Frage von Pannonia22, 11

Haftung für Straftaten Dritter mit Auto?

Neulich hatte ich mit meinem Neffen folgende Diskussion: Er war vor etwa einem Monat mit seinem Auto nach Ungarn und Rumänien unterwegs. Dabei erzählte er mir, dass es manchmal vorkam, als ob der Motor ihm beinahe nicht mehr angesprungen wäre. Da er allerdings zügig wegen der Arbeit nach Hause wollte/musste, überlegte er schon, das Auto zunächst (in CZ, H, RO oder wo auch immer) auf einem öffentlichen Parkplatz stehen zu lassen, mit der Bahn nach Hause zu fahren und sich später um das Auto zu kümmern, wenn nötig. Sein Vater, mein Schwippschwager, machte daraus einen Riesen-Terz und behauptete, dass er dann verantwortlich gemacht werden könnte, wenn jemand sich dort das Auto nehmen würde und damit Straftaten begeht (z.B. Banküberfall, Drogenschmuggel oder Migrantenschleusung). Das stimmt ja auch, aber meines Wissens gilt das nur, wenn der Autobesitzer das Auto unverschlossen zurücklässt oder gar mit dem Schlüssel im Zünder den Wagen quais auf dem "Präsentierteller" jemand x-beliebigen überlässt. Wenn der Wagen verschlossen und somit besonders gegen unbefugte Nutzung gesichert wäre, dann wäre dem jedoch nicht so, so weit ich weiß. - Mein Schwippschwager hat da manchmal doch etwas verquere Ansichten. Aber wer hat Recht? Und in dem Zuge würde mich auch interessieren, wie lange man grundsätzlich ein Auto mit ausländischem Kennzeichen auf einem Parkplatz im Ausland maximal parken darf, wenn es keine besonderen zeitlichen Einschränkungen bezüglich der maximalen Parkzeit gibt.

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Antwort
von Rockuser, 11

Mann kann nicht für Straftaten belangt werden, die man nicht gemacht hat. Das ist auch im Ausland so. Wie lange man in dem Land Parken darf, sollte Google wissen.

Aber wenn das Auto abgeschlossen ist, hat man erstmal nichts verkehrt gemacht.

Expertenantwort
von uni1234, Community-Experte für Recht, 10

Die Frage hat - zumindest soweit man einfach mal deutsches Recht unterstellt - sowohl zivilrechtliche als auch strafrechtliche Implikationen.

Zivilrechtlich haftet der Autohalter gem. § 7 Abs. 1 StVG - vereinfacht dargestellt - für alles, was mit dem Auto angestellt wird. Dies gilt gem. § 7 Abs. 3 StVG allerdings nicht wenn das Fahrzeug gestohlen wurde und der Halter das Fahrzeug nicht ausreichend abgesichert hat. Insoweit hast Du schonmal Recht.

Strafrechtlich hat das Abstellen des Autos allerdings keine Relevanz. In einem derartigen Fall fehlt es Dir jedenfalls an dem - für die Beihilfe erforderlichen - Gehilfenvorsatz.

Antwort
von breitio0, 6

das problem ist, dass das auto als gestohlen gemeldet werden muss, wenn es nicht mehr dort ist wo es war....

da er nicht vor ort ist, kann er das unmöglich tun...

wenn man sowas macht, dann sollte man abgesehen von den richtlinien ob das auto da längerfristig stehen darf, beachten dass man das auto fahruntüchtig macht... vllt reicht batterie abklemmen vllt müssen andere maßnahmen ergriffen werden... zb schalter in den kreislauf der benzinpumpe einbauen(das auto klaut niemand.... da er erstmal den schalter finden muss)

Kommentar von breitio0 ,

das ist btw auch net kompliziert und dauert max ne stunde bei einem kostenaufwand von unter einem euro... aber das ist ends effektiv

egtl logisch oder? wenn die kraftstoffpumpe keinen strom bekommt fährt das auto nirgendwohin

Kommentar von Fraganti ,

Jeder Mensch hört das Surren der elektrischen Benzinpumpen kurz vor dem Anlassen. Wenn das fehlt, überbrückt man einfach mit einem Draht und 2 Klemmen. So machen Werkstätten das auch, wenn das Benzinpumpenrelais defekt ist. Dauert keine Minute. Würde mich wundern, wenn es einen Autodieb gibt, der sowas nicht dabei hat. 

Kommentar von breitio0 ,

oO

ich achte net auf das surren und wenn das auto nicht anspringt kann ich mir nicht vorstellen, dass ein potentieller dieb stunden an denkleistung auf sich nimmt 

ich würde den schalter natürlich unter die rückbank legen oder in die nähe davon

wie gesagt ich denk dem potentiellen dieb ist der aufwand nicht wert

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