Frage von Luckydanger, 85

Halbe parade beim reiten?

Ich habe folgende frage undzwar ;

Mein pferd was ich reite im trab oder gallop zu schnell wird,sagt meine reitlehrerin immer ich soll annehmen und nachgeben ? Was meint sie damit ? Die zügel annehmen und wieder nachgeben ? Soll dass dann die halbe parade sein? Wenn ja ,wir kriege ich eine halbe parade richtig hin?

Expertenantwort
von Urlewas, Community-Experte für reiten, 17

Frag vor odernahc der Reitstunde, oder falls zwischendurch die Möglichkeit besteht deine Reitlehrerin, wie genau sie das meint. Oft denken Reitlehrer, was sie sagen, wird nicht gemacht, weil die Leute es ignorieren oder es noch nicht schaffen ( Kraft, Koordination...).

Oft ist ihnen nicht bewußt, das der ( auch fortgeschrittene!) Reitschüler gar nicht versteht, was sie meinen oder wird genau er es machen soll.

Wenn was nicht klappt, reite ich dem Reitlehrer,  wenn es sein muß,vor die Füße, halte dort an und sage ihm, dass das Pferd heute hart ist, mein Genick verspannt,  oder bitte ihn, mir noch mal genau zu zeigen, wie ich das jetzt mit der Hand, dem Gewicht, was auch immer, machen soll.

Oft ist auch in der Schrittphase am Ende des Unterrichts noch mal Gelegenheit, nach Dingen zu fragen, die man jedes Mal nicht hinbekommt. Wenn der Reitlehrer weiß, wo dein Problem ist, kann er sich bis zur nächsten Stunde eine Lösung überlegen.

Und denk nicht drüber nach, was " die anderen" davon halten. Die sind nämlich oft froh, dass irgendjemand das Problem in Worte fasst, was vielleicht nicht nur Du hast.

Vor längerem hatte ich auch öfter ein Pferd, das im Galopp immer länger und schneller wurde. Ständig hieß es: " außen abfangen". Erst, als ich mal sagte, dass mir der Arm schon weh tue, merkte der Reitlehrer ganz entsetzt, dass ich da etwas genauere Anweisungen in dem Moment brauchte und bekam sie auch.

Dap erklärt ja schon einiges zur Parade, und wichtig ist auch, diese immer im richtigen Moment zu geben. Du kannst immer nur in dem Moment die Bewegung formen, wenn auch eine da ist. 

Sehr zu empfehlen ist da das Buch " schmeichelnder Sitz, atmender Schenkel, flüsternder Zügel", da wird der Zusammenhang zwischen Hilfen und Fußfolge des Pferdes  recht gut erklärt.

Du kannst das Pferd nicht bremsen, wenn es grade die Beine hinten raus schleudert, sondern mußt während der vorwärts Bewegung das Vorwärts in aufwärts umformen. Wenn du im falschen Moment parierst, kann das Pferd gar nicht reagieren. Das mußt du wissen, und der Reitlehrer kann dir helfen, den Moment zu erfühlen.

Kommentar von MimiMarron ,

Die ersten zwei Absätze kann ich aus eigener Erfahrung so unterschreiben. :D Ich bin froh, dass ich mitlerweile eine Reitlehrerin habe, bei der ich wirklich "doofe" Fragen stellen kann und sie mir auch direkt verständlich(er) erklärt, wenn ich etwas nicht sofort verstanden habe!

Fragen kann man übrigens auch direkt während der Stunde. Zumindest im Einzelunterricht geht das problemlos. In wie fern der Reitlehrer in Gruppenstunden die Zeit hat ein Problem ausführlich zu erklären weiß ich nicht...

Antwort
von dap123, 36

Die annehmende und nachgebende Zügelhilfe sind zwei der fünf Zügelhilfen (es fehlen: durchhaltend, verwahrend, seitwärts-weisend). Annehmen bedeutet, das Zügelmaß zu verkürzen, nachgeben bedeutet, das Zügelmaß zu verlängern - allerdings: nur durch eindrehen und ausdrehen des Handgelenks und ohne die Zügel nachzufassen oder den Unterarm mit zu bewegen. Das Pferd soll einen leichten Druck am Gebiss spüren (annehmen) und dann wieder entlastet werden wenn es locker wird bzw. die gewünschte Reaktion zeigt (nachgeben).

Eine halbe Parade ist eine Kombination von allen drei Hilfen (Gewichts-  / Schenkel- / Zügelhilfe). Mit der beidseitig belastenden Gewichtshilfe und der beidseitig treibenden Schenkelhilfe treibt man an eine annehmend-nachgebende bzw. durchhaltende Zügelhilfe und fordert das Pferd auf, sich am Gebiss abzustoßen. Halbe Paraden dienen zum Einleiten von Lektionen, zum aufmerksam machen, zum Reiten von Übergängen usw. - also eigentlich immer, um das Pferd aktiv zu halten.

Im Falle deines Problems mit dem Wegrennen im Trab und Galopp würde ich aber versuchen das Pferd über langsameres Leichttraben oder über deutlich langsameres Mitschwingen (bremsend wirkender Sitz). Oft kann man mit Zügeln nicht mehr viel machen wenn die Pferde sich dabei entziehen. Das Wegtreiben vom Zügel und das Einwirken über die Gewichtshilfe ist dann oft hilfreicher, auch wenn es anstrengender und mit viel mehr treiben verbunden ist.

Antwort
von Thandu, 48

Wenn Dein Pferd zu schnell wird, dann kannst du es bremsen, indem Du die Zügel straffst (annehmen). Mit Zügel nachgeben gibst Du dem Pferd frei, so dass es wieder schneller wird. Es geht hier nur um das Tempo, bzw. die Dosierung des Tempos, damit Du dann weitere Aufgaben besser hinbekommst.

Kommentar von lenchenh ,

nein, ein zügel ist kein temporegulator

Kommentar von CarosPferd ,

man bremst ein Pferd nicht indem man den Zügel dauerhaft annimmt!

Nachgeben MUSS sein wenn du annimmst, wenn du durchziehst wird sich das Pferd fest machen, gegen Druck aufbauen, etc. 

dap123 erklärt meiner Meinung nach sehr gut wie du ein Pferd mit deiner Bewegung bremst und kontrollierst.

 Man reitet ein Pferd nicht nur über Zügel, weder Regulation des Tempos noch Richtungswechsel.

Antwort
von Luckydanger, 47

Wenn mein pferd *

Antwort
von Kimmay, 35

Warte deine Reitlehrerin sagt was du machen sollst, was du nicht verstehst, und du hältst es nicht für nötig sie zu fragen? Hast du so Angst vor ihr oder wie? Verstehe ich nicht.

Antwort
von Shany, 42

Und Du bist Reiterin?

Kommentar von Luckydanger ,

Und du bist zu dumm um zu verstehen dass dieses forum für fragen allerlei offen ist ?

Ich möchte antworten von leuten wissen worüber sie reden.

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