Haftpflichtversicherung Einstufung?

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6 Antworten

Es gibt eben sehr viele Personen, die im öffentlichen Dienst arbeiten. Da lohnt es sich diese Klientel besonders zu umwerben. Das Ausfallrisiko ist geringer.

Im Übrigen herrscht in Deutschland freies Vertragsrecht. Jeder kann seine Tarife kalkulieren, wie er will. Wenn es dabei "zu großzügig" ist, wird er sich auf dem Markt nicht halten können.

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Als Beamter unterliegt man besonderen Bestimmungen,  deren Verstoß ein Dienstaufsichtsverfahren bis hin zur Entlassung aus dem Dienst nach sich ziehen kann. Dazu gehören ein einwandfreier Leumund und geordnete Vermögensverhältnisse,  will sagen,  ein Beamter hat nie eine straftat begangen und zahlt seine Rechnungen stets pünktlich. 

Eine Verurteilung gegen einen Beamten,  oder ein uneinbringliches Mahnverfahren hat bei einem Beamten grundsätzlich auch berufliche Konsequenzen.  Daher ist bei einem Beamten stets von vertragsgerechtem verhalten auszugehen. Tatsächlich gibt es diesbezüglich auch nur Einzelfälle bei denen es zu vertragswiederigem verhalten durch einen Beamten kommt.

Bei normalen Kunden kalkuliert man zb. Ca 3% Beitragsausfall,  die dem Beamten nicht berechnet werden.

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Kommentar von Antitroll1234
28.04.2016, 08:00

Tatsächlich gibt es diesbezüglich auch nur Einzelfälle bei denen es zu vertragswiederigem verhalten durch einen Beamten kommt.

Du bist komisch, in der anderen Antwort welche genau dies aussagt tust Du dies als Unsinn kommentieren, hier schreibst Du selbst das es tatsächlich nur Einzelfälle gibt (also eine Statistik) welche genau dies belegt^^

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Da muss man weit ausholen.

Es haben sich Versicherungen für ihre jeweilige Lobby gegründet. Bspw.  die Haftpflichtunterstützungskasse kraftfahrender Beamter (HUK), Eisenbahner (DEVK), Beamte (Debeka), Haftpflichtverband der Deutschen Industrie (HDI) usw. Die Konkurrenz kann aber nur in fremden Gewässern fischen, wenn sie beim Angebot mithalten kann. Deshalb der günstigere Tarif für Personen, die ansonsten ihre "Lobbyversicherung" abschließen. Es geht aber auch anders. Die meisten Hersteller haben ihre eigene Versicherung. Kaufe ich einen VW, Audi oder Porsche, frage ich bei dem VVD (Allianz) nach, einen Toyota bei der A.I.O.I. (Toyota Versicherung), Opel OVD (Allianz) usw. Dort gibt es dann auch wieder Rabatte für bestimmte Personenkreise, die erfahrungsgemäß ein geringeres Schadenrisiko darstellen, als andere. Insgesamt ist das eine Mischkalkulation aus Angebot und Nachfrage und Schadensrisiko.

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Ich fürchte, die genannten Firmen haben eben nicht so einen großen Wasserkopf, sind oft Vereine, und dürfen somit auch nicht solch üppige Gewinne an die Eigentümer/Aktionäre/Vorstände ausschütten.

Auch beim Vertrieb geht es oft günstiger zu.

Nimm nur die Provinzial oder die Bausparkassen der Sparkassen. Was da abgeht, ist ja unglaublich. Die Allianz kann das auch ganz gut, wie ja immer wieder gelesen werden kann.

Und die Mitbewerber wollen mithalten und loben somit etwas günstiger aus für diesen Personenkreis. Der nachgewiesener Maßen ja auch nicht soviel schummelt und Außenstände verursacht.

Viel Glück also.

Die Provinzial Nord hatte einmal einen Zahnarzttarif und der lag 60% unter der Liste. Allerdings nur für ein Jahr. Da wurde bemerkt, daß er Außendienst plötzlich nur noch Zahnärzte in die KFZ-Versicherung bekam.



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Wer sagt das die vorsichtiger als ich sind?

Die Statistik.

Weil lt. Statistik nach welcher die Versicherung Beiträge erhebt, diese Personengruppe in weniger Haftpflichtschäden verwickelt werden als andere, ob die jetzt direkt vorsichtiger als Du persönlich bist, dass weiß die Versicherung nicht.

Die Versicherung richtet sich dort in der Statistik nach Personengruppen, nicht nach Einzelpersonen.

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Kommentar von RudiRatlos67
28.04.2016, 02:27

Das ist Unsinn....

Ein Beamter unterliegt einer besonderen Kontrolle durch den Dienstherrn,  das ist der einzige Grund.

Verliert ein Beamter seinen Führerschein auf Grund einer Trunkenheitsfahrt,  hat das für ihn auch gleichzeitig berufliche Konsequenzen. Er muß mindestens mit einem Dienstaufsichtsverfahren bis hin zu seiner Entlassung aus dem Beamtendienst rechnen.  Gleiches gilt wenn ein Beamter seine Verbindlichkeiten nicht bezahlen kann.

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 Wer sagt das die vorsichtiger als ich sind?

Um das geht es überhaupt nicht.

Aber da muss man sich im Beamtenrecht, bzw. im Öffentlichen Dienstrecht auskennen und dann wird es sofort klarer.

Wenn ein Beamter oder Öffentlich-Bediensteter bei einem Schaden falsche Angaben macht - ihm also Versicherungsbetrug vorgeworfen werden kann, besteht die Möglichkeit, dass ihn sein Arbeitgeber aus dem Dienst entlässt.

(Einem sonstigen Arbeitnehmer kann dies nicht passieren.)

Außerdem gibt es einige Versicherungsunternehmen die man als Selbsthilfeeinrichtungen des öffentlichen Dienstes bezeichnen kann. Bedeutet in dem Aufsichtsrat der Versicherung sitzen Vertreter des Beamtenbundes und der Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes. Und durch diese Verbundenheit wird den ÖD-Bediensteten ein Sondertarif angeboten.

Gruß N.U.

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Kommentar von schleudermaxe
28.04.2016, 08:18

Nanu? Selbsthilfeeinrichtungen? Von mir abgeschrieben? Damals heftigst gerügt von Dir. Schon so vergeßlich? Ist doch noch gar nicht lange her?

Für die Bütt freigegeben!

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Kommentar von Apolon
28.04.2016, 11:36

Ergänzung:

allerdings erhalten auch weitere Gruppen den ÖD-Tarif was meistens nicht so bekannt ist.

Dazu gehören z.B. auch

a) gemeinnützige Einrichtungen des Privatrechts,

b) kirchliche und mildtätige Einrichtungen,

c) juristische Personen des deutschen Privatrechts die im Hauptzweck Aufgaben erfüllen die normalerweise der öffentlichen Hand unterliegt und eine Kapitalbeteiligung juristischer Personen des deutschen öffentlichen Rechts von mindesten 50 % aufweisen.

Zusätzlich gibt es auch für weitere Gruppen Sondertarife, wie z.B.

a) Arbeitnehmer mit deutschem Arbeitsvertrag der US-Army,

b) Mitglieder der freiwilligen Feuerwehren,

c) Mitglieder einzelner Parteien,

d) Arbeitnehmer einzelner Industriebetriebe.

e) usw.

Bedeutet - man sollte immer den  Versicherungsvermittler ansprechen.

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Kommentar von AalFred2
28.04.2016, 12:37

Wenn ein Beamter oder Öffentlich-Bediensteter bei einem Schaden falsche Angaben macht - ihm also Versicherungsbetrug vorgeworfen werden kann, besteht die Möglichkeit, dass ihn sein Arbeitgeber aus dem Dienst entlässt.

Nach welchen Vorschriften dürfen denn Angestellte im ÖD anderes behandelt werden als jeder andere Arbeitnehmer?

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