Frage von fr4g3nst3ll3r43, 161

Hätte man als Zivilperson den Amokläufer von München anschießen dürfen?

Als Beispiel nehmen wir eine Zivilperson vom Balkon aus. Wie wird so etwas gehandhabt?

Expertenantwort
von TheGrow, Community-Experte für Polizei, 39

Hallo fr4g3nst3ll3r43,

die Kurze Antwort lautet: Ja, auch eine Zivilperson hätte den Amokläufer anschießen dürfen.

Die lange Antwort lautet:

Wenn Du eine Person anschießt, hast Du Tatbestandsmäßig mindestens den Straftatbestand des folgenden Gesetzes erfüllt:

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§ 224 StGB - Gefährliche Körperverletzung

(1) Wer die Körperverletzung

  1. durch Beibringung von Gift oder anderen gesundheitsschädlichen Stoffen,
  2. mittels einer Waffe oder eines anderen gefährlichen Werkzeugs,
  3. mittels eines hinterlistigen Überfalls,
  4. mit einem anderen Beteiligten gemeinschaftlich oder
  5. mittels einer das Leben gefährdenden Behandlung
begeht, wird mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren, in minder schweren Fällen mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren bestraft.
(2) Der Versuch ist strafbar.

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Diesbezüglich ist die Polizei verpflichtet ein Strafverfahren gegen Dich einzuleiten.

Im Rahmen des Strafverfahrens muss die Polizei auch ermitteln, ob Du Rechtfertigungsgründe für die Tathandlung gehabt hast.

Ein Rechtfertigungsgrund ist folgender:

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§ 32 StGB - Notwehr

(1) Wer eine Tat begeht, die durch Notwehr geboten ist, handelt nicht rechtswidrig.

(2) Notwehr ist die Verteidigung, die erforderlich ist, um einen gegenwärtigen rechtswidrigen Angriff von sich oder einem anderen abzuwenden.

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Und hier würden die Ermittlungen mit an grenzender Sicherheit ergeben, dass die Voraussetzungen der Notwehr erfüllt waren.

Du hast nicht nur Dein Leben, sondern insbesondere das Leben anderer Personen verteidigt. Hier gibt es auch keine zwei Meinungen. Der Einsatz einer Schusswaffe war zweifelsfrei erforderlich um die gegenwärtige Gefahr abzuwenden, denn ein geringeres Mittel als der Einsatz der Schusswaffe gibt es nicht um einen bewaffneten Amokläufer zu stoppen, der von seiner Schusswaffe hemmungslos gebrauch macht.

Selbst wenn der Versuch den Täter anzuschießen mit dem Tot des Amokläufers endet ist das durch die Notwehr gedeckt. 

Das die Polizei schon vor Ort war spielt keine Rolle. Du darfst selbst das Leben der Polizisten mit dem Einsatz einer Schusswaffe stoppen.

Auch spielt es im Hinblick auf die Körperverletzung oder eines Tötungsdeliktes keine Rolle, ob Du eine geladene Waffe führen durftest. Notwehr ist auch mit einer illegalen Waffe zulässig und erst recht, wenn Du z.B. aus welchen Gründen auch immer eine Waffenbesitzkarte besitzt.

Dadurch, dass Du die gefährliche Körperverletzung nicht rechtswidrig, sondern in Notwehr begangen hast, würde die Staatsanwaltschaft das Verfahren gegen Dich einstellen, so dass der Schusswaffengebrauch für Dich ohne Folgen bleibt.

Im Hinblick auf die Waffe, währe aber zu prüfen, ob Du mit der Waffe nicht bereits vor der Notwehrsituation gegen das Waffengesetz verstoßen hast.

Wenn Du beispielsweise berechtigt bist Waffe und Munition zu besitzen, ist es völlig legal die Waffe bei vorliegen einer Notwehrsituation zu laden.

Hast Du die Waffe aber bereits geladen bei Dir geführt, obwohl Du nur berechtigt warst Waffe und Munition getrennt zu transportieren, könntest Du wegen des Führens einer Waffe (vor der Notwehrsituation ) verurteilt werden.

Schöne Grüße
TheGrow

Antwort
von diroda, 88

Wenn es keine andere/mildere Möglichkeit gibt. Wenn die Person selbst bedroht wird oder wenn die unmittelbare Bedrohung von anderen abgewendet werden kann. Das Mittel zur Nothilfe muß angemessen sein. Ich habe mal eine richterliche Ermahnung kassiert nachdem ich eine Vergewaltigung verhindert habe. Einmal zu oft zugeschlagen. Deshalb wurde ich gerügt das nicht mehr zu machen.

Kommentar von YankoCBR ,

meinen vollsten Respekt!

Antwort
von WosIsLos, 37

Notwehr = Eigenschutz

Nothilfe = Fremdschutz

Leider gibt es immer wieder Richter, die die Gefahrenabwehr verurteilen, da die Mittel nicht angemessen waren; z. B. wenn der Verteidiger zu oft zugeschlagen hat, oder der Angreifer 60KG und der Verteidiger 110KG wiegt (wobei das Gewicht nicht unbedingt etwas über die Kraft oder Wehrhaftigkeit aussagt).

Auch Kampfsportgeübte müssen sich bei solchen Aktionen sehr zurückhalten.

Ich fand übrigens gut, daß in Reutlingen ein 21jähriger Türke den Machetenangreifer mit seinem 1er BMW über den Haufen gefahren hat. Leider hat die Polizei hierfür die Lorbeeren kassiert. Bin gespannt, ob der Fahrer wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr oder Mordversuch angeklagt wird.

Antwort
von BlackApache, 161

Notwehr kann auch mit illegalen Waffen erfolgen, das ist völlig egal. Wenn die Person also ein Gewehr zuhause hat, damit schießt und den Täter tödlich trifft ist es erstmal Totschlag.

Ob Notwehr greift hängt stark von der Situation ab (schon Menschen getötet, Waffe gezogen, Waffe eindeutig als solche erkannt, Distanz, Menschen drum herum, etc.)

Generell bin ich aber der Meinung, dass es als Notwehr gelten müsste. Ist aber keine Rechtsberatung einfach nur eine Meinung.

Kommentar von fr4g3nst3ll3r43 ,

ich meine, wenn man als Sportschütze schon mitbekommen hat, dass er bei Meggi schon rumgeballert hat und den Täter plötzlich sieht, vom weiten. Da kann man ja davon ausgehen, dass er weiter Menschen töten könnte und man lieber jetzt Nothilfe leisten müsste. So meinte ich.

Antwort
von ThommyGunn, 33

Läuft unter Nothilfe, ob man den Attentäter hätte erschießen dürfen während er auf der Flucht ist, erscheint mir fragwürdig, selbst wenn man damit weitere Tote verhindert hätte. Während er aktiv auf andere geschossen hat, hätte ihn ein Dritter in Nothilfe erschießen dürfen, da bin ich mir ziemlich sicher.

Antwort
von PascalJerome, 72

In den USA würdest du dafür die Medal of Freedom bekommen, in Deutschland würdest du eingeknastet werden.

Antwort
von AnglerAut, 125

Nothilfe.

Andere Menschen sind in Lebensgefahr, da wäre das von dir beschriebene Vorgehen gerechtfertigt und vom Gesetz abgedeckt.

Kommentar von fr4g3nst3ll3r43 ,

Obwohl die Polizei schon vor Ort war?

Kommentar von AnglerAut ,

Es muss eine akute (Lebens-)Gefahr für andere Personen bestehen, damit eine Nothilfe gerechtfertigt ist. Wenn der Schütze auf jemanden zielt oder es absehbar ist, dass er weiter versucht zu morden und dies durch dein Eingreifen verhindert wird, dann wird das durch Nothilfe abgedeckt.

Wenn die Polizei da ist, der Täter in die Ecke gedrängt und keine Personen mehr bedroht werden, dann hast du dich natürlich aus der Sache raus zu halten.

Antwort
von martinzuhause, 100

die person muss dann erst mal die erlaubnis zum besitz und führen einer waffe haben.

und dann weiss die person auch das sie nicht einfach vom balkon schiessen darf

Antwort
von Spezialwidde, 97

Du bekommst auf jeden Fall Probleme. Weil: Auch ein Sportschütze darf in der Öffentlichkeit keine schussbereite Waffe tragen. Das dürfen nur Polizeibeamte sowie bestimmte Sicherheitsbedienstete.

Kommentar von BlackApache ,

Die Wohnung ist nicht die Öffentlichkeit. Und Notwehr kann auch mit verbotenen Waffen oder Sonstigem erfolgen. Spielt keine Rolle. Wenn du illegaler weise ein Gewehr zuhause hast ist das natürlich eine Straftat, sollte aber niemanden davon abhalten Nothilfe zu leisten.

Kommentar von Spezialwidde ,

Du schießt aber in die Öffentlichkeit hinauf, das ist dasselbe. Und deswegen krigst du auch Ärger, selbst in guter Absicht. Das ist eben deutsches Recht. Höchstens die Körperverletzung kann fallengelasse werden.Ich sag ja nicht dass du gleich in den Bau gehst, du hast trotzdem gegen das Waffengesetz verstoßen und das wird geahndet.

Kommentar von BlackApache ,

Du wirst wegen Totschlag angeklagt. Als Rechtfertigung kommt dann die Notwehr/-hilfe. Wenn du die Waffe unberechtigt besitzt kommt noch ein Verstoß gegen das WaffG hinzu. Ein Jäger mit Waffenschrank zuhause hat erstmal nichts verbotenes gemacht.

Kommentar von fr4g3nst3ll3r43 ,

Ok. Als Sportschütze und berechtigt, eine Waffe zu besitzen darf bei Notwehr (oder in dem Fall Nothilfe) den Täter in den Bein schießen!?

Kommentar von BlackApache ,

Wenn es eine Notwehrlage ist, was eine umfangreiche Prüfung und eine genauere Beschreibung der Situation erfordert, ja. Er dürfte den Täter auch erschießen, wenn es kein milderes Mittel gibt.

Antwort
von PanzerMarsch, 113

Hätte er ( der Mann auf dem Balkon )sich normal mit diesem Typ unterhalten wäre wo möglichst weniger passiert.

Du kannst doch keinen erschießen wenn man nicht weiß ob es der wahre Täter ist...Das wäre doch Mord oder Mordversuch !!

Kommentar von PascalJerome ,

Kollateralschaden. 

Kommentar von PanzerMarsch ,

Wie im Wilden Westen :-DD jeder könnte ein Amokläufer sein oder ein Terrorist oder Verbrecher ...Hauptsache immer gleich draufschießen ..Sicher ist Sicher <-----Ironie und Sarkasmus

Kommentar von fr4g3nst3ll3r43 ,

aber er hat doch mit der Waffe runter geschossen oder nicht?

Kommentar von Climatewarming ,

Doch er hat mit der Waffe rumgeschossen ebenfalls auf den mann am Balkon

Kommentar von PanzerMarsch ,

Nachdem dieser Herr auf dem Balkon mehrfach Wi**er zu ihm zugerufen hatte.

Antwort
von BernhardBerlin, 126

Nein, darf man nicht bzw. hätte man nicht gedurft.

Verfolgung, Festnahme und ggf. Unschädlichmachung von Straftätern ist allein Sach der Polizei.

Der "Jedermann"-§ StPO § 127 gilt in diesem Falle nicht, denn der zivile Schütze ist nicht selbst betroffen. Außerdem ist er nicht imstande, vom Fenster oder Balkon aus die Lage einzuschätzen.

Kommentar von BlackApache ,

Notwehr?

Kommentar von AnglerAut ,

Nothilfe.

Kommentar von BlackApache ,

Beides zusammengefasst in §32 StGB mit der Überschrift Notwehr. Man spricht generell von einer Notwehrlage und die Voraussetzungen sind die selben wie bei Nothilfe. Ist also egal wie man es benennt, lediglich ein technischer Unterschied.

Antwort
von user6363, 117

Wieso nicht, nur halt mit welcher Waffe. Es würde als Notwehr gelten. 

inb4 1€ Airsoft 

Antwort
von FloTheBrain, 9

Ja hätte man gedurft. Hier auch auch mit tödlicher Gewalt.

Lernt man in jeder Sachkundeprüfung, die man als legaler Waffenbesitzer abgelegt haben muss.

Kommentar von FloTheBrain ,

Man hätte auch raus rennen dürfen um weitere Morde zu verhindern. Allerdings wäre das dann in der Realität eine andere Geschichte, wenn die Polizei dann zuerst auf dich schießt und dann die Fragen stellt.

Antwort
von Matahleo, 41

Hallo,

Nein. Wenn du Waffenbesitzer bist, dann nur zu sportlichen Zwecken, denn anders hast du als "Normalmensch" in Deutschland keine Waffe zu Hause.

Im Waffengesetz ist vorgeschrieben, wie du die Waffe und Munition aufzubewahren hast. Getrennt voneinander!

In dem Moment, in dem du also deine Waffe aus dem Tresor holen und laden würdest begehst du eine Straftat.

Wenn du dann auch noch den Attentäter anschießt, dann hast du zumindest eine vorsätzliche schwere Körperverletzung, unter Umständen auch noch mit der Absicht zu töten begangen, was wiederum einem Mordversuch gleichkommt.

Wir sind hier nicht in Amerika und haben keinen Krieg.

Die Abwendung von Gefahr für Leib und Leben rechtfertigen nicht das Benutzen einer Waffe.

LG Mata

Kommentar von fr4g3nst3ll3r43 ,

also obwohl man erkennen konnte, dass er auf Menschen von oben ballert? o.O

Kommentar von Matahleo ,

Ja, denn es ist Aufgabe der Polizei. Wenn du, auch als guter Schütze, vom Balkon aus schießen würdest, dann wäre die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass du Zivilpersonen verletzt. Und das ist ein absolutes No Go.

Polizei schießt auch nicht einfach in der Gegend rum, wenn Zivilpersonen verletzt werden könnten. Das machen höchstens noch Scharfschützen.

Kommentar von BlackApache ,

1.Die Straftat deine Waffe aus dem Tresor zu holen wird damit gerechtfertigt, dass du deine Gefahr für Leib und Leben abwenden willst.

2. Es ist eine vorsätzliche gefährliche Körperverletzung, keine schwere. Der Tötungsvorsatz bedeutet Totschlag, keinen (!) Mord. Auch das kann mit der Abwendung einer Gefahr für Leib und Leben gerechtfertigt werden.

3. Die Abwendung von einer Gefahr für Leib und Leben rechtfertigt den Gebrauch einer Waffe. Wenn es kein Mittel gibt das verhältnismäßiger ist.

Ist das an/erschießen geeignet den gegenwärtigen, rechtswidrigen Angriff abzuwehren? -> Ja er ist dann angriffsunfähig oder tot.

Ist es erforderlich? -> Ja. Wenn die Polizei nicht vor dem Täter mit gezogener Waffe steht sondern er, wie in einem Video, auf einem Parkhaus steht und rumschießt, dann ist es wohl das mildeste Mittel. Bierflasche werfen und zureden hat nicht geholfen.

Ist es angemessen? Güterabwägung Recht auf Leben der Zivilisten und Recht auf Leben des Amokläufers. Allerhöchste Rechtsgüter also -> Ja.

Kommentar von Artus01 ,

Selten hier, in nur einer Antwort, soviel Unsinn gelesen.

Kommentar von BlackApache ,

ich bin ganz Ohr für eine Begründung die über "Selten hier, in nur einer Antwort, soviel Unsinn gelesen." hinausgeht.

Kommentar von Artus01 ,

Du solltest richtig lesen, denn Du warst gar nicht gemeint.

In meinem Kommentar steht Antwort, nicht Kommentar. Nun verstanden. Eine ausreichende Begründung hast Du ja in Deinem Kommentar selbst geliefert.

Kommentar von FloTheBrain ,

Ich darf in meiner Wohnung oder auf meinem befriedetem Besitz meine Waffe geladen und schussbereit führen.

Nix Straftat.

Kommentar von Artus01 ,

Das ist leider ein Irrtum:

Waffengesetz (WaffG)
§ 1 Gegenstand und Zweck des Gesetzes, Begriffsbestimmungen

(1) Dieses Gesetz
regelt den Umgang mit Waffen
oder Munition unter Berücksichtigung der
Belange der öffentlichen Sicherheit und Ordnung.
(2) Waffen sind
1.
Schusswaffen oder ihnen gleichgestellte Gegenstände und
2.
tragbare Gegenstände,
a)
die
ihrem Wesen nach dazu bestimmt sind, die Angriffs- oder Abwehrfähigkeit
von Menschen zu beseitigen oder herabzusetzen, insbesondere Hieb- und
Stoßwaffen;
b)
die,
ohne dazu bestimmt zu sein, insbesondere wegen ihrer Beschaffenheit,
Handhabung oder Wirkungsweise geeignet sind, die Angriffs- oder
Abwehrfähigkeit von Menschen zu beseitigen oder herabzusetzen, und die
in diesem Gesetz genannt sind.
(3)
Umgang mit einer Waffe oder Munition hat, wer diese erwirbt, besitzt,
überlässt, führt, verbringt, mitnimmt, damit schießt, herstellt,
bearbeitet, instand setzt oder damit Handel treibt.
(4)
Die Begriffe der Waffen und Munition sowie die Einstufung von
Gegenständen nach Absatz 2 Nr. 2 Buchstabe b als Waffen, die Begriffe
der Arten des Umgangs und sonstige waffenrechtliche Begriffe sind in der
Anlage 1 (Begriffsbestimmungen) zu diesem Gesetz näher geregelt.
Kommentar von FloTheBrain ,

Ein Text über Hamsterzüchtung hätte mehr Inhaltlichen Widerspruch zu meiner Behauptung gebracht.

Kommentar von Artus01 ,

Das mag schon sein, aber letztlich zählen hier keine unbegründeten Behauptungen sondern nur das was im Gesetzt steht. Es ist aber schnell irreführend und gefährlich wenn man nur Passagen daraus zitiert.

Kommentar von FloTheBrain ,

Es gibt zig legitime Gründe auch als Sportschütze seine Waffe zu Hause außerhalb des Waffenschranks zu haben:

- Reinigung

- Trockentraining

- Überprüfung

- etc.

Eine Waffe kann man nur außerhalb des eigenen befriedeten Besitztums führen, nicht innerhalb. Da kennt der Gesetzgeber kein Führen.

Wofür der Waffenbesitzer verantwortlich ist, immer einen sicheren Umgang mit den Waffen zu pflegen, niemals andere zu gefährden und niemals Unbefugten den Zugang zu ermöglichen. Nur wenn dagegen verstoßen wird, könnte einem das Amt einen Strick daraus drehen.

Es ist absoluter Unfug zu behaupten, dass ein Waffenbesitzer niemals seine Waffe zu Hause aus dem Tresor nehmen dürfte. Wenn z.B. ein Sportschütze nachts um 2.30 Uhr einen Einbrecher in Notwehr erschießt, dann hatte er sie schnell zur Hand, weil er die Waffe gerade reinigen wollte.

Wer schreibt ihm denn die Uhrzeit vor?

Mit dem entsprechendem Tresor darf man auch die Munition ZUSAMMEN mit der Schusswaffe lagern. Das gilt für Tresore ab der Sicherheitsstufe 0 oder für das B-Innenfach im sog. Jägerschrank.

Dabei gibt es z.B. keine Vorschrift, die verbietet ein gefülltes Magazin zugeführt in der Waffe zu haben. Für das Trockentraining ist eine Waffe mit gefülltem Magazin auch Notwendig, damit das Gewicht stimmt.

Beim Transport der Waffe, darf sich kein gefülltes Magazin in der Waffe befinden, wohl aber dürfen gefüllte Magazine mit der Waffe zusammen in einem gemeinsamen verschlossenem Behältnis transportiert werden.

Alles was im Waffengesetz, oder der allg. Waffengesetzverordnung nicht verboten ist, ist erlaubt.

An welcher Stelle des Waffenrechts wird meinen Aussagen widersprochen?

Hier bitte suchen:

http://www.gesetze-im-internet.de/waffg_2002/

http://www.gesetze-im-internet.de/awaffv/

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