Meine beiden Freundinnen haben beide ein Kind, das jeweils völlig unterschiedlich erzogen wird. Die eine Freundin war auf Hauptschule, die andere auf dem Gym. Mir ist gestern erst aufgefallen, wie verschieden die Kinder erzogen werden und hab mich gefragt, ob das auch mit der Schulbildung der Eltern zu tun hat (ist keineswegs abwertend gemeint!!!) oder ob man einfach das an die eigenen Kinder weitergibt, was man es selbst erfahren hat?
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Kindererziehung hängt mit vielem zusammen. Zum Einen mit der Erziehung die man selbst erfahren hat, dann von dem Umfeld in dem man aufgewachsen ist, dem Umfeld in dem man lebt, welche Werte und Normen es dort gibt und dann kommt da noch die eigene Intelligenz sowie die Schulbildung dazu.
Es ist eine Frage des Charakters, was jemand aus sich und seiner Bildung macht.
Auch Hauptschüler können es weit bringen und z.B. Abi machen und studieren, wenn sie es so wollen.
Schade finde ich, dass viele Eltern ihre Kinder vor diversen Medien (TV, Nintendo etc.) parken und viel zu wenig mit ihnen reden und unternehmen. Unsere Kinder brauchen frische Luft, Bewegung und soziale Kontakte Diese Erziehung findet oft unanbhängig von Schulabschluss und Entgeltgruppe statt.
Wichtig finde ich, den Kindern Zugang zu Kultur zu ermöglich z.B. Museumsbesuche, Büchereibesuche etc.
Es gibt viele Dinge, die nichts kosten und den Kindern sehr viel bringen.
In unserer Kita haben wir sehr viele Kinder aus sag ich mal bildungsfernen Haushalten. Da ist es besonders wichtig, viel auf die kinder einzugehen, mit ihnen zu sprechen, ihre Stärken zu fördern und viel mit ihnen zu unternehmen.
Wir gehen mit ihnen in den Zoo, in den Tierpark, in Museen, ins Schwimmbad, zur Bäckerei, zum Imker, Erdbeeren pflücken. Wir kaufen mit ihnen gemeinsam ein, gehen mit ihnen zur Bücherei und leihen Bücher aus, wir kochen und backen mit ihnen etc.

Das hat nicht mit der Schulbildung zu tun sondern mit der sogenanten Sozialen Intelligenz die viel auch vom Elternhaus mitgeben wird.
Aglajana am 30. Juli 2009 12:39 DH!
madelaine07 am 30. Juli 2009 12:39 von mir auch DH
Die Schulbildung trägt aber zur sozialen Intelligenz bei.
Aglajana am 30. Juli 2009 12:42 Nicht zwingend...Soziale Intelligenz kommt eher aus dem Umfeld, wie Freunde, Eltern, Familie.

Da Menschen mit eher niedrigem Bildungsgrad im Regelfall Probleme haben, Zeit sinnvoll zu gestalten, können sie oftmals auch nicht gut mit ihren Kindern spielen. Einfallsreichtum setzt Bildung voraus. Intellektuell benachteiligte Personen leben oftmals auch nicht vorausschauend bzw. erkennen langfristige Zusammenhänge oder Konsequenzen auch nicht so gut. Sie verdummen ihr Kind möglicherweise, obwohl sie es lieben.
Genau. DH
Aglajana am 30. Juli 2009 12:40 Bildungsgrad hat aber nichts mit Schulbildung zu tun! Sondern mit der Lust und dem Spaß an Wissen, Kreativität und "Spieltrieb" :)
DerEntomologe am 30. Juli 2009 12:43 Es besteht durchaus ein Zusammenhang zwischen Schulversagern und schlechten Eltern. Es mag Ausnahmen geben, die später Spass an Bildung entdecken.
Aglajana am 30. Juli 2009 12:49 Also im Prinzip sagst du mir durch die Blume, ich habe Quali, MR und Fachabi, dass ich eine schlechte Mutter bin, weil ich das Gymi nicht geschafft habe?
DerEntomologe am 30. Juli 2009 12:53 Wenn du nicht differenzieren magst, dann musst du deine eigene Interpretation machen. Was weiss ich? Ich persönlich würde mir nie ein Kind zulegen. Aber ich denke, dass die Bildungsmisere im Land mit dem Zustand der Jugend zu tun hat (und da versagen oftmals Eltern).
......Hallo DerEntomologe", ich würde mir persönlich auch kein Kind "zulegen", sondern wenn ich eins bekäme durch Zufall oder gewollt, dann weil ich es als Geschenk annehmen würde und um es zu lieben. Dabei wäre mein Ziel, ihm Menschenwürde entgegenzubringen und ihm jene Freiheit zu schenken, was mir meine eigene Freiheit selbst bedeutet. Es "versagen" die Eltern oft, was die schulische Bildung betrifft, weil sie selbst keine schulische Bildung erfahren haben und legen evtl., deshalb auch keinen Wert auf Schulbildung. Dazu gibt es natürlich immer wieder die Ausnahmen. Es gibt Eltern ohne schulische Bildung und trotzdem legen sie Wert auf eine Schulbildung ihrer Kinder. Wie man Bildung im Allgemeinen in seinem Leben anwendet, ist individuell unterschiedlich, da der menschliche Charakter und seine Biographie eine große Rolle spielt.
...ohne zu wissen, worin der Unterschied der E r z i e h u n g der Freundinnen liegt, entbrannte eine Diskussion, die die Frage nicht wirklich beantworten läßt...ansonsten hat jeder auf seine Art und Weise dazu beigetragen....seine Gedanken dazu zu äußern
Das kann ich nicht so stehen lassen.Ich habe oft schon Kinder von hochintelligenten Eltern in der Einrichtung gehabt, die eigentlich zu bedauern waren, weil sie teilweise massiv überfordert waren und nicht Kind sein konnten. Die soziale Intelligenz hat nicht viel mit Bildung zu tun, denn viele "gebildete Leute" tragen hierzulande die Nase so hoch, dass es reinregnet und genau diese sind es, die in diesem Punkt bei ihren Kindern versagen.

denke das man dass weiter gibt wie die eigene erziehung gelaufen ist und nicht die schulausbieldung entscheidet wie du deine kinder erziehst

Nicht mit der Schulbildung direkt, sondern mit dem gesellschaftlichem Status, der sozialen Intelligenz, u.s.w. und diese geht wiederum oft Hand in Hand mit der Schulbildung. Es ist üblicher, dass "intelligentere" Menschen dafür sorgen, dass ihre Kinder eine gute Schulbildung bekommen, die sie selbst damals auch genießen durften. Reiche Eltern (ich sehe es an meinen 4 Vorständen) haben z.B. finanziell die Möglichkeit ihre Kinder auf private besondere Internate zu schicken. Aus ihnen wird dann immer was. Andere wiederum, die ein hartes, gelarmes Leben leben, haben gar oft gar nicht die Möglichkeit darauf zu achten. Es kommt aber trotzdem immer mal wieder vor, dass jemand von der "unteren sozialen Schicht" eine top-Schulbildung genießt und umgekehrt. Aber wie gesagt, nicht die Schulbildung, sondern der soziale Stand entscheidet darüber, der eben auf die Schulbildung Auswirkungen hat
Es gibt viele Studien und wissenschaftlieche Literatur, die belegen, dass die Kindererziehung und deren Schulbildung von dem Ausbildung der Eltern stark abhängen. Ein Akademiker tendiert sein Kind gemäß seinen Vorstellungen zu erziehen, derjenige, der z.B. Hauptschule abgeschloßen hat, macht das Gleiche. Die Vorstellungen der beiden Gruppen sind jedoch enorm unterschiedlich.
Das ist der absolute Bildungsdünkel. Das würde bedeuten, dass kein Arbeiterkind studieren darf, weil eventuell sein Vater nur Hauptschule hat und weshalb versagen dann viele Kinder, die in die sogenannte "bessere Bildung" durch ihre Eltern gepresst werden. Jedes Kind ist liebenswert und sollte nach seinen Fähigkeiten beurteilt werden und gerade darin versagen heute sehr viele.
erziehung ist immer individuell. keine mutter, kein vater erzieht ihr/sein kind wie irgendjemand anderes. die eigene erziehung,schulbildung,das umfeld in dem man selbst aufgewachsen ist, alle erfahrungen, die man im leben gesammelt hat, die beziehung mit dem partner, die aktuelle lebenssituation, die berufliche situation,... das eigene reflexionsvermögen --das ist immer individuell und hat einfluss darauf wie man sein kind erzieht: zeit, aufmerksamkeit, zuwendung, verständnis, offenes ohr, einfühlungsvermögen, geduld, bildungsangebote, freizeitgestaltung.... egal, welche schulbildung die eltern haben, wichtig ist, dem kind die möglichkeit zu geben, zu entfalten was in ihm steckt - und da ist "erziehung" eher oft ein hindernis---
Ich würde sagen, dass das unbedingt mit der allg. Bildung zu tun hat und meiner Meinung nach auch mit dem Alter der Eltern. Und natürlich auch eigene Erfahrungen.
Aglajana am 30. Juli 2009 12:51 Alter der Eltern? Dass "ältere" vll nach anderen Werten erziehen, mag sein...aber was wär denn das ideale Alter um ein Kind zu "erziehen"?
Nein, das habe ich nicht gemeint. Sondern eher die Gelassenheit. Ältere Eltern (habe ich festgestellt)haben mehr Ruhe in sich als junge Eltern.

Mh, in gewisser Weise mag das vielleicht zusammenhängen, aber Erziehungsmethoden begründen sich doch eher auf dem selbst von den Eltern gelernten und umgesetzten.
Man kann vll maximal das "Wissen" anhand der Schulbildung festmachen, aber weder EQ noch SQ.
Ich denke mal ja, das kann damit zu tun haben. Auf einenm Gymnasium wird viel mehr und stärker der Soziale Umgang gefordert. Was dann ob Positiv oder Negativ auf die Erziehung des Kindes einwirkt.
das liegt denke ich mit an der schülerschaft. auf den gymnasien sammeln sich einfach mehr kinder mit höherer sozialer kompetenz an, diese färbt automatisch auf andere ab. in den hauptschulen ist dies genau umgekehrt, leider.

doch ich denke schon. das gymnasium hat ein höheres ansehen und ich glaube, dass mütter von der hauptschule sich einfach nicht so sehr bemühem, weil sie eine ,sagen wir mal enttäuschendere Vergamgenheit hatten und sich das auch auf das kind überträgt.
madelaine07 am 30. Juli 2009 12:41 das glaub ich jetzt nicht
schlaubaerchen am 3. September 2009 11:50 musst du ja nicht, es ist meine meinung. vielleicht bemühen sich die mütter von einem gymnasium weniger schulterzuck
Aglajana am 30. Juli 2009 12:43 Ach das ist doch Unsinn...Die Liebe und Verhalten zu einem Kind am Schulabschluss festzumachen. Gerade vernünftige "Hauptschul"mütter sind es doch, die ihr Kind hochpushen, damit es eine bessere Zukunft hat...
madelaine07 am 30. Juli 2009 12:45 DH für Aglajana
Schulbildung ist sicherlich ein großer Einflußfaktor. Denn wir erfahren Schule als eine dritte Instanz zu unseren Eltern und Verwandten. Da sind Mitschülerinnen und Mitschüler, Lehrerinnen und Lehrer, sowie Hilfspersonal - alle prägen mit, weil sie ja mehrere Jahre um uns herum "Schule" sind.
Meistens versuchen Eltern aufgrund ihrer eigenen Erfahrungen, es bei ihren Kindern dann gleich oder signifikant anders zu machen. Leider ist vielen auch zunehmend die Erziehung ihrer Kinder egal, weil sie sich nicht dauerhaft um sie kümmern wollen.
Wirklich wichtig ist der Wille der Mutter oder des Vaters, also die Intention, bei der Erziehung überhaupt gestaltend mitwirken zu wollen, eine Vorstellung zu entwickeln, wie diese auszusehen hat, und eine Selbstwirksamkeit in diesem Bereich mit dem Kind zu erreichen, d.h. beim letztgenannten: auch umsetzen zu können was man will.
DH -
Schulbildung und soziale Kompetenz hängen zusammen eigene Erfahrungen spielen bei der erziehung auch eine Rolle

So ein Käse!!!Das hat überhaupt nichts mit der Schulbildung der Eltern zu tun. Das liegt hauptsächlich daran wie die Mütter selbst erzogen wurden und wie sie es ihren Kindern weiter geben. Das hängt alles von dem eigene Elternhaus und der eigenen Kindheit ab.

kindererziehung hat nichts mit der schulbildung der eltern zu tun.
doch ich glaub das schon. schau dir eine mutter von einer hauptschule u. deren umfeld an in dem sie kleben bleibt. dort wird auch ihr kind später leben. man hört es am ton u. der qualität der wortwahl u. die art wie diese leute leben. schon deren eltern lebten so. sicher gibt es einige von der hauptschule die zwar niedere oder keine bildung haben u. trotzdem mit hilfsjob oder niedrig-lohn-jobs versuchen relativ zu leben u. auch nicht assi sind, aber viele sind es einfach. ihnen fehlt einfach intelligenz. schulbildung hat sehr viel damit zu tun, wie u. was man später an seine kinder weitergibt.
...da kommt es nun widerum darauf an, was Du theoretisch und praktisch unter weitergeben verstehst. Ich habe von schulisch Gebildeten schon Eigenschaften und Dinge erlebt, die sie an ihre Kinder weitergegeben haben, auf die ich als "Ungebildete" bewußt meinem kind gegenüber verzichtete oder es unterlassen habe.

ja auf jeden Fall um so eine bessere Schulbildung die Eltern haben um so besser wird das Kind in der Schule
..auch das habe ich anders erlebt. Ich bin eine sogenannte total "Ungebildete". Mein Elternhaus war ohne jede Bildung, mein Vater gewalttätig, meine Mutter hat sich das Leben genommen. Auch der Vater meines Sohnes war keineswegs schulisch der Beste. Mein Sohn hat studiert ohne Unterbrechung, während sein Freund aus einer intellektuellen Familie 3 unterschiedliche Anläufe unternahm, um ein Studium zu vollenden. Auch die positive menschliche Bildung seines Freundes stand nicht immer unbedingt mit dem Elternhaus in Verbindung.
Die Erziehung von Kindern hängt ganz einfach mit dem Charakter und der Intellegenz der Eltern und Kinder zusammen. Und mit der Anzahl der Kinder, den Lebensustänen...
....keiner weis von der Fragestellerin woran sich der unterschiedliche Erziehungsstil festmacht? Wie soll man darauf antworten?
Lebensumständen soll es heissen
Schulbildung der Eltern hat nichts damit zu tun bin auch auf Hauptschule gegangen und meine Tochter ist schlau wie ein Fuchs also wie die Eltern den Kindern das Leben vorleben so spiegelt sich das wieder bei den Kindern

Ich würde sagen es ist eher Charaktersache. Denn Schulbildung ist so eine Sache. Viele Hauptschüler sind gewiss nicht ungebildeter oder unintelligenter als Gymnasiasten. Aber der Charakter formt und verändert sich entsprechend der Lebensumstände , der eigenen Erwartungen, Erfahrungen, Selbstkritik (falls Vorhanden), ...
Hallo.
Hier möchte sich nun eine nicht Mutter mal in die Diskussion einmischen.
Meiner Meinung nach hängt die Schulbildung nicht davon ab, wie die Schulbildung der Eltern ist. Sondern eher davon, wie Eltern ihr Kind sehen und unterstüzen.
Wenn ich mich mal als Beispiel nehmen darf:
Meine Mutter hat als Schulbildung die Mittlere Reife und ein abgebrochenes Wirtschaftsgymasium. Gelernt hat sie Industriekaufmann. Mein Vater hat einen Hauptschulabschluss und zwei abgeschlossene Ausbildungen als Machinenschlosser und Elektriker.
Jetzt komm ich: Ich bin mittlerweile 23 Jahre alt, hab meinen Abschluss Mittlere Reife und dann eine abgeschlossene Berufsausbildung als Maler und Lackierer. Danach hab ich in Teilzeit meine Fachhochschulreife erworben und die französische Sprache in ihren Grundlagen erlernt. Das besondere bei mir: Ich bin 70% Schwerbehindert im Hören. Trotzdem haben meine Eltern mich gefördert und sich durchgesetzt, dass ich eine normale Schullaufbahn durchlaufen konnte.
Nun hab ich den Plan an eine FH mein Bachelor im Fachbereich Innenarchitektur zu machen. Ich selbst sage von mir, dass ich nicht durch die Schulbildung meiner Eltern solche Ziele gesetzt habe, sondern durch die Förderung und Erziehung meiner Eltern.
Darum sage ich, dass nicht die Schulbildung der Eltern relevant ist, sondern ihre Art,sich mit ihrem Kind zu beschäfitgen und es zu fördern.

So ein Käse!!!Das hat überhaupt nichts mit der Schulbildung der Eltern zu tun. Das liegt hauptsächlich daran wie die Mütter selbst erzogen wurden und wie sie es ihren Kindern weiter geben. Das hängt alles von dem eigene Elternhaus und der eigenen Kindheit ab.

Es hängt bis zu einem gewissen Grad bestimmt AUCH DAMIT zusammen....
....wie sieht denn eigenlich die unterschiedliche Erziehung Deiner Freundinnen letztlich aus, dazu hast Du nichts geschrieben.
Und handelt es sich um Alleinerziehende oder gibt es auch Väter zu den Frauen?
Ich denke nicht das es direkt abhängig von einander ist. Früher dachten man das schon. Ich arbeite als Pfegemutter für das Jugendamt und muss inzwischen feststellen das wir genauso Kinder von "Studierten" gebracht bekommen wie auch aus einfachen Verhältnissen. Als Christ denke ich es kommt darauf an unsere Kinder mit viel Liebe und Konsequenz zu erziehen und das kann jeder.