!

Kommentar von Arielle45 ,

Überleben eh, aber die Hälfte steckt noch fest im Kiefer eingeschlossen. Das es schwierig oder gar nicht gehen kann, das hätte ich mir vorher gewünscht.  LG

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten