Habt ihr positives zu erzählen?

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4 Antworten

Hallo HinataHime,

auch wenn Du 1'000 Lebensgeschichten erzählt bekommen würdest, so brauchen diese Autobiografien nicht Deinen Strategien entsprechen. Oder gar nicht Deine Problematik. Vielleicht sogar Dich noch mehr runter ziehen, weil einigen etwas gebracht hat, was für Dich (noch) nicht möglich ist zu erreichen.

Hilfreich ist, sich Zeit zu geben. Geduldig mit sich selbst zu sein. Menschen zu finden, die ebenso geduldig sind und auch Krisen aushalten können. Somit Strategien erlernen, wie Krisen ausgehalten werden können.

Suizidgedanken werden oft ausgelöst durch große Verzweiflung. Es wird gehofft, dass der Tod etwas bieten kann, was im Leben aktuell 'verloren gegangen' ist. Hier ist es hilfreich herauszufinden, was das Leben braucht, damit es wieder lebenswert wird. Und wie die Ziele erreicht werden können. Manchmal sollte sich auch die Frage gestellt werden, ob die Ziele tatsächlich erreicht werden wollen, weil entweder machen zum Teil Veränderungen direkt Angst (es wird anders) - oder es werden bereits Folgen von Veränderungen im Vorfeld abgesehen, was ebenso abschrecken könnte. Weil sich auf komplett neuem Boden dann befunden wird. Mit anderen Worten: manchmal kann auch die Instabilität Stabilität geben, weil diese am ehesten bekannt ist. Daher: Veränderung braucht manchmal (viel) Zeit und Auseinandersetzung, was völlig in Ordnung ist, sich oftmals aber diese Zeit nicht gegeben wird - oder das Gefühl von Scham übermächtig wird. Das schreibe ich hier so ausführlich, weil es ein häufiger Grund ist, der blockierend wirkt.

Aufarbeitung von Themen kann ein großes Thema sein, der eigene Selbstwert,.... ganz vieles. Aber auch, sich dem Leben positiv zuwenden. Wenn wer nur "das Böse" und "das Tragische" sehen möchte, dann wird nur darauf geachtet. "die Hoffnung" wird so weder Zeit, noch Raum erfahren können. Auch eine feste Tagesstruktur tut vielen Menschen gut. Diese braucht gar nicht "starr" sein, aber mit Inhalt gefüllt werden. Fordern und Förderung. Förderung und Forderung....

Das sind so häufige "Eckpfeiler", die stabilisierend wirken (oder auch destabilisierend). Ob Dir diese Worte etwas gebracht haben, das weiß ich nicht. Vielleicht magst Du aber auch etwas von Deiner aktuellen Verzweiflung erzählen.
Lieben Gruß an Dich.

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Jedes Schicksal ist ja anders. Wenn man selber betroffen ist, sollte man auch mal so eine Art Bilanz ziehen. Alles mal auf einen Zettel schreiben. Auf der einen Seite die positiven Dinge, auf der anderen die negativen. Und dann über legen: was ist jetzt wirklich so schlimm in meinem Leben, wie kann ich das ändern. WER kann mir helfen, mit wem kann ich sprechen oder kann ich mir auch selber helfen. Da muss dann im Kopf das Bewusstsein da sein für die Situation. Auch mal sagen, vielleicht geht es mir gar nicht so schlecht, ich empfinde das nur so. Du selber musst etwas ändern wollen, sonst klappt das nicht.

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Es hat mir damals geholfen, mich mit meinen Haustieren zu beschäftigen oder mit Freunden zu treffen. Wenn man dann jemanden hat, den man liebt, ist sowieso alles bisschen leichter :)

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Ich stecke da immer noch drin.

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