Frage von creativitaye, 37

habt ihr Erfahrungsberichte zum Weg aus der Opferrolle?

Ich bin durch meine Vergangenheit schnell vereinsamt. Bin seit Jahren in der Opferrolle, finde keinen Sinn in Arbeit, noch habe ich Freunde, noch eine Partnerin. Noch trage ich Selbstzweifel und Mangeldenken mit mir rum. Täglich denke ich über Besserung nach, gerade wennes draussen paradiesisch ist, die Leute in Urlaub fahren, Freunde feiern gehn. Ich habe mit der Zeit gelernt, das nicht mehr so sehr an mich ranzulassen. Aber ich bin unglücklich. Ich weiss ich soll mir eine Therapeutin suchen. Und wenn ich eine finden sollte, gehe ich das auch gerne an. Mittlerweile bin ich schon 28 Jahre alt. Vor 6 Jahren begann ich mich vegan zu orientieren, ausserdem gehöre ich wohl zu den hochsensiblen und war früh einer derjenigen der die Gesellschaft hinterfragen wollte und sich für Spiritualität und Kunst intressierte.. Leider konnte ich mich nie wirklich einbringen.. ich fühlte mich meist unwohl und energetisch ausgesaugt. Ich frage mich gerade im Sommer mit all den schönen Frauen da draussen und möglichen Erlebnissen, wie lange ich das noch aushalte, wie ich einen Sinn und eine Veränderungslösung finde. Welche Erfahrungen habt ihr damit gemacht?

Antwort
von pingu72, 15

Wenn du dich für Spiritualität interessierst google mal nach dem "Gesetz der Anziehung", das könnte dir helfen.

Ansonsten ist eines ganz entscheidend: dein Wille! Ich selbst bin aus einem verdammt tiefen Loch herausgekommen weil ich es unbedingt wollte! Du kannst in Selbstmitleid versinken oder sagen "es reicht!". Ändere das was dich stört, suche dir einen Job der dir Spaß macht, gehe raus und lerne Leute kennen, tu Dinge die dich interessieren. Sei stolz wenn du etwas erreicht hast und motiviere dich indem du dich selbst belohnst, und sei es nur dass du dir ein fettes Eis gönnst wenn du etwas geschafft hast.... Aber trenne dich auch von allem was dir nicht gut tut und von allen Altlasten. Da reicht es schon den Kleiderschrank auszumisten, das Gerümpel im Keller zu ensorgen usw. Wenn du kannst und magst renoviere oder gestalte deine Wohnung neu, kauf dir neue Klamotten, geh zum Friseur... äußerliche Veränderungen bewirken schon sehr viel.

Klar, klingt einfach... ist es absolut nicht. Es braucht Zeit und viel Geduld, aber es lohnt sich!

Antwort
von daubs, 15

Ich hatte sowas zwar nicht so krass, aber das Gefühl kommt mir bekannt vor.
Hatte mal eine ziemlich schmerzhafte Trennung..danach hat es klick gemacht und ich fing an mit der besten Lösung: Kraftsport!
Geh ordentlich pumpen bis dir deine Sachen nicht mehr passen.

Wenn du das durchziehst wächst dein Selbstbewusstsein enorm! Du wirst offener und Menschen an dich heranlassen.

Netter Nebeneffekt: Dir widerspricht keiner mehr.

Ich hoffe es macht bei dir auch klick!

Gruß!

Kommentar von creativitaye ,

find ich ganz gut

Kommentar von daubs ,

macht auch riesen spaß! :)

Antwort
von Nube4618, 5

Wenn man sich längere Zeit in der Oferrolle befindet, beginnt der Kopf das zu übernehmen. Er tut alles, dass man da bleibt. Die Opferrolle ist einem ja bestens bekannt, und lieber etwas bekanntes beibehalten und sich darin suhlen, als in unbekanntes Neuland aufzubrechen. Ist ja auch irgendwie bequem als Opfer, man kann ja nichts dafür, muss für nichts Verantwortung übernehmen. 

Beschliesse, zum Täter zu werden. Beginnt im Kopf, lass dir die Opferrolle nicht von deinem Gehirn diktieren. 

Kommentar von creativitaye ,

wies aussieht schaff ich das nich mehr, aber vllt zur richtigen zeit

Antwort
von Step44, 17

Du bist nur so lange ein Opfer, solange wie du dich selbst dazu machst. Kehre deine Gedanken um,versuche dich als positiver Akteur deines Lebens zu sehen. 

Es ist sicher nicht so einfach sich dieses positive Denken anzueignen.  Aber wenn du Hilfe brauchst, dann hol sie dir. 

Kommentar von creativitaye ,

der Kopf tut das ja schon automatisch.. Ich muss dann einen inneren Krieg ausfechten.. Ist das der Preis? 

Das geht schon lange.. ich werde jede Hilfe annehmen.

Kommentar von Step44 ,

Ich sage dir das es nicht leicht ist diese Auseinandersetzung mit dir selbst zu führen. Aber es lohnt sich. Du wirst Selbstbewusstsein erlangen. Und ich bin mir sicher es gibt etwas was du gut machst. Es fehlt dir an Anerkennung 

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