Habt ihr gute Erfahrungen mit Psychologen gemacht?

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10 Antworten

Hallo :)

Ich nehme an, dass es bei jedem Menschen anders ist. Was heißt 'seit längerer Zeit'? Seit wann vermutest du denn, dass du Depressionen und/oder eine bipolare Störung hast? 

Ich finde, dass man vorsichtig mit Selbstdiagnosen sein sollte. Gehe lieber zu einem Psychologen/Psychologin - je früher, desto besser - und lass es dir von ihm/ihr diagnostizieren!

Ich persönlich habe Depressionen und eine Essstörung und kann dir nur ans Herz legen, dir professionelle Hilfe zu suchen. Ich leide immer noch, trotz psychologischer Begleitung aber trotzdem : ich lerne, besser damit umzugehen und es hindert mich einfach an einen viel extremeren Rückfall. Ich bekomme auch Medikamente und muss sagen, dass ich mich zwar nicht gut fühle; aber auch nicht so schlecht fühle wie zu Beginn der Krankheit. 

Es kommt darauf an, wann es diagnostiziert wurde. Manchmal werden solche Krankheiten einfach zu spät erkannt oder Betroffene suchen sich vorerst keine Hilfe. Da die Symptome starke Auswirkungen auf Entscheidungen und Beziehungen haben können, können beim Erkennen der Störung auch die Lebenswege der Betroffenen schon erheblich beeinflusst worden sein, zumal die Symptome meist in jungen Jahren beginnen, in denen die Persönlichkeit noch nicht gefestigt ist. Häufig kommt es zu Problemen in der Ausbildung, im Arbeits- und Familienleben oder zu jähen Wechseln im Lebenslauf.

Lass nicht noch mehr Zeit vergehen. Und wenn du deinem Arzt/Ärztin sagst, dass du nicht so sein willst wie deine Schwester, dann wird er/sie auch das passende Medikament für dich finden, falls du überhaupt welche bekommen wirst. Muss ja nicht. 

Ich wünsche dir viel Glück!  

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Kommentar von MSsleepwalking
17.04.2016, 01:43

Danke für die lange Antwort:)

Was heißt 'seit längerer Zeit'?

etwa seit ich 14 bin ( bin jetzt 22). Aber eben nicht durchgehend sondern in Phasen, die meistens einige Wochen oder Monate andauern. Damals wusste ich jedoch nicht, was eine Depression ist. Ich hatte mit 14/ 15 J. auch noch ein sehr gestörtes Verhalten zum Essen entwickelt, das bis heute nicht ganz verschwunden ist. Ich weiss allerdings nicht, ob das als 'pubertäres' Verhalten zu zuordnen ist oder nicht.

Anfangs gab es Phasen, in denen ich extreme euphorisch und energiegeladen war und Phasen, in denen ich genau das Gegenteil war. Im letzten Jahr (oder 2) gabs jedoch nur noch die 2. Sorte.

Häufig kommt es zu Problemen in der Ausbildung, im Arbeits- und Familienleben oder zu jähen Wechseln im Lebenslauf.

Das ist bei mir auch der Fall, aber die familiären Probleme sind eher der "Auslöser" oder das, was "die Phase" verschlimmert.

Ich weiss, dass Selbstdiagnosen nicht sehr hilfreich sind. Aber ich denk, dass auf jeden Fall etwas nicht mit mir stimmt, da das Verhalten / Erleben nicht normal ist. Ich habe in letzter Zeit auch viel mit meiner Schwester über ihre Störung und meine "Probleme" gesprochen. Ansonsten spreche ich selten mit jemandem darüber.

Im Moment brauche ich jemanden, der mir hilft mit meinen Problemen besser umzugehen und den Alltagzubewältigen. (So wie du das beschreibst in etwa:) )

Weisst du wie das Medikament heisst, dass du nimmst?

Darf ich fragen wie lange du die Depression schon hast? Und wie alt bist du?

Danke für den positiven Einblick. Ich wünsch dir auhc viel Glück:)

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Denkt ihr das eine solche Person einem wirklich helfen kann? Was sind
eure Erfahrungen? Bisher hab ich immer nur gehört, dass sie nicht sehr
hilfreich sind..

Dazu kann man sagen, dass nicht jeder Therapeut für jeden Patienten geeignet ist. Wenn die Sympathie nicht stimmt macht es eine Therapie unbrauchbar. Dazu gibt es 5 probatorische Sitzungen um heraus zu finden ob man miteinander kann und erst dann wird der Antrag auf Kostenübernahme gestellt. Desweiteren sollte man sich auch Gedanken zur eigenen Erwartungshaltung machen. Ein Psychotherapeut ist natürlich kein Wunderheiler. Er kann Hilfe zur Selbsthilfe bieten, Mechanismen aufzeigen die den Alltag erleichtern aber die Hauptarbeit bleibt immer bei einem selbst. Die Notwendigkeit von Psychopharmaka würde ich mit dem Psychotherapeuten besprechen und im Notfall vom Facharzt verschreiben lassen. Besser wäre es sicherlich "nüchtern" zu bleiben.

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Also ich gehe zum Psychologen und er hilft mir sehr viel und die Medikamente sind als Unterstützung da die können keine Situation verbessern...natürlich muss mann welche ausprobieren wo du keine Nebenwirkungen hast...bei mir hat es nur 2 Wochen gedauert bis ich gute Medikamente bekommen habe

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Hi,

ich finde es gut, dass Du mutig bist und selbst eingesehen hast, dass Du Hilfe benötigst und man für manche Situationen auch Hilfe von Außen braucht!

Ich war vor ca. 2 Jahren auch in psychotherapeutischer Behandlung bei einem Psychologen. Ich habe mich bei ihm sofort aufgehoben und verstanden gefühlt. Er war noch recht jung - so mittleren Alters und von Anfang an hat die Sympathie / "Verbindung" zu ihm gepasst. Denn das ist wichtig, damit eine Therapie zum Erfolg führen kann. Es wichtig , dass einem der Therapeut / in passt und man sich dort wohl fühlt. Die Chemie zwischen Patient und Therapeut muss nämlich passen. Genauso wichtig ist es aber auch, dass der Patient gewollt ist mitzuarbeiten! Es ist quasi ein Geben und ein Nehmen. Beide müssen da gut miteinander passen, damit es zum Erfolg kommen kann.
Anfangs hatte ich früher auch Probesitzungen.  Nach einer bestimmten Anzahl an Sitzungen konnte ich immer noch entscheiden, ob ich den Therapeuten wechseln möchte oder nicht.
Das habe ich aber früher nicht gemacht, weil ich wie gesagt schon den Therapeuten super fand.
Meine Therapie ging ca. 3-5 Monate und es hat mir unheimlich viel gegeben. Nicht nur für diese Zeit hat es mir unheimlich viel gegeben - sondern auch für den Rest des Lebens!
Also ich habe den Schritt zum Psychologen zu gehen bis heute nie bereut. Es war viel mehr eine Bereicherung im Nachhinein.
Ich habe durch die Therapie auch viel dazugelernt..Allgemein vom Leben und man mag es kaum glauben, aber in der Therapie habe ich mich selbst auch besser kennenlernen können, was man Anfangs kaum glauben konnte.
Es war schon im Großen und Ganzen hilfreich und ich bin froh, dass ich so einen tollen Therapeuten früher hatte, der sich so für mich eingesetzt hatte und mich auf dem schweren Abschnitt meines Lebens begleitet hat, den ich zu dieser Zeit nicht alleine bewältigen konnte.

Also nur Mut! Vergiss aber nicht, dass die Chemie zwischen Patient und Therapeut passen muss.

Liebe Grüße und gute Besserung!

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Ich war zwar noch nie bei einem Psychologen, aber ich kann auf jeden Fall sagen, dass über Probleme sprechen eigentlich fast immer hilft. Ich Denkmal du wirst dich dadurch besser fühlen und es war die richtige Entscheidung dich anzumelden.

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Kommt auf dich an. Aber mir hilft es nicht. Im Endeffekt erzählst du halt eine Stunde irgendwas dahin und er sagt irgendwas dazu und dann gehst du wieder. Es war jetzt nie so, dass ich das Gefühl hatte: Wow, das hat jetzt was gebracht. Man muss selber was ändern wollen und wenn man das will, kann man das, finde ich, auch alleine. Aber probier es aus ...

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Kommentar von MSsleepwalking
17.04.2016, 00:55

Das sind in etwa die Erfahrungen, von denen ich bisher auch gehört hab. Ich habs bisher auch immer selber geschafft wieder rauszukommen oder eben die Phase ging grundlos wieder vorbei, aber dieses Mal scheints sie immer nur schlimmer zu werden :(

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Kommentar von Misao200
17.04.2016, 01:06

Komisch mein Psychologe hilft mir sehr oft und viel ich denke auch weil er mir zu hört und mich dann nicht wie dreck behandelt...und er gibt mir Tipps wie ich mit einer bestimmten Situation klar komme ich denke ich habe irgendwie ein anderen Psychologen oder warum ist niemand mit seinem zufrieden?

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Hallo!

90% der Psychologen brauchen selbst einen Psychologen! Mach dir das vorher bewusst, denn das bedeutet, dass es wenige gute Psychologen gibt. Hör einfach auf dein Bauchgefühl, wenn du mit ihm sprichst.

Außerdem gint es noch die Möglichkeit, dass du dich in einer Selbsthilfegruppe über deine 'familiären Probleme', die du erwähnst, austauscht.

Ich habe bezüglich Familienproblemen sehr gute Erfahrung in einer Selbsthilfegemeinschaft gemacht.

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Habe selbst auch unter Depressionen gelitten und bin deshalb beim Psychologen gewesen. Außer Krankschreiben und Verschreibung von Antidepressiva kam da nicht sehr viel raus. Gespräche kommen zu kurz, weil es zu wenige Psychiater/Psychologen gibt und diese hoffnungslos überlaufen sind. Da bleibt für den Patienten nicht viel Zeit, leider......

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Also meine Schwester hat ne Stärke Depression und war D esshalb in der Klinik das war für die was schönes doch sie hat Probleme mit Psychologen und wechselt ihn bald schon wieder aber das ist irgendwie ihre Art.

Tipp:nehme diese Zeit um zu lernen.:)

Gute Besserung ♡♡

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Ist doch gut das du dich für ein erstes Gespräch angemeldet hast-

hier geht es viel um die Erwartungshaltung, die in der Regel die falsche ist in dem Sinne, das erwartet wird das ein anderer die Probleme wegnimmt-

das ist aber falsch ,es kann nur Zeug an die Hand gegeben werden sie selber wegzumachen, das ist ein bedeutsamer Unterschied- dennoch kann gerade das eben entscheidend hilfreich sein!

Liebe grüße

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