Frage von Katzenpfote73, 130

Habt ihr noch Opas oder kennt ihr Leute die im 2. Weltkrieg mit dabei waren?

Antwort
von SiViHa72, 56

Sie werden weniger. Meine beiden Opas waren.. der eine als Ubootfunker, der andere in Frankreich.

Onkel bei der Marine. Der andere bei Afrika-Feldzug dabei. Er war der, dera m spätesten und sehr krank zurückkam ( Kriegsgefangener + Malaria).

Eine Oma floh über die Ostsee, starb 1991 im Kreise ihrer Lieben. Die andere war immer in unserem heimatort und pappelte Kranke.

Mittlerweile alle tot.

Tante als Krankenschwester an der Ostfront, die andere daheim auf elterlichem Hof. Die beiden leben auch noch. Alt, krank, aber noch dabei.


Kommentar von SiViHa72 ,

Ach ja.. undmein einer Onkel war, auchw enn das keiner so richtig sagt, wohl bei der HJ. Hat dann , als die Engländer bei uns vorrückten, irgendwas "versucht".. sie haben ihn 30km mitgenommen, 3 Tage in Arrest gehabt und dann durfte er zu Fuss zurück. Da war er 13, 14 und meine Oma dachte, sie sieht ihn nichtw ieder.

Er hat einfach Schwein gehabt.. er hat,w s er vorhatte, nicht ausführen können, so haben sie ihn nur als Verdächtigen einkassiert.. und dann hat ein Offizier der Briten wohl gesagt, lasst ihn laufen, er erinnert  mich so an meinen eigenen Sohn.. seine Mutter wird froh sein,w enn er zurückkommt.

Mein Onk redet heute noch schlecht von "den Tommies".. und ich denk mir, sei mal froh, dass da wer so menschlich war.

(oha,d a war was los, als ich mit 17 einen Waliser als Freund hatte)

Kommentar von Katzenpfote73 ,

was hat er denn versucht?

Kommentar von SiViHa72 ,

So unterschiedlich kann das also sein.Mein Dad, Jahrgang 41, ist alive and kicking.. und redet heute manchmal noch davon, dass er als Kind immer Angst hatte, w enn es
in den Bunker ging.

Und als die Engländer in unseren Ort vorrückten, kamen sie ins Haus, auch in den Keller wo sich alle versteckten.. alle hatten Angst, mein Dad weinte, als die Soldaten reinkamen.

Und er sagt dann heute noch: und dann lächelt der, sagt was und schenkt m ir nen etwas bröseligen keks aus seiner Jackentasche. Oh,  er war lecker!

Kommentar von SiViHa72 ,

Ist nachts zu einem Lager geschlichen, hat versucht, Autos zu beschädigen .. als er erwischt wurde, hat er mit seinem Dolch nach den Soldaten stechen wollen, was ihm nicht gelang.

Und dann bei Verhör was von Wehrwolf und Endsieg geredet >> keine sehr gute Idee.

Eigentlich ists ein kleines Wunder,d ass er zurückkam.

Antwort
von BlackRose10897, 72

Meine zwei Opas (80 und 76) und meine Oma (74). Meine Oma spricht darüber gar nicht, aber meine Opas erzählen immer wieder mal von früher.

Meine Omi, die letztes Jahr gestorben ist, hat während ihrer Demenz davon gesprochen(durch die Demenz natürlich so, als wäre jetzt der 2. WK) und auch bei der Oma meines Mannes war es so. Sogar noch extremer. Da habe ich teilweise richtig Angst bekommen, wenn sie wieder von Kindern mit abgehackten Händen und Schüssen/Bombeneinschlägen gesprochen hat.(Sie bekam immer wieder "Panikattacken",  wenn sie es auf Grund ihrer Demenz erneut durchlebt hat)

Mein Uropa war Soldat und war auch russischer Kriegsgefangener.

Kommentar von Fraganti ,

Wie sollte deine Oma auch darüber sprechen? Sie war bei Kriegsende 2 Jahre alt! Sie weiß nicht mehr als du - das, was ihr andere Leute, Bücher und TV später berichteten. 

Genauso dürfte es deinem Opa gehen, der bei Kriegsende 4 war. 

Kommentar von napoloni ,

Du hast etwas unaufmerksam gelesen.

Kommentar von Fraganti ,

Mein Lesen ist sehr aufmerksam, keine Sorge. Dein Textverständnis reicht aber wohl nicht aus, um hinter den Inhalt meines Kommentars zu kommen. 

Kommentar von BlackRose10897 ,

Ihr Vater war im Krieg und das hat einiges in ihrer Kindheit verursacht, vorallem nachdem er zurückkehrte.

Mein Opa kann natürlich nur von seiner Kindheit erzählen, aber davon weiß er noch sehr viel. Wie er sich bei einem Angriff gerade noch so in Deckung bringen konnte, das Essen sehr knapp war, etc. Auch wenn er damals noch sehr jung war, sowas prägt.

Kommentar von Fraganti ,

Siehst du, sie kann dir von der Nachkriegszeit und fremden Erzählungen berichten. Dass sie keine eigenen Erinnerungen an die Kriegszeit hat, ist aufgrund ihres geringen Alters zu der Zeit ganz normal. 

Hat dir dein Opa auch erzählt, dass die schlimmsten Hungerwinter von 45 auf 46 und von 46 auf 47 waren oder verschwimmt in seiner Erinnerung Kriegszeit und frühe Nachkriegszeit? Schulnotspeißung durch die alliierten Besatzer sollte ihm bekannt sein. Das müsste er am Anfang seiner Schullaufbahn noch mitbekommen haben - war für viele Kinder das einzige Essen am Tag. 

Antwort
von Ruenbezahl, 20

Ich habe auch noch mehrere Männer kennengelernt, die am Ersten Weltkrieg als Soldaten teilgenommen haben. Am Zweiten Weltkrieg war der Großteil meiner älteren Verwandtschaft beteiligt, ich bin gerade dabei, ihre Erzählungen aufzuschreiben.

Antwort
von ponter, 16

Meine Mutter wurde als Jugendliche zusammen mit unzähligen anderen aus Schlesien vertrieben.

Meine Schwiegeroma flüchtete als junge Frau mit ihren Verwandten wochenlang aus Ostpreußen, durch Eis und Schnee und der Gefahr durch russische Tiefflieger.

Alle männlichen Verwandten, wie Onkels und Opas waren Soldat, überlebten u.a. die Kriegsgefangenschaft, sind aber alle bereits schon verstorben.

Antwort
von Lightking, 10

Meine Großeltern väterlicher Seits haben den 2. Weltkrieg ganz kurz "erlebt". Haben nie Schlachten gesehen oder so etwas, sie wurden Anfang 1941 von den Sowjets verschleppt nach Kasachstan, weil sie Deutsche waren. Ihr Vater (mein Urgroßvater) wurde auf Anweisung des NKWD als Volksverräter und Spion erschossen, besser gesagt ermordet. 

Der Andere Urgroßvater floh nach Nürnberg ca. 1943 und wurde Deutscher Bürger, versteckte sich dann auch vor den Sowjets.

Mütterlicher Seits, kämpfte mein Urgroßvater in der Sowjetarmee, verschwand aber 1941 in der Nähe des schwarzen Meeres.

Antwort
von Welldudeyousuck, 3

Mein Opa, ist mittlerweile fitte 90, und immer noch aktiver, als manch anderer in meinen Alter ._. Er wurde mit 14 in die Hitlerjugend aufgenommen, und ging dann auf die Adolf Hitler Schule. Als er dort fertig war, begann er als SS Soldat, doch wirklich aktiv, war er nicht, da dann 2 Jahre später schon die Befreiung der Länder aktiv war. Er wurde von den amerikanischen Richtern freigesprochen, da er belegen konnte, dass er kein überzeugter Nazi war. Er hat sich jedoch geschworen, in seinem Leben nie wieder eine Waffe in die Hand zu nehmen.

Antwort
von MarkusKapunkt, 30

Ja. Meine Großeltern waren zu dieser Zeit zwar noch Kinder (Mein Opa war bei Kriegsende 10, meine eine Oma 8 und die andere Oma 7), aber sie haben schon noch Erinnerungen an diese Zeit. Besonders meine Oma mütterlicherseits hat seit einigen Jahren immer wieder Redebedarf und beginnt offenbar erst jetzt, das damals Erlebte zu verarbeiten. Meine anderen beiden Großeltern sprechen aber selten über den Krieg, dafür aber über die Nachkriegszeit sehr häufig.

Antwort
von Haeppna, 26

Meine Oma, Jahrgang ca. 1920, wurde um 1938 zwangsumgesiedelt, weil ihr Dorf auf dem Gelände eines geplanten Truppenübungsplatzes der Wehrmacht lag. Die Aussiedler erhielten eine Entschädigung, wahlweise in Geld oder Kriegsanleihen. Dummerweise haben sich ihre Eltern für die Anleihen entschieden und waren nach dem Krieg praktisch mittellos. Mein Opa war Soldat, aber als er starb, war ich erst 3. Mein "Ersatzopa" war Soldat an der Ostfront und dann in  sowjetischer Kriegsgefangenschaft. Als er zurückkehrte, war er schwer traumatisiert, körperlich angeschlagen und für den Rest seines Lebens nicht mehr arbeitsfähig. Er hat seine Erlebnisse nie überwunden und oft davon erzählt. Leider leben alle Personen, die ich erwähnt habe, nicht mehr.

Ich kenne außerdem noch einige, die bei der Hitlerjugend waren. Vom Krieg selbst aber sie allerdings nicht viel mitbekommen.


Antwort
von FelixFoxx, 40

Meine Großeltern sind alle verstorben, aber sie hatten alle den zweiten WK mit erlebt, mein Vater auch als Kind. Allerdings haben sie alle auch nicht gerne darüber gesprochen, ich weiß nur, dass mein Vater und seine Eltern zweimal ausgebombt waren, mein Opa väterlicherseits war zuckerkrank und musste deshalb nicht in den Krieg ziehen.

Antwort
von Hamburger02, 15

Mein Vater war von 1943 bis 1945 Ubootfahrer und hat mir aus der Zeit sehr viel erzählt.

Antwort
von MyOwnShadow, 27

Mein Uropa war im zweiten Weltkrieg nach Stalingrad versetzt worden und nur eine Woche später in Kriegsgefangenschaft geraten.

Nachdem er in Sibirien für ca. 1,5 Jahre als Zwangsarbeiter eingesetzt worden war, wurden allen deutschen angeboten, auf Rügen Schiffe des Krieges zu reparieren.

Da er von Rügen stammt hat er sich als Freiwilligen gemeldet und kam mit einigen alten Bekannten nach Hause zurück

Er ist vor 5 Jahren verstorben, bis dahin hat er uns oft vom Soldaten leben erzählt, er hat auch beim Überfall auf Polen mitgekämpft. 

Antwort
von Herb3472, 17

Mein Vater war Jahrgang 1910, meine Mutter Jahrgang 1916. Sie haben beide Weltkriege miterlebt (mein Vater den 2.Weltkrieg als Soldat), sind aber mittlerweile beide verstorben.

Antwort
von Larimera, 18

Ja, ich kenne noch mehrere Personen, die den 2. Weltkrieg miterlebt haben.

Z. B. meine Schwiegereltern (beide über 80)

Mein Großonkel (87)

Antwort
von meinerede, 54

Leben etwa in Deinem Umfeld keine alten Leute? Ich hab´keine Opas und Omas mehr, aber in der Nachbarschaft gibt´s genug.

Antwort
von Wilfried82, 36

Ja, meine Oma. Sie ist noch gesund und munter und benutzt täglich ihr Power Tube von <a href="https://power-tube-profi.de/">. Sie hat uns immer wieder gesagt, dass Krieg das Schlimmste überhaupt sei und wir als Generation alles daran geben sollen, weitere Kriege zu verhindern.

Die einprägsamste Erfahrung war der ständige Hunger. Sie sagt, dass sie während des Krieges ständig Hunger hatte und dass wir uns das heute, nur wenige Jahrzehnte später garnicht mehr vorstellen können.


Antwort
von Matahleo, 26

Hi Katzenpfote73,

nein, meine Opas sind schon verstorben, aber sie haben mir die ein oder andere Geschichte erzählt.

Ich kenne aber andere Leute die zum Beispiel nach dem Krieg vertrieben wurden.

Um was geht es denn? Was willst du wissen?

LG Mata

Kommentar von Katzenpfote73 ,

Ich interessiere mich für Geschichten von Leuten die dabei waren. Was haben sie Dir erzählt?

Kommentar von Matahleo ,

Alles klar, das wird was längeres. Dazu habe ich momentan keine Zeit, bin arbeiten. Aber du kannst mir gerne eine PN schicken.

Ich habe die Geschichten teilweise schon dokumentiert.

Was willst du mit den Geschichten machen? Wie alt bist du? LG Mata

Antwort
von outdoorsummer85, 37

Meine Ur-Oma war 103 aber ist vor 2 Jahren gestorben, die war Live dabei :D

Kommentar von Hoegaard ,

"war Live dabei :D"

So kann man es natürlich auch ausdrücken. Mehr so mit Bombenkeller :D oder mit Vertreibung :D ?

Antwort
von BigGGMML, 23

Ja, mein Opa war flüchtiger, aus Tschechien bzw. polen (Grenze) lebt heute noch.

Und ein entfernter Nachbar hat sogar den ersten noch Mitbekommen, d. h. er hat fast nur Krieg und verderben in seinem Leben kennengelernt. Anfang diesen Jahres ist er leider gestorben. Er hat aber Geschichten erzählt wie er im 2 Weltkrieg gezwungen war jemanden umzubringen, sehr traurig.

Antwort
von Zakalwe, 50

Opas habe ich keine mehr, aber mein Vater war dabei.

Antwort
von MaraMiez, 28

Ja...alle meien Großeltern, nur einer davon lebt nicht mehr.

Und nun?

Antwort
von daniel776, 5

Ja mein Opa war Kommunist und ist an den folgen des kz gestorben 

Antwort
von SirNik, 34

Als Soldat? Oder auch welche die "dabei" waren.

Also einen Soldaten kennen ich nicht, ein Opa ist tot, und der andere wurde erst zu Kriegsebse geboren und ging erst später zum Bund (also irgendwann nach 1955)

Ansonsten eine Oma und eine Uroma die zur Kriegszeit in ihren Jugend-/Junge erwachsene den Krieg miterlebt haben

Antwort
von Pauli1965, 26

Warum willst du das wissen ?

Antwort
von JBEZorg, 12

Ja, natürlich. Was wills du eigtl. wissen?

Antwort
von PaulRek, 10

Ja schon. Mein Großeltern. Aber sie waren Kinder zu der Zeit. Zum Kriegsende kaum älter wie 10, 12 Jahre. 

So ein paar kleine Geschichten kommen schon durch. Mein Opa musste vor einem englischen Blindjäger (Schoss auf alles was sich bewegte), in einen Graben springen, um sich zu retten. 

Oder unmittelbar nach oder am Ende der Kriegszeit hatte sie mal erzählt, dass sie in einer Schule ausgelegt mit Stroh übernachten musste, später dann war sie einer der glücklichen Familien die auf einen Bauernhof (=Nahrung und ein Bett) untergekommen sind, natürlich wurde auch mitgearbeitet auf dem Hof.

Sie ezählte auch wie ihr Vater oder Onkel? , mit einer Pistole, Plünderer verjagen musste, die quasi aus den zerbombten Trümmern der ehemals eigenen Vier Wände, noch verwertbares Baumaterial rausholen wollten. Das muss schon ziemlich grausam gewesen sein, vor den Trümmern der eigenen Existenz zu stehen und dann kommen noch Diebe, die den letzten Haufen an Hab und Gut einen wegnehmen wollen.

Kommentar von PaulRek ,

>aber zur Nazi Zeit an sich kam nicht wirklich was. Eher halt Sachen die die Familie an sich betrifft. Das der Opa schwäbisch sprach und eine Zigarre stets rauchte und ähnliches. Aber vielleicht auch nur die Sicht von Kindern ohne da ein gigantisches Verdrängungsszenario hinzuzudichten. Sie weiß allerdings immer noch den B.day von Adolf H. Das hat das Regime den Kindern damals wohl allen beigebracht..

Antwort
von Kati3334, 12

Ja mein Opa (der wird nächstes Jahr 90).Hat auch am Ende mitgekämpft. Meine Oma (74) erzählt halt immer wie die Amerikaner nach Kriegsende da waren.

Antwort
von Hoegaard, 17

Was meinst du jetzt? Einfach nur am Leben gewesen? Oder an Kampfhandlungen teilgenommen?

Antwort
von derDennis97, 20

Ja...

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