Frage von Moniika1989, 48

Haftet der Nachfolger im Einzelunternehmen für den Fehler seines Vorgängers?

Hallo! Ich hab eine juristische Frage:

Angenommen ein Mann hat eine Firma(Einzelunternehmen) ist 70 Jahre alt und geht in Rente. Er übergibt die Firma an seinen Sohn und dieser führt sie weiter. Jahre später kommt eine Klage aus der Zeit als der Vater noch die Firma geleitet hat. Muss der Sohn für den Fehler des Vaters haften?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von NSchuder, 24

Wenn der Nachfolger kein eigenes Unternehmen gegründet hat, sondern tatsächlich das väterliche Unternehmen weiter führt, dann haftet er bzw. das Unternehmen auch für Schäden die noch aus der Zeit vor ihm stammen.

Im Falle der Übernahme des Betriebes gehen alle Rechte und Pflichten auf den Nachfolger über. 

Man könnte das vermeiden indem der Vater den Geschäftsbetrieb einstellt und die Firma abwickelt und der Sohn einen eigenen Betrieb gründet.In diesem Fall hätte er mit dem Betrieb des Vaters rein rechtlich nichts zu tun.

Antwort
von DiRatisbona, 21

Kommt ganz auf die gesellschaftsstruktur und die übergabeverträge an.

Ist ohne details nich einfach mit ja ider nein zu beantworten.

War der alte einzelkaufmann ein e.K.also im handelsregister eingetragen? Agiert der neue einzelkaufmann unter dem alten namen? Usw usw.

Mehr details bitte.

Antwort
von bmke2012, 48

Aber sicher! Der Sohn tritt in alle Rechte und Pflichten ein, die sich aus dem Unternehmen ergeben! Also haftet er auch für alles, was der Vater einst versaubeutelt hat. Das nennt man unternehmerisches Risiko!


Antwort
von Blablablu92, 34

Klar. Wer sollte denn sonst dafür aufkommen?
Das gleiche gilt auch im privaten Bereich.
Wenn Schulden bestehen, noch nach dem Tod, müssen deren Kinder dafür aufkommen.

Antwort
von kenibora, 34

Bei jeder Firmenübergabe wird/werden u.a. juristische Übergabevertäge gemacht und somit alles geregelt!

Kommentar von 5432112345 ,

Das betrifft aber nur den schadenersatzanspruch.

Der Dritte ist in keiner Weise an ein solches Rechtsgeschäft gebunden.

A geht Vertrag mit B ein, dass B weiterhin für alle Schadenersatzansprüche haftbar bleibt.

C hat ansprüche gegen die Firma aus alten geschäften und holt sich sein Geld von A, der Vertrag zeischen A und B betrifft ihn rechtlich nicht.

A kann nun selbst gegen B vorgehen und versuchen sich Aufgrund des Vertrages das Geld zurück zu holen.

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