Frage von chazen, 130

Hätte man meinen 15 jährigen Kater, noch retten können?

Ich mache momentan eine schwere Zeit durch, da mein Kater Gestern im Alter von 15 Jahren verstorben ist. Das traurige an der ganzen Sache war, dass es irgendwie alles zu schnell ging. Ich bin mit ihm aufgewachsen (habe ihn mit 5 Jahren bekommen und werde nun demnächst 21) und finde es daher doppelt so hart, wie als wenn man als Kleinkind, ein Haustier verliert oder schon so alt ist, dass man einige Tode durchgemacht hat. Es hat mich also komplett erwischt und fett getroffen. Nun aber zu meiner Frage:

Mein Kater hat letzte Woche Montag (2.11.) das erste Mal angefangen zu röcheln und Geräusche zu machen, als würde er ersticken. Er lag dann auf dem Wohnzimmerboden und ich habe ihn gestreichelt, weil ich echt dachte, er stirbt in meinen Armen. Als meine Mutter von Arbeit kam, habe ich ihr alles davon erzählt und sie meinte, dass wir uns das nochmal in Ruhe am nächsten Tag, angucken sollten. Die Tage darauf, wurden dann immer besser für ihn und wir dachten, dass er vielleicht nur wieder an irgendwelchen Pflanzen geknabbert hat, die ihn Magenschmerzen bereitet haben. Doch Vorgestern, ging es dann wieder los und wurde dieses Mal, richtig heftig. Meine Mutter entschied sich also mit ihm zum Tierarzt zu gehen und ich wollte eigentlich mitkommen aber meine Mutter versprach mir, dass sie jede Entscheidung (was z.B. eine Einschläferung betrifft) sowieso nochmal mit mir bespricht. Wir hatten also eigentlich gehofft, dass mein Kater wieder lebend Nachhause kommt, doch er ist wohl auf dem Weg so ausgerastet im Transportkorb, dass er sich mehrmals übergeben hat. In der Praxis sei er dann wohl auf die Tierärztin losgegangen und sie war sich schon im ersten Moment sicher, dass er gleich sterben würde. Er bekam eine Beruhigungsspritze und dämmerte quasi in den Tot. Schön war es trz. nicht. Er hat mit seinem Leben gekämpft. Die Ärztin meinte dann zu meiner Mutter, dass sein Herz verrutscht ist und er Wasser in der Lunge hatte. Seine Zunge wurde zum Ende auch ganz schwarz.

Meine Mutter und ich, machen uns nun Vorwürfe, dass ein 15 jähriges Leben, so schnell und unerwartet, auf diese schreckliche Weise, zu Ende ging. Wären wir direkt am 2.11. zum Arzt gegangen, hätte es etwas gebracht? Die Ärztin meinte, sie hätte ihm dann täglich eine Spritze geben- und mit Tabletten arbeiten müssen. Da mein Kater aber ein wilder war und er schon beim Transport, ausgerastet ist, hätte man ihm das doch nicht zumuten können oder? Eine Spritze in kurzen Abständen, hätte ihn doch nur gequält, oder nicht? Der Bruder von meinem Kater (der kurioser Weise, bei meinem Bruder aufgewachsen ist) ist mit 16 nämlich richtig krank geworden und hat genauso begonnen. Er war am Ende nur noch Haut und Knochen und ist dann verstorben. Mein Kater hatte auch nicht mehr so ein tolles Gewicht. Er hat sein Futter in der Endphase, gar nicht mehr angerührt. War das alles also eine Erlösung oder haben wir etwas falsch gemacht? Er hatte sonst ein sehr gesundes Leben und musste nur 1 x zum Arzt.

Grüße

Antwort
von kaley2, 130

Hey!

Erstmal mein herzliches Beileid :( Der Tod eines geliebten Tieres ist wahrscheinlich für jeden schwer :(

Nun zu deiner Frage. Wärst du früher zum Arzt gegangen und dein Kater hätte evtl. die Medikamente bekommen so wie es dir Tierärztin sagte, KANN es sein, dass es sein Leben um Tage, vielleicht auch noch wenige Wochen verlängert hätte... Allerdings wäre es großer Stress für ihn gewesen jeden Tag eine Spritze zu bekommen, was für sein wahrscheinlich eh schon geschwächtes Herzchen auch nicht gut gewesen wäre...

Klar macht man sich Gedanken darüber, ob es hätte anders laufen können.. Aber ich denke mal, dein Kater hat ein langes und erfülltes Leben gehabt! und 15 Jahre sind wirklich ein sehr gutes Alter für eine Katze!

Ich kann verstehen, dass es Mitleid in einem erweckt, das eigene Tier so leiden zu sehen.. Das ist kein schöner Anblick.. Aber du bzw. ihr habt alles getan was ging und müsst euch nichts vorwerfen! Wie gesagt, wenn er eh schon so vorbelastet war mit seinem Herzen hätte es wahrscheinlich eh nicht mehr lang gedauert :( Tiere können leider nicht sagen, wenn es ihnen schlecht geht... Deshalb merkt man bestimmte Sachen leider erst zu spät.. Das Wasser in der Lunge kommt von einer kardialen Dekompensation, das heißt, das Herz hat nicht mehr richtig gearbeitet... Das führt auf Dauer dazu, dass das Tier schlecht Luft bekommt , und meist ist es dann schon zu spät..

Ich hoffe, ich konnte dir etwas weiterhelfen und dir den Kummer bzw. die Selbstzweifel etwas nehmen!

Kommentar von chazen ,

Vielen Dank! Deine Worte geben mir viel Kraft. Ich denke mir halt nur immer "Hätten wir es nicht merken können, dass es ihm schlecht ging? Hat er uns keine Zeichen gegeben?" Sein miauen war viel intensiver die letzten 2 Jahre. Er hat mehr an den Beinen "genervt" Hat er uns da vielleicht schon die Botschaft gegeben, dass wir ihm helfen sollen? Fragen über Fragen und keine davon, bringt ihn jemals zurück ..

Antwort
von friesennarr, 66

Sorry für deinen Verlust

und finde es daher doppelt so hart, wie als wenn man als Kleinkind, ein Haustier verliert oder schon so alt ist, dass man einige Tode durchgemacht hat.

Warum bist du der Meinung, das es einfacher ist ein Tier zu verlieren wenn man ein Kleinkind ist oder schon mehrere Tiere beim Sterben begleitet hat. Es ist immer ganz schwer für den Betroffenen, du kannst nicht für andere Sprechen, wie die empfinden, oder?

Meine Mutter und ich, machen uns nun Vorwürfe, dass ein 15 jähriges Leben, so schnell und unerwartet, auf diese schreckliche Weise, zu Ende ging. Wären wir direkt am 2.11. zum Arzt gegangen, hätte es etwas gebracht?

Natürlich hättet ihr schon vorher gehen sollten - wenn man sowas für 11 Tage aufschiebt, da habe ich kein Verständniss dafür. Besonders dann, wenn dein Bruder mit seiner Katze schon das gleiche durchgemacht hat.

Jetzt ist es aber nun mal so wie es ist und du solltest mit deiner Trauerarbeit beginnen.

Kommentar von chazen ,

1. Weil es wahr ist. Kleinkinder vergessen schnell und alte Menschen haben schon einiges erlebt. Natürlich empfindet jeder Schmerz unterschiedlich aber mit jemanden aufzuwachsen und ihn sterben zu sehen, ist um einiges schlimmer, als ihn nur ein paar Jahre gehabt zu haben. Das wird auch immer so bleiben, da kannste brabbeln was du willst. 2. Das ist deine Meinung, da kann ich nichts zu sagen und 3. Mit Trauerarbeit auf Knopfdruck zu beginnen und die Aussage zu treffen, ich soll damit anfangen, ist geschmacklos. Wenn du irgendwann Mal Stil entwickeln solltest, können wir da gern nochmal drüber sprechen, doch ansonsten, beschäftige ich mich gar nicht mit Menschen wie dir.

Kommentar von friesennarr ,

??? Oh, sorry aber wie empfindsam bist du, wenn du 11 Tage deiner Katze zuguckst, ohne was zu unternehmen? O.k. Dann trauerst du halt wenn du willst.

Kommentar von chazen ,

Wo hab ich geschrieben, dass es meinem KATER (nicht Katze! Aber das du nicht lesen kannst, habe ich bereits gemerkt) 11 Tage lang schlecht ging?

Kommentar von friesennarr ,

Mein Kater hat letzte Woche Montag (2.11.) das erste Mal angefangen zu röcheln und Geräusche zu machen, als würde er ersticken.

Frage gestellt am 13.11 = 11 Tage

Kater gehören auch zu den Katzen - Katze ist ja schließlich nicht nur die Bezeichnung für ein weibliches Tier, sondern für die ganze Gattung.

Kommentar von chazen ,

Hättest du meine komplette Frage gelesen (was du offenbar nicht getan hast) hättest du auch diese Zeilen mitbekommen:

Die Tage darauf, wurden dann immer besser für ihn und wir dachten, dass er vielleicht nur wieder an irgendwelchen Pflanzen geknabbert hat, die ihn Magenschmerzen bereitet haben. Doch Vorgestern, ging es dann wieder los und wurde dieses Mal, richtig heftig.

Er hatte sich wieder vollkommen erholt. Bzw. den Eindruck hinterlassen. Wir hatten nicht mehr das Gefühl, dass er etwas ernstes haben könnte. Ich respektiere deine Meinung und sage auch gar nichts dagegen, weil ich mir ja selbst gewisse Gedanken dazu mache aber vielleicht solltest du als Experte für Pferde, auch lieber in deinem Genre bleiben. Sensibilität mit dem Todesthema, weist du jedenfalls nicht vor. Das könnte dir gerade im umfangreichen und liebevollen Tiergebiet (denn Menschen entwickeln nun mal eine persönliche und liebevolle Bindung zu ihrem Haustier) zum Verhängnis werden.

Kommentar von friesennarr ,

Lies mal meine anderen Antworten - du interpretierst etwas rein was ich nie geschrieben habe. Ich hab nicht nur Pferde, sondern auch Hunde und Katzen. Du wirfst mir vor nicht richtig zu lesen, aber scheinbar hast du meine Antwort auch nicht gelesen. Ich habe lediglich ausgeführt, das es für jeden schlimm ist ein Tier zu verlieren nicht nur für dich.

Kommentar von chazen ,

Da hast du auch vollkommen Recht, nur bin ich der Meinung, dass es jemandem (der mit seinem Haustier aufgewachsen ist) schwerer fällt. Es ist ja auch so, dass sich Menschen immer an ihre Kindheit und Jugend erinnern. Ich habe noch nie jemanden sagen hören "Ich erinnere mich gern an den Zeitraum zwischen 20 und 30" Man erinnert sich hauptsächlich daran, wie man groß wurde und mit wem. Einem Kleinkind, dass mit 5 Jahren sein Haustier verliert, wird das nicht passieren. Einem alten Menschen, der schon 3 Katzen in seinem Leben verloren hat, höchstwahrscheinlich auch nicht so arg. Das ist jedenfalls meine Sicht der Dinge!

Expertenantwort
von Sternenmami, Community-Experte für Gesundheit, 94

So traurig es auch ist, aber es bringt absolut nichts, wenn Du Dir jetzt die Gedanken darüber machst "Was wäre, wenn...?" Es ist nun einmal nicht mehr zu ändern, dass Dein Kater verstorben ist und mit 15 Jahren hat er doch ein stolzes Alter erreicht.

Ich habe schon oft die Erfahrung machen müssen, dass ein geliebtes Haustier nach einem langen Leben von uns gegangen ist. Es ist niemals schön und es gibt auch Tode, die man lieber nicht hätte erleben wollen. Jeder Abschied von der Erde ist anders. Nicht immer ist es so, dass man einfach die Augen schließt und vorher keine Probleme hatte. So hat sich unsere zuletzt verstorbene Katze z.B. wirklich sehr gequält, auch wenn es nur wenige Stunden waren.

Ich denke, viel wichtiger ist, dass das Tier an sich ein schönes Leben hatte und Du solltest Dich jetzt einfach an die schönen Momente mit Deinem Kater erinnern, nicht an seinen Tod. Ich weiß, das ist leichter gesagt als getan und auch ich mach mir immer noch wochenlang nach dem Tod eines geliebten Tieres Gedanken darüber und auch jetzt, knapp 1 1/2 Jahre nach dem Tod unserer letzten Katze, kommen immer noch Momente hervor, wo ich mir Vorwürfe darüber mache, nachts nicht früher bemerkt zu haben, wie sehr sie mit ihrem Leben gekämpft hat.

Dein Kater hatte ein schönes und langes Leben. Behalte ihn in Erinnerung, wie er in all den Jahren davor war und nicht, wie er seinen letzten Tag verbracht hat. Ich denke, das würde auch er wollen.

Ich wünsche Dir alles Gute

Kommentar von Sternenmami ,

Du schreibst unter einer anderen Antwort, dass Du Dir Vorwürfe darüber machst, nicht eher den Zustand Deines Katers bemerkt zu haben. Hier muss ich Dich jetzt wirklich entlasten, denn Katzen lassen sich erst dann anmerken, dass es ihnen nicht gut geht, wenn es ihnen wirklich schon sehr schlecht geht. Katzen sind fabelhaft darin zu verbergen, dass etwas nicht in Ordnung ist und wenn man es dann bemerkt, ist es häufig schon für eine Behandlung zu spät.

Dein Kater hätte mit Behandlung vielleicht wenige Tage oder Wochen länger gelebt, aber hättest Du wirklich gewusst, dass es auch schöne Wochen gewesen wären? Du hättest mitunter nicht nur sein Leben verlängert, sondern auch sein Leiden.

Ich denke da immer an unseren vor fünf Jahren verstorbenen Schäferhund zurück. Als bei ihm ein Milztumor entdeckt wurde, haben wir ihn für viel Geld operieren lassen. Die Ärzte waren sich sicher, sein Leben gerettet zu haben, aber nur vier Wochen später ging es ihm so schlecht, dass wir ihn erlösen mussten. Du siehst, auch mit Behandlung ist nicht gesagt, dass es einem Tier besser geht.

Es ist jetzt nun einmal so geschehen, wie es geschehen ist und nichts auf der Welt kann das jetzt noch ändern. Mach Dich bitte nicht mit diesen Gedanken verrückt, sondern erinnere Dich an die schönen Zeiten mit Deinem Kater.

Fühl Dich mal lieb gedrückt.

Kommentar von chazen ,

Dankeschön für die lieben Worte. Ich finde es schön, in solchen Zeiten, auch Unterstützung und Verständnis von Menschen zu bekommen, die man noch nie gesehen hat. Das weiß ich sehr zu schätzen.

Kommentar von Sternenmami ,

Nach dem Tod meiner Kinder habe ich festgestellt, dass es häufig gerade die Menschen sind, die man nicht kennt, welche einem Halt geben. Du glaubst nicht, wie viel Stärke von Online-Foren ausgeht, wo andere Menschen die gleichen Erfahrungen gemacht haben, wie man selber. Das klingt vielleicht sehr merkwürdig, aber es ist so. Das trifft allerdings nicht auf alle Foren zu ...

Kommentar von chazen ,

Deswegen wollte ich auch unbedingt mit diesem Thema für eine kleine Diskussion sorgen. Mich hat interessiert, ob es auch andere Menschen gibt, die speziell auf mein Thema eingehen, weil sie sich und ihre Geschichte, da vielleicht drin wiedererkennen. Das man klärende Antworten auf seine Fragen bekommt, ist in dieser Situation natürlich schwierig (weil es sich um etwas handelt, dass bereits geschehen ist und das man nicht mehr beeinflussen kann) aber man kann auf jeden Fall, um einiges besser damit umgehen.

Antwort
von elfriedeboe, 81

Mein herzliches Beileid!
Ich würde das auch meiner Katze nicht antun jeden spritzen zu fahren ,hab es mit meiner müssen meine ist aber erst 14 Monate alt und habe es dann auch abgebrochen wie gesehen habe das es nichts bewirkt und sie halt jetzt bei mir solange sie halt lebt ausser es ist etwas schlimmes!
Ich bin halt der Meinung das eures Tier bei euch gut gelebt hat und es verdient hat so gute Halter zu haben die ihn geliebt haben und jetzt war halt die Zeit für ihn zu gehen!

Kommentar von chazen ,

Dankeschön .. ich wünsche dir mit deiner Katze, alles Gute!

Antwort
von petrapetra64, 84

Nein, es haette nichts gebracht, wenn ihr frueher gegangen waert, der Kater war sehr alt, es war einfach Zeit fuer ihn, zu gehen. Er hatte Wasser in der Lunge und einen Herzschaden, da haette man nichts dran machen koennen, ihn hoechstens noch etwas laenger quaelen. er wollte das nicht, er wollte in Ruhe zu Hause sein und keinen unnoetigen Stress mehr, somit habt ihr das richtige gemacht.

Das mit dem Aufbauspritzen wurde damals mit meinem Hund gemacht, dann ging es ihm ein paar Tage besser und dann wurde es wieder schlimmer und dann gab es wieder eine Spritze, aber die Abstaende wurden immer kuerzer, wo es geholfen hat. Am Ende hat er sich auch nur noch gequaelt und wurde dann erloest. Das ganze hat ihm auch hoechstens einen Monat gebracht.

Aber der Tierarztbesuch kann gerade fuer Katzen so ein Stress sein, dass es am Ende dem Tier mehr schaden als hilft.

Dass es viel zu schnell geht am Ende und unerwartet kommt, das ist fast immer so, selbst wenn man es vorher weiss, wenn man einen geliebten Menschen oder ein geliebtes Tier verliert, kommt es immer zu frueh und irgendwie unerwartet, weil man einfach immer weiter hofft und nicht wahrhaben will, dass es zu Ende geht.

Aber besser fuer das Tier, wenn es schnell geht, als wenn es erst nach langer Krankheit und langem Leidensweg erloest wird.

Es ist sicher schlimm fuer dich, dass du dich nicht mehr verabschieden konntest aufgrund der Umstaende. Das kann ich sehr gut nachvollziehen. Mir ging es damals bei meinem Hund genauso. Ich hatte mit meiner Mutter abgemacht, dass ich ihn zum Tierarzt bringe, wenn es so weit ist und er sich nur noch quaelt. Meine Mutter wollte ihn nicht bringen. Dann ging es ihm, als ich auf der Arbeit war, schlecht und sie entschied sich,  mit ihm zu gehen und hat mich dann erst danach angerufen auf der Arbeit. Das war fuer mich furchtbar. Dass er sterben wuerde, war mir klar und das war halt so, aber dass ich mich nicht verarbschieden konnte, darunter habe ich lange furchtbar gelitten und meiner Mutter uebel genommen, dass sie mich nicht vorher angerufen hat.

Aber deinem Kater geht es jetzt gut, wo er ist und er hat keine Schmerzen mehr. Mit der Trauer musst du jetzt klar kommen, das wird seine Zeit dauer, bis du das verarbeitet hast. Nimm dir die Zeit.

Kommentar von chazen ,

Genau der angesprochene Stress, wäre auf ihn zu gekommen und das wollten wir nicht. Vorwürfe wird man sich wohl trotzdem ein Leben lang machen. Vielen Dank für die ausführliche und schöne Antwort.

Antwort
von GravityZero, 88

War schon alles ok so. Irgendwann kommt das Ende und man muss es nicht immer unnötig mit Medikamenten hinauszögern.

Kommentar von friesennarr ,

Aber einen Tierarztbesuch für 11 Tage aufschieben?

Kommentar von chazen ,

Von denen 9 Tage alles normal lief*

Antwort
von Cerealie, 97

Ich weiß gut, was du durchmachst, mir ging es mit meinem Hund ganz genauso ... man macht sich einen Kopf, was man nicht alles noch hätte tun können, damit das Tier noch ein wenig Zeit gehabt hätte etc ...

Aber ganz ehrlich, das ist ein Stück weit auch egoistisch von uns Menschen. Das Tier hatte ein gutes Alter erreicht, es wurde geliebt, es hatte ein schönes Leben. Man hätte es (vielleicht!) mit Spritzen und Medikamenten noch ein wenig weiter "leben lassen" können - nur wäre das "Leben" aus Tiersicht gewesen?

Ich war dabei, als mein Hund eingeschläfert wurde, und ich hab' mir auch Vorwürfe gemacht, "hätte man" nicht vielleicht noch in die Tierklinik fahren können, "hätten die da vielleicht bessere Möglichkeiten gehabt?".

Dann hab ich mir die Frage gestellt: für wen wäre das gut gewesen? Fürs Tier? oder nur für mich, die ich nicht loslassen wollte, die ich nicht den Verlust erleiden wollte?

Man hätte meinen Hund noch ein paar Tage oder Wochen am Leben erhalten können - aber nur mit starken Schmerzmitteln, und ob die seine Schmerzen ganz hätten eindimmen können, hätte mir keiner sagen können ...

Ich weiß wirklich, wie schwer es ist, ein Tier "gehen zu lassen", mit dem man groß geworden ist ... aber manchmal ist genau das die wahre Tierliebe ... einem Tier seinen Frieden zu gönnen und nicht egoistisch dran festzuhalten, dass es noch etwas bleiben muss ...

Es wird noch eine ganze Weile richtig weh tun, das dein vierbeiniger Freund nicht mehr da ist ... aber irgendwann kommen andere Gefühle durch ... Dankbarkeit, für die schöne Zeit die man miteinander hatte, Freude, wenn man an die schönen Momente zurückdenkt ...

Ich bin mir sicher ... so hart wie es für dich jetzt auch ist ... es ist so richtig gewesen für deinen tierischen Begleiter ...

Kommentar von chazen ,

Deine Worte geben mir gerade viel Kraft. Meine Mutter meinte zwar auch "dass es schwer war, ihn gehen zu lassen aber da fängt wahre Tierliebe an" Ich erinnere mich sehr gern an die lustigen und schönen Momente zurück. Es ist halt nur so schwer zu akzeptieren, dass wir ihn nicht eingeschläfert haben. Das wir ihn quasi so kämpfen lassen haben. Wir hätten da etwas anders machen sollen aber wir hatten halt zu lang die Hoffnung ..

Kommentar von Cerealie ,

Die Hoffnung ist doch etwas, was uns Menschen menschlich macht ... Ihr habt in der Situation reagiert, wie ihr es tatet - in der Hoffnung, er hat nur was falsches gefressen, das wird schon wieder. Da ist ja keine böse Absicht dabei gewesen. Als deine Mama dann mit dem Kater beim Tierarzt war bekam er ja eine Spritze, die ihm das rüberdämmern erleichterte - auch wenn du nicht anwesend warst, fand dein treuer Begleiter und Freund so seinen Frieden. Schau, jetzt tut ihm nichts mehr weh, er muss sich nicht mehr quälen und seiner wird voller Liebe gedacht ... das ist was schönes, auch wenn der Verlust so weh tut.

Meine Mama meinte immer: Wen man geliebt hat, der verdient auch, dass man um ihn trauert, auch wenn es weh tut ... und auch das tust du jetzt doch ... es ist wie es ist - und auch wenn es schwer ist, so ist es doch gut, wie es ist ...

Fühl dich einfach mal virtuell von mir still gedrückt ...

Kommentar von chazen ,

Danke dir Cerealie <3

Antwort
von moonchild1972, 127

Liebe chazen,

Katzen haben lange gelebt, wenn sie 12 bis 14 manchmal sogar 16 bis 17 Jahre alt werden. Es ist anders als bei anderen Tieren.

Deine Mutter hat Dir im Übrigen über den Tod des Tieres nicht die Wahrheit gesagt.

Ich würde das, was Deine Mutter da äußert wie:

Weg so ausgerastet im Transportkorb, dass er sich mehrmals übergeben hat. In der Praxis sei er dann wohl auf die Tierärztin losgegangen und sie war sich schon im ersten Moment sicher, dass er gleich sterben würde. Er bekam eine Beruhigungsspritze und dämmerte quasi in den Tot. Schön war es trz. nicht. Er hat mit seinem Leben gekämpft. Die Ärztin meinte dann zu meiner Mutter, dass sein Herz verrutscht ist und er Wasser in der Lunge hatte. Seine Zunge wurde zum Ende auch ganz schwarz.

knallhart überprüfen! Das hört sich alles ziemlich unpassend und unzusammenhängend an, klingt auch, als würde sie übertreiben, damit irgendetwas anderes nicht rauskommt, was Du nicht wissen sollst. Welchen Grund könnte Deine Mutter haben, Dir so ein Märchen auf zu tischen?

Die Katze wäre jetzt eh von Euch gegangen. Sie war in einem hohen Alter und hat bestimmt gut bei Dir gelebt und war bestimmt sehr dankbar dafür.

Du kannst Abschied von ihr nehmen, indem Du sie Dir immer wieder durch kleine Dinge bewusst machst: Bau einen kleinen Tisch auf, stelle ein Foto des Tieres hin, eine Kerze, ein Erinnerungsstück und nehme bewusst Abschied von ihr. Schreibe Deine Erinnerungen mit der Katze in ein persönliches Buch. Mit Bildern, Fotos, Sprüchen, Gedichten und Erinnerungsstücken, eigenen Eindrücken.

Dir alles Liebe.

Kommentar von chazen ,

Hallo moonchild,

Zuerst einmal, möchte ich korrigieren, dass ich kein Mädchen bin. Aufgrund deiner Ansprache, kam ich da nämlich drauf. Ist aber auch gar nicht schlimm, denn normalerweise sprechen eher die Mädchen über den Tod ihrer Tiere und dies kann natürlich für Verwirrung sorgen. Jedenfalls muss ich als Junge zu meinem Verlust und Schmerz stehen. Danke dir erstmal, für deine lieben Ideen. Meine Mutter hätte keinen Grund dazu gehabt, mir etwas zu verschweigen. Vielleicht höchstens aus dem Grund, dass ich das alles nicht mit ansehe und sie mich davor schützt. Das wäre zwar ein Vetrauensbruch aber man könnte es nachvollziehen. Anderseits, kenne ich meinen Kater und ich wusste, dass er die Tour als Stress empfindet. Er war kein Kuschelkater und hat es nicht gemocht, irgendwo "reingestopft" zu werden, wo man ihm die Freiheit nimmt. Man durfte ihn in seinen letzten Tagen, auch nicht mal irgendwie aus dem Zimmer tragen oder hochheben, ohne das er sofort wieder runter wollte und sich unter den Tisch verkrochen hat. Ich glaube er realisierte, dass er nicht mehr lange hat.

Kommentar von moonchild1972 ,

OK. Das mit dem Namen tut mir Leid. Die anderen Sichtweisen vertrete ich nach wie vor.

Kommentar von Sternenmami ,

Warum bitte kann die Schilderung der Mutter so nicht stimmen? Sie klingt sogar sehr plausibel, wenn sich das Tier mit einem starken Herzproblem auf dem Transport so aufgeregt hat. Ich finde es ziemlich traurig, dass man hier als User in einer solchen Situation eine Mutter der Lüge bezichtigt. Du hast es ja noch nicht einmal als Vermutung, sondern als Tatsache hingestellt.

Deine Mutter hat Dir im Übrigen über den Tod des Tieres nicht die Wahrheit gesagt.

Woher bitte weißt Du das? Warst Du dabei?

Bitte denke künftig darüber nach, was Du mit einer solchen Antwort auslösen kannst. Wenn jemand in einer solchen Situation zart besaitet ist, kann ihn eine solche Antwort schon ziemlich aus der Bahn werfen und die Situation nur noch verschlimmern.

Kommentar von Sternenmami ,

Ups sorry, habe den Kommentar unter die falsche Antwort gesetzt. Der Kommentar oben richtet sich an moonchild1972.

Kommentar von moonchild1972 ,

ja ich weiß. Du warst dabei und hast natürlich mitbekommen, dass das Tier ganz plötzlich ausgerastet sein soll, sich dann auch noch zusätzlich übergeben hat und (weil es wahrscheinlicherweise sogar auch noch tollwütig war - das hat sie vergessen bei allem noch zu erwähnen) auf die Tierärztin losgegangen wäre. Nach der Spritze soll von der Ärztin zur besagten Mutter noch gesagt worden sein, dass das Herz verrutscht ist und das Tier Wasser in der Lunge hatte.

Wer es glaubt wird selig!

Kommentar von moonchild1972 ,

ach ja die schwarze Zunge hatte ich vergessen zu erwähnen.

Kommentar von Dackodil ,

Ich finde es ziemlich übel, daß du einen Menschen, von dem du grade die paar Sätze des Fragestellers weißt, also gar nichts, der Lüge bezichtigst.

Eine weniger stabile Natur als der FS könnte da ins Schlingern geraten und die Beziehung der beiden durch Mißtrauen gestört werden.

Die Schilderung der Mutter ist durchaus plausibel.

Kommentar von moonchild1972 ,

"Weg so ausgerastet im Transportkorb, dass er sich mehrmals übergeben hat. In der Praxis sei er dann wohl auf die Tierärztin losgegangen und sie war sich schon im ersten Moment sicher, dass er gleich sterben würde. Er bekam eine Beruhigungsspritze und dämmerte quasi in den Tot. Schön war es trz. nicht. Er hat mit seinem Leben gekämpft. Die Ärztin meinte dann zu meiner Mutter, dass sein Herz verrutscht ist und er Wasser in der Lunge hatte. Seine Zunge wurde zum Ende auch ganz schwarz".

Nicht den Fragesteller, sondern die Aussage der Mutter!

Kommentar von chazen ,

Also erstmal möchte ich sagen, dass ich das hier alles nicht persönlich nehme. Das Vertrauen zu meiner Mutter, würde sich niemals durch andere Meinungen beeinflussen lassen. Zum zweiten möchte ich aber ebenso loswerden, dass ich es auch ganz schön dreist fand, eine Behauptung in der Art aufzustellen, ohne die Person oder den Verlauf, zu kennen. Erzählungen und Tatsachen, werden immer ein wenig voneinander abweichen und das man das Ganze anzweifelt, ist auch völlig in Ordnung. Man sollte halt nur keine Aussagen machen wie "Wer es glaubt, wird seelig"

Kommentar von moonchild1972 ,

Lieber chazen,

damit war Sternenmami gemeint. Ich werde jetzt Deine Seite verlassen. Ich wünsche Dir alles Gute und dass Du  hier die Hilfe findest, die Du suchst.  mach´s gut.

Kommentar von chazen ,

Ich weiß schon wen du meintest. Nichts desto trotz, sprichst du doch über meine Mutter, oder nicht?

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