Frage von gegnhang,

Hätte ich was sagen sollen?

Gestern war ich einkaufen, vor mir an der Kasse eine sehr stark gehbehinderte Frau, mit Sohn,Schwiegertochter, Enkel. Diese Frau hatte einen wirklich derartig penetranten Körpergeruch an sich, das es mir regelrecht übel wurde. Diese Frau war definitiv seit Wochen nicht gewaschen worden. Auch ihre Kleidung hat furchtbar gestunken. Wie gesagt, das war schon sehr extrem und nicht pillepalle, da wäre mir so ein Einfall gar nicht gekommen, denn am liebsten hätte ich draußen die Familie darauf angesprochen, ob sie nicht merken, das die Mutter dringend gewaschen werden müsse und saubere Sachen braucht.. Sie saßen alle mit der Frau im Auto, das konnte man gar nicht nicht bemerken. Die Frage, die mich beschäftigt, ist: Hätte ich den Sohn drauf ansprechen sollen oder geht mich das nichts an und wie tue ich das, ohne postwendend böse angemacht zu werden?

Hilfreichste Antwort von Ayaletta,
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ich denke, wenn du immer wegschaust, dann geht es dir nicht besser. Vielleicht sprichst du das nächste mal vorsichtig die Leute an, aber nur, wenn du dich sicher fühlst. Es ist so ein gang auf Messers Schneide, einerseits werden viele Menschen vernachlässigt und keinen kümmerts, und jeder wird auch mal alt. Andererseits werden Menschen, die ihre eigene Familie so stark vernachlässigen auch schnell mal aggressiv. Deshalb ansprechen nur, wenn du nicht alleine bist und auch ganz sicher bist, dass du das willst.

Kommentar von ready2takeoff ,

seh ich anders. klar macht der ton die musik und klar muss man sich nicht unhöflich verhalten wenn man die angehörigen darauf anspricht. aber nix zu sagen wenn man nicht genau weiss wie man es machen soll oder weil man eine blöde reaktion befürchtet ist die falsche antwort darauf. allein wärst du eh nicht gewesen im supermarkt an der kasse aber selbst wenn, es gehört gesagt oder gemeldet. soviel anstand, charakter und mut zur zivilcourage müssen sein !!!

Antwort von ready2takeoff,

wahnsinn, ich kann kaum glauben was für antworten ich hier lesen muss, die alle in die richtung gehen lieber nix sagen und sich um den eigenen dreck kümmern.

leute, sowas nennt man zivilcourage und die haben anscheinend auch einige von euch bitter nötig. wenn etwas wie in dem fall deutlich erkennnbar nicht passt dann muss man etwas sagen und im notfall auch melden.

ja, man läuft gefahr ne blöde antwort zu bekommen. und? erstens macht der ton die musik (und man kann durchaus etwas diplomatisch sagen) aber vor allem zweitens ist es egal wie die reaktion ist, sagen muss man was.

im normalfall stört es den angesprochenen schon und bringt zumindest einen ansatz von nachdenken mit sich. und sollte man den fall wiederholt sehen und mitbekommen gehört das ganze gemeldet. am besten bei der caritas oder dem sozialamt (und nach ner woche noch mal nachhacken).

nicht einschüchtern lassen von blöden antworten und auch nicht davon der einzige zu sein, der was sagt. wenn dein gewissen dir sagt da passt was nicht und ich sollte am besten was dagegen tun dann hab so viel charakter und mut und tu es auch !!!

lieber einmal zu oft was gesagt als einmal zu wenig !!!

Antwort von autsch31,
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Du hättest sie eventuell höflich und mit grossem Respekt ansprechen können, dass die Pflege von ihrer Mutter sicher nicht einfach ist und ob sie schon mal daran gedacht haben, sich nach Hilfe zu erkundigen. Allgemein ist es für Angehörige sehr belastent, wenn es um die nicht einfache Lösung von solchen Betreuungproblemen geht.

...Es gibt in jedem Ort eine "Spitex" oder ambulante Krankenpflege. Da könnte auch der Hausarzt mit einer Verordnung weiterhelfen, damit die Kasse auch einen Beitrag zahlt. Und das würdest du ihnen dringend mal empfehlen, damit können sie auch für die Gesundheit der betagten Frau und für das eigene gute Gewissen etwas wichtiges tun.

Wenn die Leute schlecht deutsch sprechen und du es ernst nimmst mit deinem Rat, kannst du ihnen auch anbieten, ihren Hausarzt, ein Krankenpflegezentrum oder eine Pflegefachperson in ihrer Nähe anzurufen, bezw. einen schriftlichen Text zu verfassen.

Dabei immer dran denken, die Entscheidung wieviel Hilfe angenommen werden soll, liegt immer bei den betroffenen Personen selbst und deren Auftrag an diese Dienste. Also nicht drauf drängen, weil du den Hygiene-Mangel siehst, sondern argumentieren, dass sie sich etwas Entlastung leisten dürfen und sollen. Die helfenden Berufsgruppen sind genau deshalb in jedem Telefonbuch. Da muss sich niemand schämen, dort anzurufen.

Antwort von silly94,
4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Du hättest sie natürlich darauf ansprechen können, aber wie sie reagiert hätten weiß man ja nicht... Wenn die Frau wirklich so gestunken hat, haben das die Kinder 100%ig bemerkt... Entweder wollen oder können sie die Frau nicht waschen... Dein Ansprechen hätte an den Zuständen bestimmt auch nichts geändert...

Kommentar von ready2takeoff ,

zumindest den versuch dazu hätte es geben müssen. und ändert sich die situation dann weiter nicht und das ganze wird weiter so beobachtet gehört es gemeldet.

Antwort von mrsloriot,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Schwierige Sache, gerade bei Familien mit behinderten Mitgliedern ist immer zu bedenken, dass die viel Stress haben und an so viele Sachen denken müssen. Die Pflege ist extrem schwer und es betrifft alle psychisch. Wenn dann noch die Kinder die Eltern pflegen müssen, führt das auch zu großen Spannungen. Nichtsdestotrotz müssen manche Sachen dann getan werden, um das Leben aller zu erleichtern. Erstmal hast du keine Pflicht, etwas zu tun. Aber du hättest veruschen können, mit denen ins Gespräch zu kommen, ihnen helfen oder sie irgendwas lapidares fragen. Darüber entwickelt sich vll ein Gespräch, reagier halt angemessen auf Antworten. Das Gespräch an sich genügt meiner Meinung nach, die Familie muss sich nur drüber bewusst werden, dass es auch noch andere Menschen gibt, die ihnen nahe kommen. Weiter würde ich persönlich nicht gehen, man kann keinem vorschreiben, wann sie wen wie zu waschen haben. Das bleibt eher anderen Familienmitgliedern und Freunden überlassen.

Antwort von sonnex2,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Heikle Sache... das kann schnell nach hinten losgehen... besser man verkneift sich dazu etwas zu sagen.

Kommentar von ready2takeoff ,

genau denn wegschaun ist schließlich einfach und feig.

Antwort von Rosenfrau,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Sich einmischen ist meist nie gut. Auch wenn der Drang und Berechtigung groß war. Ist aber Privatsache. Du mußt ja nicht mit der Frau zusammen sein!

Kommentar von ready2takeoff ,

unglaublich was du da sagst !!! traurige antwort !!!

Antwort von marbeja,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Das geht Dich wirklich nichts an, es sei denn Du hast etwas mehr mit dieser Familie zu tun- dann könntest Du etwas sagen. Naja sagen kann man ja immer etwas, aber ich denke in diesem Fall würde ich es nicht tun.

Kommentar von ready2takeoff ,

noch nie was von zivilcourage gehört?

Antwort von Bobsie,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Du stellst Dich einfach etwas weiter von der Frau weg und alles andere geht Dich nichts an.

Kommentar von ready2takeoff ,

wahnsinn die antwort !!!

Antwort von erik332,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Auch wenn du es gut gemient hätest wie glaubst du würde der Sohn reagieren?-warschienlich nichtsehr gerade nett ..

Kommentar von gegnhang ,

Das waren ja auch meine Bedenken, aber wenn nie einer was tut, wird es der Frau auch nie besser gehen. Mir geht das ganze seit gestern nicht wirklich aus dem Kopf, irgendwo tat mir die Frau auch leid, bei allem Ekel.

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