Frage von Ichkochenicht, 39

Habt ihr gleich gewusst was ihr studieren/machen wolltet nach Matura/Abitur?

Also hi. Ich hab eine wirklich fuer mich wichtige Frage. Ich hab seit ca nem Monag meine Matura/Abitur geschafft und bin19/20. Und ich muss michbis September entscheiden was ich studieren soll. Etc aber hab echt 0 Plan.

Und wollte wissenob ihr gleich nach eurer Schulzeit wusstet was uhr machen wolltet etc. Bzw. was ihr studieren wolltet. Und wenn, dann habt ihr auch einfach probiert und grtauscht etc? Das ist meine Motivation weil ich mir denke, gut dann nehm ich irgendein Studiwngang was mich so grob interessiert, und wenns nicht passt dann wechsele ich halt. Ich denk mir und hoeree es auch immer, dass ich jetzt nocgg jung bin und es gut ist auszuprobieren um das richtige zu finden. Etc. Wie seht ihr das ?? Und habt ihrs gleich gewusst

LG

Antwort
von Kimmay, 6

Ich wollte schon immer Lehrerin werden und studiere dies jetzt seit knapp einem Jahr. Ich bin wirklich super zufrieden mit dem Studium und kann mir nichts anderes vorstellen.

Leider geht es wirklich vielen nicht so. Einige studieren einfach nur etwas, um überhaupt zu studieren, weil "das macht man ja nach dem Abi so". Aber genau das ist die falsche Einstellung! Genau diejenige brechen ab oder wechseln den Studiengang - haben also wirklich Zeit verschwendet!

Eine Freundin von mit studiert ebenfalls Lehramt, wollte aber eigentlich schon immer was mit Medizin machen. Nur wurde sie nicht bei ihren Wunschstudiengängen genommen. Aber alle anderen studieren, also macht sie das auch. Sie ist wirklich sehr unglücklich, quält sich zu Prüfungen oder sagt sie vorher ab. Jetzt hat sie sich für 3 Klausuren krankschreiben lassen. Jetzt möchte sie den Studiengang wechseln - Jura. Weil das macht ihr Freund und klingt ganz gut. Glücklich wird sie damit aber auch nicht werden.

Meine Tipps an alle, die noch nicht wissen, was sie studieren möchten sind:

  1. Sich die Studienverlaufspläne anschauen. Dort steht genau drinnen, was für Module man hat und was dort gefordert wird. Auch ob man eine Klausur schreibt, was für Seminar man besuchen muss. Das hilft einem ungemein sich schon mal einen guten Überblick zu verschaffen. Dort steht auch drinnen in welchem Semester man was besuchen sollte und so kann man sich auch in etwa die Stundenanzahl in der Woche ausrechnen.
  2. Einfach mal in Vorlesungen gehen. Jede Uni hat ein Vorlesungsverzeichnis, da erfährt man wann und wo eine Vorlesung stattfindet. Bei Vorlesungen ist keine Anwesenheitspflicht, also kann jeder da einfach rein.
  3. Vor dem Studium einfach Praktika machen. Zwischen Abitur und Studium hat man dafür auch schon genug Zeit. Ich hatte auch 2 Praktika in der Zeit gemacht.
  4. An Unis gibt es auch Studienfachberatungen (ich glaube das heißt so), wo man sich beraten lassen kann.
  5. In Facebook beispielsweise gibt es immer Gruppe zu einer Uni und manchmal auch zu bestimmten Studiengängen. Dort würde ich beitreten und gezielt Leute fragen, die das auch studieren.
Antwort
von Jerne79, 11

In den letzten 2 Schuljahre habe ich wie viele andere auch alle möglichen Studiengänge in Betracht gezogen, auch ein paar Ausbildungsberufe. Für einen fehlte es mir an den körperlichen Voraussetzungen, ein paar sind im Lauf der Zeit ausgeschieden, weil mir die dauerhafte Beschäftigung mit dem Thema als nicht erstrebenswert erschien. In Fach konnte man in meiner Heimatstadt, in der ich erstmal bleiben wollte, nicht sinnvoll studieren.

Letztlich blieben drei Fächer, zwischen denen ich lange geschwankt habe. Eines davon war mein jetziger Beruf, der jedoch ein Orchideenfach ist, in dem ich mir keine großen Perspektiven ausgemalt habe.

Ich habe mich also auf die 2. Wahl beworben, wurde im ersten Gang aussortiert und habe nach langem Hin und Her eine neue Fächerkombination gewählt. Am Tag vor der Einschreibung kam dann die Zusage für die 2. Wahl im Nachrückverfahren. Noch in der Schlange bei der Einschreibung habe ich gegrübelt, welche Nebenfächer ich nehmen soll, eines davon wurde eine spontane Entscheidung während des Ausfüllens des Formulars.

Nach einem Semester hatte ich von meinem doch sehr trockenem und biederen Hauptfach die Nase voll und wechselte wider besseren Wissens. Das spontane Nebenfach blieb und wurde nach einer weiteren Schwerpunktverlagerung innerhalb dieser drei Fächer ein paar Semester später mein 1. Nebenfach, das ich fast gleichwertig zum Hauptfach studierte. 

Für mich war das der richtige Weg. Ich habe versucht, vernünftig zu sein, habe zeitnah eingesehen, dass ich so nicht glücklich werde und habe das studiert, was ich wirklich wollte. Ich kannte die Perspektiven und habe mein Möglichstes getan, meine Chancen zu verbessern. Dass ich inzwischen seit über 12 Jahren ohne einen einzigen Tag der Arbeitslosigkeit in diesem Orchideenfach arbeite, war aber werder planbar noch absehbar.

Aus meiner Perspektive: Es ist nicht weiter wild, wenn du nach einem oder vielleicht zwei Semestern merkst, dass ein Fach nichts für dich ist. Problematisch wird es erst, wenn du semesterlang orientierungslos vor dich hin studierst und dann noch immer nicht weißt, was du willst. Wenn du auf Bafög angewiesen bist, kannst du auch nicht endlos wechseln. In meinen Augen ist es auch unvorteilhaft, blauäugig ein Fach mit schlechten Perspektiven zu studieren und einfach nur zu hoffen, dass schon alles gut wird.

Du hast noch Zeit bis zur Einschreibung. Heute sind Praktika viel üblicher als noch zu meiner Zeit. Nutze diese Möglichkeit, schnupper in die Fächer hinein, die dich interessieren, dann kannst du vielleicht ein paar Blindgänger von vornherein ausschliessen und musst nicht unnötig Zeit verschwenden.

 

Antwort
von haftabi, 21

Ich wusste es direkt.

Ich hab mich immer für Wirtschaft interessiert, hab deswegen Wirtschaftswissenschaften studiert (bzw bin immer noch im Studium) und habe mich direkt nach ein paar Monaten selbstständig gemacht und mach das nebenbei (wobei es mich ca 3-4 Stunden am tag kostet)

Ich war übrigens 17 als ich mein Abitur gemacht habe. Also noch früher, aber ich konnte mich doch recht einfach entscheiden.

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