Hände gebunden. Hallo zusammen?

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4 Antworten

Suchterkrankungen sind immer eine Belastung, für den Betroffenen und für die Angehörigen. Die Problematik dürfte darin bestehen, dass deine Frau sich nicht selbst reflektiert, sie sich die Auslöser nicht bewusst macht und daran arbeitet sondern stattdessen eine Antwort im Alkohol sucht. Kein Therapeut und keine Suchtberatungsstelle kann daran etwas verändern solange sie nicht selbst dazu bereit ist an sich aktiv zu arbeiten und so wie ich deinen Text lese ist sie von diesem Schritt noch weit entfernt. Bleibt fraglich wie lange du das mitmachen willst wenn das bereits seit einem Jahr andauert. Bei euch scheint jeder schwere Probleme zu haben, wo jeder mit sich selbst kämpft aber es kein eheliches "wir" mehr gibt sondern nur noch Einzelkämpfer. Eventuell wäre es hilfreich wenn ihr euch einen Plan zurecht legt wie es weitergehen kann. Ob ihr noch ein gemeinsames Leben haben wollt, ihr in dieselbe Richtung schaut, du zusiehst, dass du eine Wohnung bekommst, das klare Verhältnisse geschaffen werden.

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Entweder du sprichst mit deiner Frau und überzeugst sie, dass es sinnvoll ist, z. B. bei den anonymen Alkoholilkern Rat zu suchen, ihr empfehlen eine Entziehungsmassnahme mitzumachen, oder aber du stellst sie vor die Wahl, entweder sie lässt das Trinken und zeigt Bereitschaft sich helfen zu lassen, oder du gehst andere Wege. Manchmal können harte Worte den anderen zur Vernunft bringen. Sag ihr, dass es so nicht weitergehen kann, dass sie mit ihrem Alkoholproblem eure Zukunft zerstört und ob sie das möchte. E ist sicher nicht leicht, einem Alkoholiker deutlich zu machen, dass er damit nicht nur seine Gesundheit zerstört, sondern sozial auch absteigt. Es gäbe auch noch eine Möglichkeit sie auf den Entzug vorzubereiten. Da das Aufhören mit dem Trinken nicht von einemTag zum anderen möglich ist, versuche doch mit ihr zu vereinbaren, dass du ihr am Tag eine gewisse Menge an alkohilischen Getränken gibst und die Menge langsam reduzierst. Ich habe das mal mit einem Mitarbeiter in meiner Firma praktiziert. Entweder Entlassung, oder sich an die Vorgaben halten. Dieser Mitarbeiter trank am Tag an die 20 Flaschen Bier. So hat der zugestimmt, um seinen Arbeitsplatz behalten zu können, dass er am Vormittag 1 Flasche Bier bekommt, zur Mittagszeit 1 Flasche und Nachmittags nochmals 1 Flasche. Er hat das durchgehalten und nach etwa 1 Jahr, reichte 1 Flache pro Tag. Danach schickte ich ihn zu einer Entziehungskur und nach gut 2 Jahren war er "trocken". Das kann funktionieren, muss es aber nicht.

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Wenn Dir noch etwas an Deiner Frau liegt, versuche sie zu überreden, zu Meetings der Anonymen Alkoholiker zu gehen. Gibt es in jeder größeren Stadt, musst Du nur mal googeln.

Wenn sie sich scheut, da allein hinzugehen, könnt Ihr gemeinsam zu ALAnon gehen, das sind Meetings für Angehörige von Alkoholikern, da kannst Du auch erstmal allein hingehen und Dir Rat holen.

Sollte sie das alles ablehnen, musst Du sie vor die Wahl stellen - sie muss zum Entzug in eine Klinik oder sie geht zu freiwillig zu den Meetings.

https://www.google.de/search?q=anonyme+alkoholiker&ie=utf-8&oe=utf-8&gws_rd=cr&ei=QkijVsXfMIm8sQHer6GwBA

Ich wünsche Euch beiden alles Gute. lg Lilo

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In vielen Städten (insbesondere in Großstädten) gibt es Suchtberatungsstellen zum Beispiel vom Blauen Kreuz, den Anonymen Alkoholikern oder ähnlichen Organisationen. Hier würde ich zunächst einmal Kontakt aufnehmen, wie Du Dich als Angehöriger sinnvoll verhalten solltest, welche Möglichkeiten es bezüglich Deiner Frau gibt.

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