Frage von HexiSchnecki, 34

Haftpflichtversicherung- wer muss zahlen?

Hallo.
Letztes Jahr habe ich an meinem ersten Arbeitstag bei meinem ehemaligen Arbeitgeber einen Schlüssel abgebrochen. Der Schlüsseldienst baute das Schloss aus und gleich wieder ein, da eine Frau den Schlüssel raus ziehen konnte. Also musste das Schloss nicht ersetzt werden. Nachdem ich gekündigt habe kam meine ehemalige Arbeitgeberin daher und meinte, ich muss ihr 100€ dafür zahlen. Angeblich zahlt das ihre Versicherung nicht, was ich ihr nicht glaube.
Jetzt habe ich ihr Unterlagen für das Arbeitsamt zum ausfüllen geschickt und jetzt meint sie wieder ich muss das zahlen und sie händigt mir die Unterlagen erst aus, wenn sie das Geld hat.

Meine Frage: wer muss das zahlen? Jeder Betrieb hat doch Mitarbeiterversicherungen oder?

Antwort
von wilees, 28

Zuerst einmal - Deine ehemalige Arbeitgeberin muß auf Anforderung hin diese für Dich notwendige Bescheinigung ausfüllen.


Sozialgesetzbuch (SGB) Drittes Buch (III) - Arbeitsförderung - (Artikel 1 des Gesetzes vom 24. März 1997, BGBl. I S. 594)
§ 312 Arbeitsbescheinigung


(1) Der Arbeitgeber hat auf Verlangen der Arbeitnehmerin oder des Arbeitnehmers oder auf Verlangen der Bundesagentur alle Tatsachen zu bescheinigen, die für die Entscheidung über den Anspruch auf Arbeitslosengeld oder Übergangsgeld erheblich sein können (Arbeitsbescheinigung); dabei hat er den von der Bundesagentur hierfür vorgesehenen Vordruck zu benutzen. In der Arbeitsbescheinigung sind insbesondere 1.die Art der Tätigkeit der Arbeitnehmerin oder des Arbeitnehmers,2.Beginn, Ende, Unterbrechung und Grund für die Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses und3.das Arbeitsentgelt und die sonstigen Geldleistungen, die die Arbeitnehmerin oder der Arbeitnehmer erhalten oder zu beanspruchen hat,anzugeben. Die Arbeitsbescheinigung ist der Arbeitnehmerin oder dem Arbeitnehmer vom Arbeitgeber auszuhändigen.

Wenn hier bei erstmaliger Benutzung von Dir dieser Schlüssel abgebrochen ist, so ist davon auszugehen, dass dieser Schlüssel schon vorher beschädigt war. Wo sollte hier Dein Verschulden zu suchen sein? Also geht die Rechnung des Schlüsseldienstes zu ihren Lasten.

Antwort
von Antitroll1234, 34

Wenn du den Schlüssel während deiner Tätigkeit abgebrochen hast und dir keine Fahrlässigkeit vorgeworfen werden kann, dann trägt der Arbeitgeber die kompletten Kosten.

Wenn der AG keine Versicherung hat oder diese aus welchen Gründen auch immer nicht zahlt, dann bleibt der AG auf den Kosten sitzen, nennt man unternehmerisches Risiko.

Antwort
von schleudermaxe, 17

... ich fürchte der, der den Schlüsseldienst bestellt hat, oder gibt es anderslautende Vereinbarungen?

Ein Mitarbeiter kann ja nun nicht einfach Kosten auslösen, die seine Firma nur mal eben so zu bezahlen hat, oder übersehe ich etwas?

Antwort
von martinzuhause, 32

erst mal hat sie die unterlagen auszufüllen. macht sie das nicht, klage einfach. du du keinen job hast bekoomst du verfahrenskostenhilfe.

wenn sie von dir geld haben will soll sie eine rechnungschreiben und dir schicken. zahlst du nicht darf sie das gerne übers gericht amchen und das auch dort begründen

Antwort
von FLInvest, 8

Welche Versicherung soll denn eurer Meinung nach das bezahlen?

Fakt ist, der AN hat dem AG einen Schaden zugefügt. Dafür gibt es eine Haftpflichtversicherung die in dem Fall die Kosten übernehmen sollte insofern kein Vorsatz unterstellt werden kann.

Kommentar von HexiSchnecki ,

Ich denk da hauptsächlich an die Haftpflichtversicherung von ihr, zumal es eben nicht mutwillig war. in jedem Betrieb geht mal was kaputt und ich hab noch nie gehört dass es der Arbeitnehmer zahlen musste oder die Versicherung des Arbeitnehmers.

Antwort
von HexiSchnecki, 29

Sie behauptet ihre Versicherung zahlt das nicht. sie hat einen eigenen Betrieb! Sie muss gegen sowas doch versichert sein!

Kommentar von NochWasFrei ,

Na dann sag mir doch mal welche Betriebsversicherung dafür aufkommen soll.

Antwort
von Reisekoffer3a, 26

Das ist Erpressung !

Sie muß die Unterlagen ausfüllen. Das eine hat mit dem anderen

nichts zu tun.

Zahlen würde ich auch nicht. Wenn sie stur bleibt zum Anwalt gehen.

Kommentar von HexiSchnecki ,

Sie behauptet ihre Versicherung zahlt das nicht. sie hat einen eigenen Betrieb! Sie muss gegen sowas doch versichert sein!

Kommentar von Reisekoffer3a ,

würde sagen auch wenn sie  k e i n e  Versicherung hat würde ich

auch nicht zahlen. Das Ganze kann jedem passieren und war ja

nicht mutwillig !

Kommentar von schleudermaxe ,

... meine Betriebsversicherung bezahlt solches Fehlverhalten der Mitarbeiter auch nicht.

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