Händler storniert Bestellung,darf er das?

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4 Antworten

Wenn der Kaufvertrag zustande kam und digital oder händisch nachgewiesen werden kann, dass du den Artikel gekauft hast, ist eine komplette Stornierung nicht möglich.

Sollte es in den AGBs nicht anders stehen (und das sollte es gesetzmäßig nicht dürfen) muss der Anbieter dir den Artikel zu dem Preis zukommen lassen, für welchen du ihn gekauft hast.

Wende dich sowohl an der Anbieter, als auch an den Hersteller. Zur Not schalte einen Anwalt ein und drohe mit Klage.

Wenn so ein Fehler passiert bist du nicht schuld.

MfG. Der IT-Support

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Kommentar von Aliha
17.10.2016, 14:55

Dass ein Internet-Versandhändler jedoch unter Umständen auch dann noch eine Lieferung verweigern darf, wenn er bereits eine Auftragsbestätigung verschickt hat und bereits ein Kaufvertrag zustande gekommen ist, klingt zunächst eigenartig. Tatsächlich hat aber das Landgericht (LG) Osnabrück in einer jüngst ergangenen Entscheidung (Az. 12 S 497/05) einem Web-Shop-Betreiber genau das zugestanden – nämlich die wirksame Anfechtung eines bereits bestätigten Verkaufs aufgrund eines gravierenden Preisirrtums.

http://www.heise.de/newsticker/meldung/Irrtum-bei-Preisangabe-Haendler-darf-abgeschlossenen-Kaufvertrag-anfechten-156863.html

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weil ein rechtskräftiger Kaufvertrag zustande gekommen ist?

Genau das glaube ich nicht.

Du hast im Internet einen Artikel gesehen (analog einem Artikel in einer Schaufensterauslage).

Nach anerkannter und nicht bestrittener Rechtsprechung besteht in solchen Fällen kein Bindungswille des Händlers. Dieser Bindungswille ist aber Vorrausetzung dafür, dass es sich um ein verbindliches Angebot handelt.

Tatsächlich bist Du derjenige, der dem Händler angeboten hat diesen Artikel zum dem Preis zu kaufen, den Du im Internet gesehen hast.

Dieses Angebot hat der Händler nicht angenommen.

Ein Kaufvertrag ist daher nicht zustande gekommen.

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Kommentar von Rosenzauber78
17.10.2016, 15:07

Der Händler hat mir doch aber die Bestellung sowie den Erhalt meiner Zahlung bestätigt....also hat er das Angebot dich quasi angenommen?

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Wenn es sich irrtümlich um ein fehlerhaftes Angebot handelt, kommt kein Kaufvertrag zustande. Du hast also Pech gehabt.

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Kommentar von Rosenzauber78
17.10.2016, 14:51

Da ich die Bestätigung bereits per Email habe,das meine Bestellung und Zahlung eingegangen sind,und mir bereits der Liefertermin genannt wurde, dachte ich wäre dies ein abgeschlossener Kaufvertrag?

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Wieviel günstiger war es denn, dass sogar noch die Anwaltskosten dabei über wären???

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