justika am 03.04.2008 um 13:51 Uhr
Dass an der Ostsee phosphorhaltige Brandmittel angeschwemmt werden und zu schweren Verbrennungen bei Sammlern führen, weil sie denken es sei Bernstein?

Das war aber doch im letzten Sommer? Da hatte irgendein Schiff irgendwas verloren..... ich kann mich nur dunkel erinnern...

Ein besonderes Problem gibt es damit auf Usedom.
raubkatze am 3. April 2008 13:59 
Habe bereits vor Jahren einschlägige Dokumentationen gesehen.
Die Sammler stecken sich so ein Stück "Rohbernstein" in die Hosentasche, und der entflammt plötzlich durch die Körpertemperatur. Ist furchtbar, weil nicht zu löschen (Wasser nutzt nichts), bis dem Feuer die Nahrung ausgeht. Ergibt schreckliche Verbrennungen.
Damals haben mich diese Berichte sehr erschrocken. Ein Militärhistoriker erzählte mir dann Genaueres über Bombardierungen und das Ausmaß der Altlasten... brrr!
Die Gefahr ist leider sehr real.

Heeeschen am 3. April 2008 14:13 Nimm doch mal die Brille ab.... LOL

...und glaube es auch nicht

Gute Frage, justika. Ich habe nichts gehört und kann es auch nicht glauben. Wieso kann ich nicht beide Punkte ankreuzen? ;-)
Lola60 am 3. April 2008 13:53 Weil du hier bei GF bist und nur eine Meinung haben darfst :-))
justika am 3. April 2008 14:00 Glaub es mir, es stimmt! http://www.aet-umweltplanung.de/brandopfer-usedom.htm
Lola60 am 3. April 2008 14:02 Ich glaube es doch nicht nur weil es in der Zeitung steht und erst recht nicht, wenn es im Internet verbreitet wird

justika am 3. April 2008 14:02 Stimmt aber, weiß ich genau!
littletiger am 3. April 2008 14:15 Warum dann eigentlich die Frage, wenn du die Antwort ja eh weißt?!

Als Kind habe ich es häufiger erlebt... Aber... das gibt es wohl immer noch...
Pestopappa am 3. April 2008 13:54 Ich guck mal aus dem Fenster... hmm... nichts zu sehen...
Jetzt wird die Ostsee nach dem Bernsteinzimmer abgesucht!!!!!!

Hatte ich vor Jahren schon gehört.

alter Hut, ist schon mal passiert, eher selten, da findeste eher Bernstein, als diese Überbleibsel von Phosphorbomben
justika am 3. April 2008 14:03 Es ist kürzlich gerade wieder einer jungen Frau passiert. Furchtbar gefährlich das Zeug!

in der Ostsee schwimmen genug Kampfmittel aus dem 2. Weltkrieg... Warum nicht auch Reste von Phsphor-Bomben, bzw. chemischen Kampfmitteln oder ähnlichem...
traurig, aber für mich durchaus vorstellbar..

Meine Eltern waren letztens im Urlaub auf Usedom, da muß es anscheindend schon solche Vorfälle gegeben haben.
Hier was zum Nachlesen:
Phosphorbomben aus dem Zweiten Weltkrieg:
Die Brand- und Nebelwirkung von weißem Phosphor wurde bereits im ersten Weltkrieg entdeckt und waffentechnisch genutzt, in großem Maßstab wurde weißer Phosphor aber erst im zweiten Weltkrieg in Brandbomben eingesetzt. Dies erfolgte sowohl in den deutschen Brandbomben (z.B. die Brandbomben C 50 A und C 250 A) als auch in den britischen Brandbomben (z.B. in der INC 30 lb), in denen eine kleine Menge Phosphor als selbstentzündliches Element zum Entzünden der eigentlichen Brandmasse genutzt wurde. In der britischen Nebelbombe Bomb Smoke 100 lb (von der Zivilbevölkerung aufgrund seiner Form "Phosphorkanister" genannt), die bei der Bombardierung deutscher Städte als Brandbombe eingesetzt wurde, dienten der 40 kg Phosphorlösung selbst als Brandmasse.
Blindgänger derartiger Brandbomben sind auch heute noch eine Gefahr, da der Phosphor sich beim Freilegen von selbst entzündet und z.B. die Ausstoßladung zur Explosion bringt. Bei Fehlwürfen von Phosphorbomben ins Wasser wurde vielfach der Phosphor zwar freigesetzt, entzündet sich allerdings unter Wasser nicht. Erst wenn er z.B. im Spülsaum am Strand an die Oberfläche gelangt, kann er sich entzünden. An der Ostsee führt dies zu einem besonderen Problem: Aufgrund seines Aussehens wird der Phosphor oft irrtümlich für Bernstein gehalten. Dies führt z.B. im Bereich der bombardierten Heeresversuchsanstalt Peenemünde auf Usedom immer wieder zu schweren Verletzungen, wenn sich der vermeintliche Bernstein nach dem Abtrocknen entzündet und die Kleidung der Finder in Brand setzt.

justika am 3. April 2008 14:03 
So was soll es geben????

Habe es nicht gehört. Was sind die phosphorhaltigen Brandmittel ?

so ein schmarn... wo hastn des her?
justika am 3. April 2008 14:01 http://www.aet-umweltplanung.de/brandopfer-usedom.htm und kein Schmarrn!!!!
Heeeschen am 3. April 2008 14:11 Nerv!!! Vielleicht liest Du mal die Postings bevor Du hier nicht recherchiert losbläst...

Ist für mich auch weniger relevant, ich komme so selten an die Ostsee.

justika am 4. April 2008 07:03 Wenn Du meinst...
Da bin ich wohl zu weit weg.

Das sind irgendwelche alten verklappten Kampfgase aus den Weltkriegen.

Ja, habe schon gehört.
Über Munitionsaltlasten in der Ostsee berichten Umwelt/Kleine Anfrage
Berlin: (hib/VOM) Munitionsaltlasten in der Ostsee interessieren die FDP-Fraktion in einer Kleinen Anfrage (16/286). Nach Unterlagen des Munitionsbergungsdienstes Mecklenburg-Vorpommern hätten über 600 Tonnen Sprengbomben und etwa 110 Tonnen Brandbomben bei der Bombardierung der Heeresversuchsanstalt für Raketenforschung in Peenemünde im Zweiten Weltkrieg ihr Ziel verfehlt und seien in Küstennähe in die Ostsee gefallen. Berechnungen des Munitionsbergungsdienstes hätten ergeben, dass sich rund 60 Tonnen weißer Phosphor in dieser Bombenfracht befunden haben. Dieser Stoff werde nicht natürlich abgebaut und sei auch noch nach Jahrzehnten vollständig vorhanden. Der Schwerpunkt für Unfälle mit Phosphor liege an den Stränden im nordöstlichen Bereich von Usedom, wo phosphorhaltige Brandmittel regelmäßig angeschwemmt und mit Bernstein verwechselt würden, was zu schweren Verbrennungen führen könne. Die Regierung soll sagen, wie viele Unfälle oder Zwischenfälle in der deutschen Ostsee in den letzten beiden Jahrzehnten verursacht worden sind und welche Möglichkeiten die Regierung sieht, deutsche Fischereischiffe vorsorglich mit Bojen auszustatten, mit denen Munitionsfunde gekennzeichnet werden können, um sie später wieder aufzufinden. Die Abgeordneten wollen ebenso wissen, ob die Regierung die Fläche in den Seekarten als Munitionsverdachtsfläche registrieren lassen will und wie Besucher der Strände über die Gefährdungen durch weißen Phosphor informiert werden können. Schließlich wird gefragt, welchen Anteil die Munitionsaltlasten an der gesamten Schadstoffbelastung der Ostsee haben.
http://www.bundestag.de/aktuell/hib/2005/2005_256/16.html
Ist wohl eher keine Frage des "Glaubens"
DH!